Exitus, Super Gau. Anlage tot.

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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 17 Jun 2026, 10:17

Guten Morgen
Super MHAG das du dich so in die Digitalisierung rein arbeitest. Da ich das achte Lebensjahrzehnt begonnen habe und die Hirnleistung auf Grund des intensiven Genußes der Produkte des hiesigen Wein- und Getreideanbaus ( Riesling bevorzugt ) auch nicht mehr die beste ist, will ich alles ganz einfach haben.
Ich habe bei Samms710 gesehen wie schnell und einfach ein Relaiswechsel abläuft, wenn da ein Fehler vermutet wird. Relais aus der Fassung, neues rein, weitergehts. Bei Digitaltechnik ist das aufwändiger, wie ich bei der alten Anlage feststellen musste.
Ausserdem ist für meine Entscheidung die Bauform der Anlage auch entscheidend. Ein Modul legste auf den Küchentisch und kannst arbeiten sagt Intercargo immer. Über Kopf mit Schutzbrille unter der Anlage liegen weil stationär, und dann Sachen verdrahten, ist nicht so prickelnd aus vielerlei Gründen.
Unten als Beispiel wie ich mir das vorstelle:

Bild

Stellpult primitiv aber alles da was ich brauche, Drucktasten für Stromkreise, gegenseitig auslösend.

Bild

Zu steuernder Anlagenteil.

Bild

Verdrahtung zum Anlagenteil

Bild

Unterm Stellpult die Relais und Diodenmatrix. Programmieren durch schnelles Umlöten der Dioden.
Der Verdrahtungsaufwand wird m.E. bei Einsatz von Digitalkomponenten nicht wesentlich geringer, es sei denn Modulbauweise.

Wie immer freundlich grüßend der Arnold160

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von Samms710 » 16 Jun 2026, 19:14

Hallo arnold160,

gute Entscheidung deine Anlage nach dem Super Gau wieder ans laufen zu bekommen.

Du hast eine Frage nach Gleisplanzeichnung gestellt.
Welches Programm nutzt ihr um Gleispläne zu zeichnen?
Meine Gleispläne erstelle ich mit „excel“
Die fertige Gleisplan Zeichnung übertrage ich dann auf die Stellwerksplatte indem ich den Gleisplan auflege
und mit einer Nadel die Gleiseckpunkte auf die Stellwerksplatte markiere.
Danach werden die Gleise mit einem dicken schwarzen Edding von den Eckpunkten nachgezogen.
Ich sende dir mal als Beispiel meine Datei vom Stellpult Modul 3 (Monsterwende).

Freundliche Grüße aus KEU, Samms710

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 16 Jun 2026, 16:31

Hallo Arnold160!

Danke für die Info, sehr interessant! :-)
Ich hatte mich etwas missverständlich ausgedrückt :oops: denn ich habe Deinen Text so interpretiert, dass Du zwischen PC und Weiche die Relais hast. Ok, Du hast statt dessen die Transistoren drin (für die Kondensatorschaltung jedenfalls besser). Aber die Weichen hängen nicht direkt am PC... das ist wahrscheinlich auch viel gesünder für den PC :mrgreen:
Aber da kommt ja ganz schön was zusammen:
48+2 Leitungen für die Weichen
24+1 Leitungen für die Relais
5+1 Leitungen für die Kehrschleifen
Sind 77 Steuerleitungen, die der PC ansteuern muss! Das ist schon eine Hausnummer :o
Die Sensorleitungen hin zum PC sind da noch nicht dabei...
Da bräuchte man beim Arduino eigene I/O-Bausteine, soviele Pins "nach draussen" hat der meines Wissens nicht.
Also ist Deine Idee mit der Diodenmatrix vielleicht günstiger.

Weshalb ich da so genau nachfrage:
Ich bin auf die Idee gekommen, mit Standard-Digitalbausteinen die Steuerung meiner Anlage aufzubauen, also ein selbstgebautes Gleisbild-Stellpult mit den "China-Tastern", dann Encoder, um die Taster-Info in eine Zentrale zu bekommen, aus der Zentrale geht dann ein Bussystem, das zu Decodern bei den Weichen oder Schaltrelais führt. Auch auf der Anlage kann es Encoder geben (für Sensoren etc. -- evtl. ein Rückmeldebus?), die ihre Info per Bussystem an die Zentrale schicken, und von dort werden Anzeigen-Dekoder im Stellpult gesteuert. Ob das ein sinnvolles Konzept ist, weiß ich noch nicht. Aber es würde viele Leitungen zwischen Steuerpult und Anlage einsparen.
Dein System hat einige Elemente (z.B. die Relais) ähnlich umgesetzt, nur halt noch ohne Bus, aber mit einer zentralen Steuerung durch den PC. Also scheinen zumindest Teile meiner Idee machbar...

Nachdenkliche Grüße 8-)
Michael

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 16 Jun 2026, 12:35

Hallo MHAG
Leider hast du die Weichen vergessen. Es gehen allein 50 Kabel für 24 Weichen und Weichenmasse unter die 2 Platten. Die Platten kann man zum Transport in der Mitte trennen. ( Mit der Flex :D ) Die restlichen Kabel verteilen sich auf Stromkreise und Zuleitungen zu den Lichtschranken, also ca.70..... :oops:
Unten ein Foto, von links nach rechts die Kleinleistungstransistoren zur Weichenschaltung, was ich jetzt mit Relais machen möchte.
dann die Kehrschleifenrelais, daneben die Stromkreisrelais. Alles vom Pc gesteuert.
Die Weichen wurden mit Kondensatorentladung gesteuert, insgesamt 4X 4700 müF. Zeitfolge von einer Sekunde für erneute Aufladung.
Vorteil Durchbrennschutz der Antriebe, wenn entladen dann nix Strom mehr durch die Spule, das hat die ganzen Jahre gut funktioniert.
Wenn ich die Transistoren der Weichensteuerung wieder über Diodenmatrix und Taster ansteuern könnte, hätte ich Platz und Relais gespart.

Bild

Welches Programm nutzt ihr um Gleispläne zu zeichnen? Ich hab das alles nur auf Papier, und das ist ziemlich vergilbt :mrgreen:
m.f.G. Arnold160

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 16 Jun 2026, 00:07

Hallo Arnold160,

Danke für Deine Beschreibung! :) Scheint ja recht sinnig gebaut worden zu sein, wenn ich das halbwegs richtig verstanden habe... ;)
Was mich noch sehr interessieren würde: Um wieviele Leitungen zwischen Steuerung und Anlage handelt es sich denn? Das sind ja nur, wenn ich das richtig interpretiert habe, die Leitungen von den Sensoren/Lichtschranken und zu den Relais; denn für die "Taster" ist ja der PC zuständig.
Ich frage nur deshalb, weil ich zur Zeit drüber nachdenke, wie ich meine (analoge) Steuerung aufbauen könnte. Und da ist erstmal jede Idee interessant ;)

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 15 Jun 2026, 21:10

Hallo Michael,
Durch Verwendung des PC hab ich mir den Bau eines Stellpults gespart. Es ist ein Zahlen und Buchstabenblock vorhanden. Zahlen 1 bis 0, Buchstaben A-F zur Programmierung der Maschinensprache binäres System. Der PC schaltete die Stromkreise, bezeichnet mit Zahl / Buchstabe auf Eingabe am Tastenblock.
Da ich keinen großen Schattenbahnhof wollte, gab es 3 Abstellmöglichkeiten . 2 Kehrschleifengleise und ein Parkgleis in eine Richtung. Es mussten für einen abwechselungsreichen Betrieb 3 Züge gefahren werden, die in unterschiedlicher Reihenfolge vom PC gesteuert wieder in den Bahnhof aus beiden Richtungen einfuhren. So verschwand nicht ein Zug im Loch und kam dann an anderer Stelle wieder raus, sondern ein völlig anderer. Der rein gefahren ist wurde in Kehrschleife oder Richtungsgleis geparkt, das vorher leer gefahren wurde. Gesteuert wurde der Ablauf vom PC mittels im Gleis verbauten Infrarot Lichtschranken. Die Relais der Kehrschleifen wurden nach Programierung und Gleiskontakt geschaltet. Für jede Fahrtrichtung gab es eine Kehrschleife .So war eine gewisse Automatik gegeben, die ich nach Bedarf durch Tasteneingabe steuern konnte. D.h. das Ablaufprogramm wurde gestoppt, ich nahm einen Zug raus, der neue wurde auf einem Übergabegleis dann dem PC wieder übergeben. Der jeweilige Programmablauf wurde regelmäßig vom PC unterbrochen und ich konnte über Tasteneingabe manuell rangieren und Fahrziele eingeben. Auf die 2 Bahnhofsgleise hatte nur der PC für seine Zugsteuerung über die Infrarot Lichtschranken Zugriff. Der PC steuerte also sämtliche Abstell und 2 Übergabegleise nach meiner Tasteneingabe.
Das waren 23 Weichen und über 30 Stromkreise, 5 Lichtschranken, 2 Kehrschleifen.
Ich hoffe ich habe das ungefähr und plausibel beschrieben.
Auf beleuchtete Signale hab ich verzichtet. Hätte den Aufwand zur Steuerung nur unnötig erhöht, und der Betrachter einer stationären Anlage achtet da eh nicht drauf sondern nur auf die fahrenden Züge.
Die Lichtschranken sollten noch alle funktionieren, die Stromversorgung und Steuerleitungen für Diode und Empfangstransistor sind auf Sub D nach aussen geführt, also noch verfügbar. Ebenso sind alle Netzteile für Relais und Lichtschranken noch vorhanden.
Aber erstmal muß ich die Reste des alten PC entkernen und entsorgen, bevor ich mich um die neue Planung kümmern kann.
Es geht immer weiter..... :lol:
Freundlich güßt der Arnold160

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 15 Jun 2026, 15:13

Hallo Arnold160!

Ich will Dich garantiert nicht zu den Arduinos überreden -- mit anderen Microcontrollern (PIC-Familie) habe ich das mit dem Voranschreiten der Technik auch schon erlebt... Bei den AVRs (die verstecken sich hinter den Arduinos) glaube ich allerdings nicht, dass die plötzlich inkompatibel werden. Egal, der geringste Aufwand mit maximalem Effekt ist gefragt ;)
Bei Samms710 gab es ja die genaue Spezifikation, was gewünscht ist, da kann man dann gut eine Abschätzung machen, wie man das am besten umsetzen kann. Ich habe damals auch schon mit einem Arduino überlegt, aber der Aufwand wäre sogar noch etwas größer geworden als nur mit Relais. Die Umsetzung hätte Samms710 aber bestimmt auch mit dem Arduino hinbekommen, so schlimm sind die Dingerchen nicht zu programmieren...
Bei meinem Bahnübergang habe ich mal beide Varianten verglichen, da hat der Arduino gewonnen, mit diskreter Elektronik und Relais wären die Kosten wahrscheinlich explodiert bei mehrfachem Platzbedarf.
Ich bin ja garnicht neugierig... :oops: ... aber mich würde schon interessieren, was die alte Steuerung gemacht hat bzw. was Du da jetzt wofür brauchst oder haben willst. Vielleicht kann ich (oder wer anders) da wieder Ideen klauen (oder beisteuern), die Schaltung von Samms710 hatte ich in vereinfachter Form schon mal für einen Kumpel skizziert -- und jetzt werde ich sie auch selber einsetzen, denn ich habe einen zweigleisigen Abzweig im Untergrund geplant. Da schon alles geplant und dokumentiert ist, brauche ich das nur noch nachzubauen :lol:
Vielleicht beschreibst Du nach dem Eierlikörchen :lol: mal, was Du da vor hast -- ich glaube, dass nicht nur ich neugierig bin :mrgreen:

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 15 Jun 2026, 09:52

Hallo Michael
Ich habe mir das auch schon mit den Microcontrollern überlegt. Habe mich aber aus folgenden Gründen dagegen entschieden:
1) Mein Alter. Und die Technik geht so schnell vorwärts ,da sind die Dinger in 10 Jahren veraltet und ich habe wieder das Problem, falls was kaputt geht, nochmal von vorne anzufangen. Falls ich dann noch dazu in der Lage bin. :mrgreen:
2) Die Reparaturfreundlichkeit. Ich habe jetzt beim Sechsachser gesehen wie leicht einfache Schaltungen, die von dir super entworfen und dokumentiert, zu entstören sind, und selbst als nicht Erbauer eine Chance hat, fremde Anlagen wieder ans laufen zu bringen aufgrund der *primitiv*
Technik.
3) Der Materialaufwand. Was ich brauche für Diodenmatrix ( falls ich das so mache ) und an Relais ist alles in meinem Fundus vorhanden.
Eng wird es bei Litze für Sub D Stecker und Buchsen, die dürfen ja nur einen bestimmten Durchmesser haben und gut Strom leiten können.
Und natürlich die billigen Chinataster, die Mobahner ja immer gern verwenden. Weiteres Baumaterial wie Holz u.s.w. hat ja jeder Mobahner im Vorrat.
4) Der finanzielle Aufwand hält sich in Grenzen, und das imaginäre eingesparte Geld kann ich dann in eine gut erhaltene Taigatrommel oder Ludmilla investieren :D
5) Ich bin Spielbahner und die Anlage muß möglichst immer sofort laufen, ohne das ich im Schattenbahnhof rumkrieche oder Fehler beseitige bevor überhaupt ein Zug fährt. Aber das ist ja auch von der Qualität und dem handwerlichen Geschick des Erbauers abhängig.
Den alten PC wollte ich auch nicht mehr reparieren, da wie du sagtest die IC nicht mehr verfügbar sind, die CPU`s in Maschinensprache programiert waren und ich keinen Eprommer und UV Löschgerät mehr habe. Ich schlechte Augen habe und die Verdrahtung der Europakarten mittels Fädelstift und hauchdünnem Lack isoliertem Kupferdraht ausgeführt war. Und darauf Fehler zu suchen muß ich jetzt nicht mehr haben. :mrgreen:
Also, trinken wir noch ein Eierlikörchen, das Leben muß ja irgendwie weitergehen. :lol:
Gruß an Alle
Der Arnold160 der...u.s.w.

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 14 Jun 2026, 15:45

Hallo,

sowas ist immer nicht besonders toll... :(
Die Frage ist bloß, hab ich Bock drauf die Steuerelektrik neu auf zubauen ?
Wenn der erste Ärger verfloge ist, hoffe ich doch sehr, dass Du die Energie zum Aufbau findest. Es wäre zu schade um die Anlage. Und Du scheinst ja immerhin eine Dokumentation zu haben, die dabei viel Analysezeit sparen kann.

Die Elektronik ist nicht mehr reparabel? Ok, könnte schwierig werden, solche Chips zu bekommen... Lässt sich die Logik vielleicht mit einem Arduino simulieren? Das geht manchmal schneller und viel billiger als "auf althergebrachte Weise".

Eine gute Entscheidung wünscht 8-)
Michael

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 13 Jun 2026, 18:42

Hallo
mein Abriss ist natürlich nichts im Vergleich mit Womo. Ich hab mir seinen Abschiedsfilm auf You Tube angeschaut und ich ziehe den Hut vor der Entscheidung das Hobby dran zugeben. Respekt.
Grüße von Arnold160. Natürlich freundlich.

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