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erstellt: 12.11.2000 aktualisiert: 18.11.2000
Was sind Resinfolien?
Resinfolien sind neue Materialien die sich hervorragend zur Darstellung von strukturierten Oberflächen wie Pflaster, Mauerwerk, Gehwege u.ä. im Modelleisenbahnbau eignen. Ein Gießharz wird zwischen einem Trägermaterial (z.B. Papier) und einer Negativform aus Silikonkautschuk ausgehärtet. Sie zeichnen sich durch hohe Abbildungsgenauigkeit, einfache Herstellung und leichte Bearbeitung aus, so dass sie von jedem Modellbahner mit Bastelraum zu handeln sind.
Wer's größer sehen will: einfach die Bilder anklicken.
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Materialien für Resinfolien
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Alles ist zum Abformen vorbereitet
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Silikonform und Resinfolie
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Schneiden von Resinfolien
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Welche Materialien werden benötigt?
 Negativform aus Silikonkautschuk
Zuerst wird ein Urmodell aus Holz, Gips, Kunststoff o.ä. mit der gewünschten Oberflächenstruktur graviert und mit einem 3 - 5 mm hohen Rahmen (Holz oder Kunststoff) versehen. Zwischen Gravur und Rahmen lasse ich auf jeder Seite ca. 2 cm Abstand. Poröse Materialien werden mit einem Wachstrennmittel versiegelt. Jetzt wird die Form mit Silikonkautschuk ausgegossen und nach dem Aushärten entformt.
 Gießharz
Als Gießharz habe ich mit einem langsam aushärtenden Epoxidharz (z.B.) die besten Erfahrungen gemacht. Produkte dieser Art sind im Modellbauhandel erhältlich. Versuche mit Polyurethan- und 5-Minuten-Epoxyharzen zeigten wegen der schnelleren Aushärtung Fehlstellen in der Oberfläche. Ein Polyesterharz führte ebenfalls zu unbefriedigenden Ergebnissen.
 Trägermaterial
Haftpapier, ein im Bürohandel erhältliches, selbstklebendes Papier (großes Etikett), zeigt als Trägermaterial sehr gute Eigenschaften.
 Diverse Kleinigkeiten
Hierzu gehört eine kleine Tapetenandruckrolle, Einweghandschuhe, Einwegbecher (Partybecher o.ä.), Rührwerkzeug (z.B. Schaschlikspieße) und vor allem eine Abdeckplane aus Polyethylen. Kleinigkeiten, wie sie in jedem Haushalt vorhanden sind oder leicht beschafft werden können.
Herstellung
 Das Gießharz wird entsprechend den Herstellerangaben gemischt bis keine Schlieren mehr zu sehen sind. Für eine Resinfolie der Größe 150 x 100 mm benötige ich ca. 15 ml Gießharz.
 Anschließend werden ca. 5 ml auf dem Haftpapier verteilt. Den Rest gibt man auf die Silikonform. Man läßt das Ganze ca. 5 bis 10 min stehen. Dadurch tränkt sich das Papier und ein großer Teil der Luftblasen im Gießharz kann entweichen. Dies reduziert die Zahl der Fehlstellen in der Resinfolie!
 Das Haftpapier wird dann auf die Silikonform gelegt. Mit der Hand streicht man ohne große Druckanwendung darüber, um das Gießharz gleichmäßig zu verteilen. Achtung, wer hier Handschuhe und Abdeckplane vergißt, der hat Ärger mit seiner Frau, einen irreparabel markierte Arbeitsfläche und kunststoffbeschichtete Hände!
 Mit der Tapetenandruckrolle wird nun von innen nach außen überschüssiges Gießharz herausgedrückt. Dabei sollte man keinen großen Druck auf die Form ausüben. Hier gilt der Grundsatz, lieber öfter als zu fest.
 Jetzt heißt es abwarten. Nach einem Tag kann die Folie abgezogen werden.
 Zum Schluß noch ein Tipp: Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Fehlstellen bei den ersten Abformungen sind normal. Hier muss man erst einmal etwas Gefühl entwickeln.
Weiterverarbeitung
Die Folien können mittels Skalpell oder Schere in die passende Größe gebracht werden. Besonders flexibel sind die Folien in den ersten Tagen nach der Herstellung, dann gelingen schwierigere Formen besser.
Komplexe Muster stelle ich folgendermaßen her: Auf den Anlagenteil klebe ich selbstklebende Bucheinbindefolie und schneide diese mit dem Skalpell entlang der gewünschten Form aus. Anschließend ziehe ich die Folie ab und übertrage sie auf die Resinfolie. Jetzt kann man mit der Schere auch komplizierte Formen sehr exakt ausschneiden.
Farben auf Kunstharzbasis sind für die Farbgebung gut geeignet, wenn man sie etwas verdünnt, um die feinen Fugen nicht zu verkleben. Auch Acrylfarben können verwendet werden, allerdings ist die Trocknungszeit deutlich länger. Wichtig erscheint mir, dass die Grundfarbe sehr hell angelegt wird, damit man die Fugen mit einer dunkleren, aber stark verdünnten Farbe betonen kann.
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