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erstellt: 4.8.2002 aktualisiert: 4.8.2002
Es gibt Szenen, die als Blickfang in einer Anlage dienen. Ich habe mir angewöhnt, solche Gruppierungen - wenn sinnvoll - vorab als Diorama zu bauen. Ein Beispiel ist der hier beschriebene Waldsee, der schon länger auf seinen endgültigen Standort wartet. Der Vorteil ist, dass man sich intensiv mit einem kleinen Ausschnitt beschäftigen oder sich - wie hier - mit neuen Materialien (Polyestergießharz) auseinandersetzen kann. Da man eher bereit ist, ein kleines Diorama neu zu bauen, kann man "risikofreudiger" experimentieren. Den Waldsee habe ich übrigens auch zweimal gebaut. Mein Epoxydgießharz war für die Gewässergestaltung nicht besonders geeignet.
Aus einem Stück 4 mm Pappelsperrholz und ein paar Kiefernleisten wird der Rahmen gebaut. Kleine Holzstücke sorgen dafür, dass die geraden Kanten der Holzleisten gebrochen werden und damit die Geländehaut unregelmäßiger wird. Die Geländestruktur wird anschließend mit Pappmachée (aus Gewichtsgründen) geformt. Nach mehrtägigem Austrocknen erhält das Ganze einen Überzug mit Sandspachtel. Damit wird die erste Farbe aufgebracht und die Geländetopologie endgültig geformt. Der Seegrund wird mit Acrylfarben (etwas dunkelblau, moosgrün und ein sehr wenig schwarz) farbig angelegt. Je tiefer der See, umso dunkler wird die Farbe gehalten. Da der See in einem Wald gelegen ist, werden sich eher Bäume und weniger Himmel in dem Wasser spiegeln. Daher dominiert moosgrün (umbraähnlich) als Farbton. Der Rand wird durch Einstreuen von diversen Flocken, Sand und Steinen aufgelockert und gleichzeitig heller gestaltet. Als Steine fanden Kieselsteine von Faller und Talus von Woodland Verwendung. Die Kieselsteine sind für meinen Geschmack zu grell, so dass sie mit verdünnter moosgrüner Farbe gebrochen werden. Inzwischen würde ich nur noch Talus nehmen. Borsten von Heki und Woodland werden mit Epoxydkleber eingesetzt und imitieren den Schilf.
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Der Rohbau aus Sperrholz und Leisten
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...wird mit Pappmachée gestaltet.
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Sandspachtel, etwas Farbe und ein paar Schilfbüschel lassen den See erahnen.
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Den ersten Flocken ...
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Jetzt erfolgt die Gestaltung der Seeumgebung mit Flocken diverser Hersteller. Ich nehme dabei nicht nur einen Farbton, sondern versuche mehrere Flockenfarben Ton in Ton ineinander übergehen zu lassen. Zum Rand des Dioramas habe ich braunen Schotter eingestreut. Dies imitiert sehr gut den durch Blätter und Nadeln rotbraungefärbten Waldboden. Passende Flocken sind mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen. Das Gewässer habe ich mit Polyestergießharz nachgebildet. Dieses Material wird zum Eingießen diverser Materialien eingesetzt. Es härtet bereits mit einer leichten Wellenstruktur aus, so dass man bei einem windgeschützten See bereits eine ausreichende Oberflächenstruktur erhält. Anschließend werden die Tannen, Büsche und div. Kleinigkeiten (z.B. 2 Enten auf dem Wasser) positioniert. Der See ist fertig und wartet auf seinen endgültigen Standort.
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... folgen weitere ...
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... bis der See gestaltet ist.
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