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BeitragVerfasst: Sa 6. Mai 2017, 16:47 
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Registriert: Mo 18. Sep 2006, 17:03
Beiträge: 750
... bevor man eine Lok ins Ultraschallbad gibt?


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BeitragVerfasst: So 7. Mai 2017, 07:36 
Hallo,
ich verwende als Reinigungsflüssigkeit Isopropanol und da bin ich etwas vorsichtiger. In der Regel schallere ich nur Räder mit Achsen und Getriebeteile. Den Motor und das Gehäuse lasse ich grundsätzlich außen vor. Evt. (wenn aus Metall) stelle ich den ganzen Antriebsblock ohne Motor ins Bad.

Ich habe auch schon Videos auf YouTube gesehen, da wurde der Motor gleich mitgebadet. Bei organischen Lösungsmitteln wie Isopropanol hätte ich bedenken, dass Schmierstoffe herausgelöst (z.B. Sinterlager) werden, wo ich dann nicht mehr weiß, wo ich schmieren soll. Bei Wasser mit Reinigungsmittel hätte ich Korrosionsbedenken.

Vielleicht bin ich da etwas ängstlich, aber bei mir war es noch nicht notwendig. Wenn ich allerdings vor der Alternative stehe, Motor wegwerfen oder Motor schallern und dann funktioniert er vielleicht wieder, würde ich das zweite probieren.

Gruß aus KerpeN
Helmut


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BeitragVerfasst: So 7. Mai 2017, 11:51 
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Site Admin

Registriert: Fr 8. Dez 2006, 12:39
Beiträge: 1698
MoiN,

es ist natürlich schön anzusehen, wenn man eine ganze Lok ins Ultraschallbad legt und aus allen Lagerstellen die Dreckwolken aufsteigen, aber ich bezweifle, dass man damit wirklich Gutes tut.

1. So ist es zum Beispiel messtechnisch nachweisbar, dass kleine Kugellager nach einer Reinigung im Ultraschallbad ein schlechteres Geräuschverhalten aufweisen als vorher. Die Vibration hinterlässt eben kleine "Scheuerspuren" an der Oberfläche der Kugeln und Laufbahnen. Das ist zwar nicht 1:1 auf die MoBa übertragbar, aber es ist klar: Da, wo Oberflächen aufeinanderstoßen tut sich etwas im Ultraschallbad, was eher unschön ist. Und die bei der MoBa verwendeten Werkstoffe liegen festigkeitsmäßig ziemlich weit unterhalb von Wälzlagerstahl.

2. Es mag Quatsch sein, aber bei den gesinterten Motorlagern hätte ich die Befürchtung, dass ich den in der porösen Matrix eingelagerten Schmierstoff durch das Reinigungsmittel ersetze, das nun keinerlei Schmiereigenschaften mehr hat. In diesem Fall hätte ich mir schnellen Verschleiß und womöglich Korrosion ins Haus geholt.

Folglich kommen bei mir nur demontierte Einzelteile und keine Sinterlager ins Ultraschallbad. Und da finde ich dann die Reinigungsleistungen dann auch gar nicht mehr sooo beeindruckend.


LG,
Wolfgang

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Know-How ist die Summe schlechter Erfahrungen


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BeitragVerfasst: Mo 8. Mai 2017, 06:18 
Hallo Wolfgang,
ich verwende mein kleines Ultraschallreinigungsbad (eigentlich für Brillen) zum Reinigen häufig für Getriebe und Räder, allerdings lege ich die Teile in ein Gefäß mit Isopropanol, dass ich dann in das Wasserbad stelle. Ich finde die Reinigungsleistung trotz der geringen Energiezufuhr gut, vor allem elektrische Kontaktflächen werden sauber. Richtig dicke Schmutzbeläge habe ich allerdings nicht.

Gruß aus KerpeN
Helmut


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BeitragVerfasst: So 14. Mai 2017, 13:11 
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Registriert: Sa 10. Mai 2008, 11:56
Beiträge: 840
Hallo,
--- Motoren behandele ich nicht mit Reinigungsflüssigkeiten. Den Schleifkohlen würde es aber auch nichts ausmachen. Zum Reinigen nehme ich entsprechende Mittel (in Sprühdosen) von Kontakt-Chemie CRC. Z. B. bei Conrad und zu 30% des Preises dort, im Industriefachhandel. Säurefrei. ... Dann noch, man höre und staune, ganz einfaches popeliges Waschbenzin, womit ich dann mittels hartem Pinsel Schmuddel entferne. (Nein, bei mir ist noch keine Farbe verblichen, gelöst oder geschädigt worden. Auch Haftreifen wurden nicht geschädigt.). GEHÄUSETEILE von Lok und Tender baue ich natürlich vorher ab, bzw. lege sie ggf. einfach 20 Minuten in lauwarmes Spüliwasser.
--- Für mich ist es völlig O.K., wenn manche Modellbahner ihre guten Stücke im Ultraschallbad reinigen bzw. verwöhnen. Für mich würde, angesichts dieser Sonderbehandlung, daneben jedoch nur noch ein Pastor fehlen, der während des Reinigungsprozesses dem Modell eine Messe und fromme Sprüche dazu liest.
--- Hatte bislang im Laufe der Jahrzehnte nur wenig Schäden wegen unsachgemäßer Behandlung: 1. "Mettwurst/Butterfinger = fettig" sorgten dafür, dass die Lackierung von Roco V188 hinüber ist. Gleiches bei Brawa-Güterwagen, in die ich mit minimal Ponal-Leim wasserlöslich etwas Echt-Ladegut eingesetzt hatte. Und zwei Arnold-Hochbordgüterwagen ruiniert ich auch schon; wollte Holzspänchen auf einem Pappstücken einkleben. Mit Revell und einen mit Pattex-alt-Universal-Dauerelastisch. Letztere Variante, damit man das leicht wieder herausnehmen kann. Hatte beides den Effekt, dass der Kunststoff der Güterwagen am nächsten Tag völlig weich, verbogen, verbeult und verzogen war.
(Aber alles in allem machen mir diese kleinen Ärgernisse und Defekte gar nichts mehr. Ich nehme ein solches, von mir ruiniertes Modell, oder ein solches was werksseitig immer wieder für Ärger sorgt ... und jawoll ... pfeffer das ganze Modell einfach in die entsprechende Mülltonne. Aus den Augen, aus dem Sinn + kein Ärger mehr. Sorgt für gute Laune. Nein, bei ebay verkaufe ich nichts mehr. Jeder kann sich dort genügend Teilchen zerlegter Modelle zum 150-300% überzogenen Preis selbst kaufen und die Verkäufer bereichern. :lol: )

MfG

Michael


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BeitragVerfasst: Mi 24. Mai 2017, 14:41 
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Registriert: Mi 24. Mai 2017, 14:05
Beiträge: 7
Ich würde Elektroteile wie Motoren niemals ins Wasserbad geben.
Auch bei kleinen Kugellagern, anderen gefetteten Teilen und geschlossenen Bereichen wäre ich vorsichtig, wenn ich hinterher nicht garantieren kann, dass ich alle Reinigungsflüssigkeit wieder herausbekomme und nachfetten kann.
Sollte mal doch irgendwo Wasser eindringen, lege ich die Lok unter den Fön (hab mir einen provisorischen Halter gebaut) und lasse sie dort einige Zeit auf niedrigster Heizstufe befönen.
Oder ich lege sie auf die Heizung nur da läuft sie Gefahr, herunterzufallen.


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