FCS-Abzweig im Eigenbau
Natürlich kann man eine Abzweigung (bei der Modellbahn würde man von Weiche sprechen) auch kaufen. Aber der Reiz des Systems liegt für mich in der einfachen Technik, die damit viele Eigenbaumöglichkeiten mit Bordmitteln erlauben.
Eine Weiche für das FCS ist relativ leicht zu realisieren. Sie beruht darauf, dass der Fahrdraht gute Federeigenschaften hat. Ein Weichenantrieb biegt den Draht in die jeweils benötigte Richtung.
1. Meine Strassentrasse besteht aus 8 mm starkem Pappelsperrholz. In den Abzweigbereich habe ich mit einer kleinen Oberfräse eine kreissegmentförmige Vertiefung herausgearbeitet. Die Tiefe sollte so gewählt werden, dass der Fahrdraht sich ohne Probleme darin bewegen kann. Ich habe etwa die zweifache Drahtstärke herausgefräst. Zusätzlich wird noch eine rechteckige Vertiefung in der Stärke des Abdeckblechs benötigt. Mit einem Langloch werden die Vorbereitungen beendet.

Segmentförmige Vertiefung für den Fahrdraht und rechteckige für die Abdeckung
2. Das rechtwinkelig abgebogene Ende des Fahrdrahtes wird durch das Langloch unter die Trasse geführt. Im normalen Straßenbereich wird die Lage des Fahrdrahtes mit etwas Sekundenkleber fixiert. In der Vertiefung bleibt der Draht frei beweglich und der Übergang ("Drehpunkt) wird mit Zweikomponentenepoxidkleber (Uhu endfest o.ä.) stabilisiert.

Abzweig vor dem Verschließen
3. Zum Abdecken habe ich ein kleines Stück Neusilberblech (0,1 mm) eingeklebt und mit Feinspachtel egalisiert. Dabei wird tunlichst darauf geachtet, dass der Fahrdraht darunter beweglich bleibt. Ich denke, es muss auch nicht unbedingt Neusilber sein, Ausreichend dünnes und nichtmagnetisches Material (Kunststoff, Messing- oder Kupferblech) sollten auch funktionieren.

Der Abzweig nach dem Verspachteln
4. Als Antrieb wollte ich zuerst mit einem Servoantrieb arbeiten, aber mich dann aber doch für einen Stellantrieb von Conrad entschieden. Der Antrieb wird unter dem Langloch befestigt und der Fahrdraht festgeschraubt. Ausgelöst werden die Weichenantriebe durch Spannungsimpulse (z.B. Reedkontakte).

zwei Weichenantriebe unter der Strasse.

Ein Reedkontakt zum Auslösen des Antriebs (ausreichend dimensioniert) wird in die Straße eingebaut.