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 Betreff des Beitrags: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Di 2. Feb 2010, 21:36 
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Beiträge: 2307
Wohnort: KerpeN
Hallo zusammen,
inzwischen mache ich ja einiges in Ätztechnik und das Tauchätzbad von Reichelt zeigt so seine ersten Macken: Kunststoffolive wird brüchig und Porenschlauch müsste erneuert werden. Ursache dürfte sein, dass ich das Ätzbad in der Küvette belasse. Hier frage ich mich, ob sich so ein Teil HWE-SA1/2S von http://www.hw-electronics.de/0 (Artikel, Sprühätzanlagen) nicht als Alternative anbietet? Wie ist Eure Meinung?

Gruß aus KerpeN
Helmut


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 Betreff des Beitrags: Re: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Di 2. Feb 2010, 21:54 
Servus Helmut

Hmmm .... Sprühätzanlagen habe ich noch keine in Aktion gesehen.
Praktische Erfahrungen hab' ich nur mit Schaumätzanlagen. Die Dinger sind allerdings Klasse. Absolut gleichmässiges Ätzen auf der ganzen Fläche und wesentlich schneller als einfaches Tauchätzen. Dadurch auch weniger Unterätzung.
Leiterbahnen mit 0,1mm auf doppelseitigen Platinen waren mit halbwegs frischen Ätzmittel jedenfalls kein Problem.


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 Betreff des Beitrags: Re: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Mi 3. Feb 2010, 22:16 
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Registriert: Fr 8. Dez 2006, 12:39
Beiträge: 1596
MoiN zusammen,

gerade mal ein bisschen gegoogelt. Anscheinend ist Sprühen noch schneller als Schäumen. Bei den Schaumschlägern wird mit Eisen III Chlorid geätzt ... damit hatte ich vor langen Jahren auch mal experimentiert und das Zeug für widerlich befunden.

Mit der kleinen Saemann Kuvette bin ich auch nicht mehr soo richtig glücklich - werde ich wohl mittelfristig ersetzen. Die HWE-SA1/25 macht da einen sehr vernünftigen Eindruck. Solltest Du da zuschlagen wollen, bin ich schon mal sehr gespannt auf einen Erfahrungsbericht :mrgreen:

LG,
Wolfgang

PS. Toller Link übrigens ... Danke!

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 Betreff des Beitrags: Re: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Fr 4. Jun 2010, 00:43 
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Beiträge: 1596
MoiN zusammen,

nachdem ja jetzt in der Werkstatt Platz für etwas Vernünftiges ist und ich in langer Googelei auch nichts Vergleichbares gefunden habe, hab' ich mir mal den Luxus eines solchen Ätzbades SA 1/2 S von HW Electronics gegönnt. Hier jetzt mal der erste Erfahrungsbericht dazu:

Bild Bild Bild

Das Teil macht auf Anhieb einen gut durchdachten, soliden und sauber verarbeiteten Eindruck, es wird offenbar auftragsbezogen hergestellt und ist kein Massenprodukt made in China. Eine Kunststoffhalterung für den Heizstab war - wohl beim Transport - gebrochen, hier bekam ich auf Anfrage postwendend Ersatz. Sehr erfreulich.

Das Teil fasst - und benötigt auch - 2 Liter Flüssigkeit. Mit der eingebauten Heizung und laufendem Antrieb werden diese innerhalb von ca. 20 Minuten von Raumtemperatur auf die empfohlenen 45°C erwärmt. Man kann also die Maschine anwerfen und dann in aller Ruhe die weiteren Vorbereitungen fürs Ätzen anfangen.

Die beiden auf den Bildern erkennbaren Zylinder ragen in den Flüssigkeitsspiegel hinein. Es handelt sich um Rohre, die am unteren Ende einen Impeller aufweisen und ansonsten mit vielen Bohrungen versehen sind. Die Zylinder werden von zwei Motoren angetrieben, wobei die Impeller die Flüssigkeit in die Rohre saugen, die dann durch die Rotation durch die Bohrungen versprüht wird. Die Geräuschentwicklung dabei ist geringer als bei der Aquarienpumpe für die Kunststoffkuvette.

Soderle. Wenn die Temperatur erreicht ist, kann's losgehen. Der zugehörige Platinenhalter lässt sich sehr gut auf die Größe des Bleches einstellen und hält es sicher fest. Kein Vergleich mit der Fummelei, ein Blech in dieser Größe freischwebend in der Kuvette aufzuhängen. Man kann ihn auch während des Betriebs der Maschine herausnehmen und schauen, wie weit das Werk gediehen ist, ohne dass es eine Schweinerei gibt. Bei dieser Gelegenheit ist das folgende Bild entstanden:

Bild

Für die Größenverhältnisse: Das Blech ist 200 mm lang. Besonders gespannt war ich auf das Temperaturverhalten beim Ätzen. Bei genau diesem Blech ist mir in der Kunststoffkuvette immer die Temperatur auf jenseits 70°C angestiegen. Hier stieg sie lediglich auf etwas über 50°C. Wenn man bedenkt, dass das Ätzmedium nicht wärmer als 60°C werden sollte, ist das schon mal ein weiterer dicker Pluspunkt.

Das Ätzteil besteht aus 0,3 mm Neusilber. Nach etwa 40 Minuten war es "durch". Das sind 0,15 mm von jeder Seite, mithin also das fünffache einer Elektronikplatine. Die Angabe <10 Minuten für eine derartige Platine sind also realistisch. Das fertig geätzte Teil dann nochmal belichtet und entwickelt, damit der restliche Fotolack 'runtergeht (An dieser Stelle noch mal "ein dreifach Hoch" auf Peter für diesen Tipp), sieht dann das Ergebnis so aus:

Bild

Das Ergebnis ist nochmal eine Größenordnung besser als in der Kuvette. Und zwar dahingehend, dass es völlig gleichmäßig ist. In der Kuvette kam es mir häufiger vor, das z.B. feine Geländer auf der einen Seite bereits dabei waren, ins Nirvana zu entschwinden, während die Ätzung anderswo "noch nicht durch" war. Nicht so hier ... hier stimmt's einfach!

Also Fazit: Bin begeistert! Damit kann man vernünftig arbeiten - das Teil ist wirklich gediegen und seinen Mehrpreis gegenüber einer Kuvette allemal wert!

Ätzende Grüße,
Wolfgang

PS: Die Teile, die ich da geätzt habe, gehören zur Drehscheibe. Hier geht's endlich weiter. Dazu demnächst mehr.

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 Betreff des Beitrags: Re: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Fr 4. Jun 2010, 06:15 
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Hallo Wolfgang,

wirklich beeindruckend, soweit ich das als Ätzlaie beurteilen kann. Wenn man deine Beschreibung so liest, möchte man am liebsten mitmachen und auch solche Ergebnisse erzielen. Diese Technik wird sich mir leider wohl für immer verschliessen.

Nimmst du eigentlich Aufträge an um die Super Anlage nicht verstauben zu lassen? :mrgreen: :mrgreen:

Ich hätte da eine Idee (wen wunderts).

LG Claus

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 Betreff des Beitrags: Re: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Fr 4. Jun 2010, 10:07 
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Beiträge: 1596
ClausS hat geschrieben:
... Ich hätte da eine Idee (wen wunderts). ...


MoiN Claus,

na, immer her damit!

Die Ätztechnik ist eigentlich gar nicht sooo wild. Das, was wirklich pfriemelig ist - die Zeichnung - macht ja der Computer, das Belichten, Entwickeln und Ätzen die Chemie bzw. die Maschinen. Eine wirklich eigene uhrmacherische Kunstfertigkeit braucht's da eigentlich nicht.

LG,
Wolfgang

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 Betreff des Beitrags: Re: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Fr 4. Jun 2010, 21:32 
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Beiträge: 3462
Wohnort: Angelbachtal
MoiN Wolfgang,

Helmuts Thread über seinen Waggonselbstbau hat meine Wunschdenkmaschine in Gang gebracht und bei dem Thread hier überwinde ich mich einfach mal.

Es geht mir um mein persönliches Problem, das ich offensichtlich mit Rungen der Firma Minitrix habe. Beimir tummeln sich mehrere vierachsige Flachwagen, unter anderem mit Röhren- und Holzladungen, deren Rungen offensichtlich im Betrieb verdampfen.

Die Originale im Modell sind aus Plastik, es gibt sie in braun, grau und Verkehrsrot. Teilweise rechen die Dinger schon beim Einbau ab und beim fahren fallen sie wohl heraus und lösen sich sofort in Luft auf. Die Dinger werden irgendwie immer weniger, aber ich finde sie auch nicht wieder. Vielleicht hat die Katze sie ja zum Fressen gern :-)

Die Waggons stammen afaik aus Sets, die Nummern sind 15218 und 13982 in Verkehrsrot mit Röhren, 15608 in grau mit Röhren, 15647 grau mit Holz usw., weisst du, welche ich meine? Die Rungen sehen, ganz grob gesagt, wie Leitern aus.

Ich habe schon mit Helmut gesprochen, aber da du ja Kapazitäten hast und Auslastung sucht, dachte ich mal........ :oops: :oops:

Bitte frag' jetzt nicht, wieviel es werden sollen, im unteren dreistelligen Bereich wird das wohl landen, als Ersatzteile gibt es die Dinger afaik nicht.

Meinst du, da ist was zu machen?

Danke und LG
Claus

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 Betreff des Beitrags: Re: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Sa 5. Jun 2010, 00:45 
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Beiträge: 1596
MoiN Claus,

hmm. Nicht meine Epoche, deshalb hab' ich den Wagen nicht und hab jetzt auch beim Schnellgoogeln kein wirklich brauchbares Bild gefunden. Hängt jetzt stark davon ab, wie "dreidimensional" so eine Runge ist ...

Bring doch einfach mal so einen Wagen und eine Runge mit, wenn wir uns das nächste Mal sehen.

LG,
Wolfgang

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 Betreff des Beitrags: Re: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Sa 5. Jun 2010, 04:22 
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Beiträge: 3462
Wohnort: Angelbachtal
MoiN Wolfgang,

das ist eine gute Idee. Wie gesagt, ich habe wenig bis gar keine Ahnung ob das überhaupt machbar ist und dann an den Waggons überhaupt hält und eine Wirkung erzielrn kann.

Schaumermal.

Von den Snps Waggons habe ich im Netz ein paar Bilder gefunden, Google sacht nach snps Waggons suchen (irgendwie kann ich zur Zeit keine URLs mehr kopieren :evil: :evil: )


LG und schönes WE
Claus

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 Betreff des Beitrags: Re: lohnt sich so ein Ätzbad?
BeitragVerfasst: Sa 5. Jun 2010, 06:45 
Servus Claus

Meinst du damit diese Waggons und Rungen :?:
Bild
Bild
Diese Dinger stehen bei uns öfter mal am Freiladegleis zur Holzverladung.
Sollte das das Richtige sein, kann ich problemslos für noch mehr Detailbilder sorgen.


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