Interessantes Ladegut

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Re: Interessantes Ladegut

von MHAG » 03 Jun 2026, 22:58

Hallo Ralph,

erstmal danke für Deine Mühen! :)
Allerdings bin ich der AI gegenüber sehr skeptisch, vor allen wegen der Aussage mit der Drahtabdeckung. Wie sollen die dünnen Drähte sowas zuwege bringen?
Falls der Alu-Schrott jedoch extrem leicht und feinteilig war (z. B. dünne Folienreste oder feine Späne), griff man weder zu Planen noch zu Kunststoffnetzen, sondern zu einer ganz spezifischen Methode: Drahtabdeckungen.
Da würde ich eher die Plane wie im ersten Bild hier verwenden:
viewtopic.php?p=16890#p16890
Die Plane kommt dabei ja nicht mit dem Schrott in Berührung; aber sowas weiß eine AI ja nicht... :roll:
Wenn, dann könnte ich mir noch vorstellen, dass über die gespannten Drähte die Plane gelegt und dann stramm gezogen wurde. So würde der Abstand der Plane zum Schrott sichergestellt.
Dann braucht man den "Feinschrott" nicht nachbilden, da reicht die gespannte Plane.
Also den "Grobschrott" nachbilden, wenn's interessant aussehen soll ;)


Noch eine kurze Anmerkung zu KI (Künstliche Intelligenz) oder besser AI (Artificial Intelligence):
Der ursprüngliche amerikanische Begriff "intelligence" ist eigentlich übersetzt "Informationsbeschaffung", siehe das Zitat zur CIA:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name: Wikipedia
Die Central Intelligence Agency, offizielle Abkürzung CIA, ist ein Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten. Im Gegensatz zu den anderen US-Nachrichtendiensten, insbesondere der National Security Agency, liegt der Schwerpunkt der CIA eher in der Beschaffung von Informationen
Das hat erst mal nichts mit dem deutschen Begriff "Intelligenz" zu tun...
Oder will das jemand übersetzen mit "Zentraler Intelligenz Agentur"? Könnte man ja auch machen :lol:

Deswegen gefällt mir der Begriff "Künstliches Wissen" (oder der englische Begriff AI) eigentlich besser, denn es wird ja "nur" aus einer riesigen Datenbasis die Information mit der höchsten Wahrscheinlichkeit gefiltert und kombiniert. Aber das sehr schnell. Und teilweise mit "Phantasie", selbst schon live erlebt :shock: :mrgreen: Daher auch meine Skepsis gegenüber so einem Werkzeug.

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Interessantes Ladegut

von alsimera » 03 Jun 2026, 12:26

Hallo Michael,
ich habe dazu mal die KI befragt und folgende Antwort erhalten:
Im Jahr 1970 wurden bei der Deutschen Bundesbahn (DB) zur Abdeckung und Ladungssicherung in offenen Güterwagen standardmäßig textile Planen (die sogenannten Wagendecken) verwendet, während moderne Ladungssicherungsnetze aus synthetischen Kunststoffen in ihrer heutigen Form noch nicht existierten.Der historische Kontext um 1970Die klassische Wagendecke: Für leichte, lose oder nässeempfindliche Güter kamen schwere, imprägnierte Planen zum Einsatz. Diese wurden über die Ladung oder über spezielle Firststangen (wie bei den Rungenwagen) gespannt und mit Seilen an den dafür vorgesehenen Ösen und Haken der Waggonwände festgezurrt.Keine modernen Netze: Die heutigen, engmaschigen und hochfesten Ladungssicherungsnetze aus Polypropylen oder Polyester für leichtes Schüttgut oder Abfälle kamen erst deutlich später mit dem Aufkommen moderner Kunststoffe und angepasster UIC-Verladerichtlinien auf.Drahtgeflechte als Alternative: Wenn Güter zwar gegen Verwehen gesichert, aber nicht vor Nässe geschützt werden mussten (z. B. bestimmter Schrott oder leichtes Holz), griff man 1970 alternativ auf das Verzurren mit ausgeglühtem Stahldraht oder temporären Holzeinbauten zurück, statt Netze zu spannen.Spezialwaggons im Aufkommen: Anfang der 1970er Jahre begann die DB zudem, verstärkt Güterwagen mit eingebauten, mechanisch verschiebbaren Planen- oder Schwenkdächern (wie die Gattung Taems) einzusetzen, um das händische und aufwendige Verzurren von losen Planen abzulösen.
Nach einer Präzisierung auf den Wagentyp und leichten Aluschrott kam folgendes heraus:
Beim Transport von Aluminiumschrott in einem vierachsigen Eaos-Güterwagen der Deutschen Bundesbahn um das Jahr 1970 gab es bezüglich der Ladungssicherung eine wichtige historische Besonderheit: Der Wagen wurde in der Regel überhaupt nicht abgedeckt, da Aluminium-Stanzabfälle, Bleche oder Gussbruch als schwer genug galten, um durch die hohen Seitenwände des Eaos gesichert zu sein.
Falls der Alu-Schrott jedoch extrem leicht und feinteilig war (z. B. dünne Folienreste oder feine Späne), griff man weder zu Planen noch zu Kunststoffnetzen, sondern zu einer ganz spezifischen Methode: Drahtabdeckungen.
## Die Ladungssicherungsmethoden im Detail

* Offener Transport (Standard): Der Eaos (beschafft ab Ende der 1970er Jahre in Großserie als Eaos 106, erste Prototypen/Vorgänger liefen bereits um 1970) besitzt 2 Meter hohe Stahl-Bordwände. Industrieschrott wurde so geladen, dass er unterhalb der Obergurte blieb. Der Fahrtwind konnte schweren Metallschrott nicht herabwehen, weshalb ein offener Transport ohne Abdeckung die Regel war.
* Ausgeglühter Stahldraht (Drahtabdeckungen): Um zu verhindern, dass leichte Aluminiumteile durch Verwirbelungen aus dem Wagen gesaugt wurden, wurde Spreizdraht oder ein Geflecht aus Bindedraht verwendet. Die DB-Eaos-Wagen besaßen für diesen Zweck spezielle Haken direkt unterhalb des Obergurtes. Der Draht wurde kreuzweise über die Ladung gespannt und festgezurrt.
* Warum keine Planen (Wagendecken)? Planen wurden für Schrotttransporte strikt vermieden. Scharfkantige Aluminiumbleche, Stanzreste oder Profile hätten die teuren, schweren Textilplanen der Bundesbahn beim ersten Bremsmanöver oder durch das Rütteln während der Fahrt sofort zerschnitten.
* Warum keine Netze? Die heute üblichen, flexiblen Kunststoff-Sicherungsnetze (oft grün oder schwarz) kamen erst Jahrzehnte später auf. 1970 gab es schlicht kein reißfestes und zugleich schrottresistentes Kunststoffgewebe für diesen Einsatzzweck.
Vielleicht beantwortet das ja ein paar Fragen.

Gruß Ralph

Re: Interessantes Ladegut

von MHAG » 03 Jun 2026, 10:23

Hallo,

ich überlege gerade, woraus man eine solche "leichte Schrottladung" basteln könnte.
Spontan fallen mir da Lamettastreifen ein, aber auch verschiedene Topfreiniger und Stahlwolle könnten ein paar "Krümel" beisteuern. Als "feine Profile" könnten die Litzen aus der Antennenkabelabschirmung dienen (es sollte ja alles alufarben aussehen), dazu noch ein paar feine Schnippsel vom Joghurtdeckel. Das Netz lässt sich dann mit Gazeband aus der Geschenkbandrestekiste basteln.

Gab es solche Netze eigentlich schon um 1970 oder wurde damals eine Wagendecke drübergespannt?

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Interessantes Ladegut

von InterCargo » 03 Jun 2026, 09:45

Hallo in die Runde,

Eisen- und Stahlschrottladungen sind in der Regel schwer und werden bei der Bahn in offenen Wagen eher selten bis über die Höhe der Bordwände hinaus verladen.

Anders verhält es sich bei sogenanntem "leichten Schrott."

Hier ein Beispiel:

Ein vierachsiger Eaos-Wagen, der bis oben hin mit leichtem Schrott beladen angetroffen worden ist ...

Bild

Wie zu sehen, müssen diese Ladungen nach den Beladevorschriften der Bahn mit einem Netz gesichert werden, damit der Fahrtwind und Luftverwirbelungen nicht unterwegs zu Ladungsverlusten führen.

Freundlich grüßt

der

InterCargo

Re: Interessantes Ladegut

von InterCargo » 22 Mai 2026, 20:02

Hallo,

ich habe hier ein Bild von einem vierachsigen Eaos-Wagen der SBB, allerdings kann ich euch die eigentliche Ladung gar nicht zeigen. Vielleicht ist es aber trotzdem ganz interessant.

Schaut mal hier ...

Bild

und dann hätte ich da noch ein paar Räderfahrzeuge ...

Bild

Es grüßt euer

InterCargo

Re: Interessantes Ladegut

von InterCargo » 19 Mai 2026, 12:23

Moin Otto,

diese Rohrladung ist mit Holzzwischenlagen verladen worden und man hat die Rungen des Flachwagens aufrecht gestellt und arretiert. Zusätzlich hat man Bänder zwischen den gegenüberliegenden Rungen gebunden und damit die Ladung sozusagen "niedergebunden" und nach oben gesichert.

Auf meinem Bild ist zu erkennen, dass die Ladung an einem Ende kurz vor zwei gegenüberliegenden Rungen endet. Deshalb bekam man beim Binden der Bänder zwischen diesen beiden Rungen nicht genug Spannung auf das Band - und hätte sich diese Bindung auch gleich sparen können - da gebe ich dir recht :!:

Allerdings ist meines Erachtens die Ladungssicherung dieser Röhren auf diesem Wagen voll funktionsfähig und in Ordnung.

Schöne Grüße vom

ICG

Re: Interessantes Ladegut

von arnold160 » 19 Mai 2026, 10:36

Moin
Mal abgesehen von der 🫟 der Rohrverschlüsse,
Kann es sein dass die Ladung etwas nachlässig gesichert ist?
Gruß Otto

Re: Interessantes Ladegut

von MHAG » 19 Mai 2026, 00:25

Hallo lnterCargo!

Igitt! :lol: Diese Farbe kommt mir nicht auf einen Güterwagen! :mrgreen: Da braucht man ja eine Schutzbrille :geek:
Was die Bahn so alles transportieren muss... :roll:

Könnte man -- auch mit anderen Farben ;) -- nachbauen mit schwarz gefärbten Zahnstochern, bei denen von der Spitze der größte Teil (bis auf 1mm) entfernt wird. Diese etwas dünnere "Restspitze" dann in gut deckende Lackfarbe tauchen und hängend trocken lassen (durch das dünnere Ende sollte es mit Farbe nicht dicker werden). Nach dem Trocknen mit der anderen Seite genauso. Danach kann man die "Rohre" zwischen den Rungen des Wagens stapeln.

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Interessantes Ladegut

von InterCargo » 18 Mai 2026, 15:50

Hallo Freunde,

ich habe da noch etwas für euch, mit etwas mehr Farbe ... 8-)

"Rohre mit Kappen" auf einem vierachsigen Flachwagen

Bild

Schöne Grüße

vom

InterCargo

Re: Interessantes Ladegut

von arnold160 » 16 Mai 2026, 08:51

Moin werte Mobahner,
das Problem mit der massiven Schiene kann man mit Selbstsuggestion lösen...
Stellt euch vor ein BW wird aufgelöst und abgerissen. Da liegen auch die Schrottachsen rum.
Und ein Schwerlastbrückenkran. Der läuft auf hohen schweren Schienen. Kran muß auch weg.
Da hat der Verlader sich gedacht, stapeln wir auf den Kranschienen die Achsen und schicken das so zum Verwerter.. :lol:
Aber ich bin mit der farblichen Gestaltung nicht zufrieden.
Mal schauen.
Gruß Otto

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