Meine neue Anlage

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scabaNga
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Re: Meine neue Anlage

Beitrag von scabaNga »

Hallo Eduard
PS: Mike du hast dir für Deinen Besuch das richtige "Biergarten-Wetter" ausgesucht :D :D
Da hast Du Recht, war und bin ganz schön am Schwitzen

Im Moment sitze ich im wohltemperierten ICE-T von München nach Halle, da kann man es ganz gut aushalten! 8-)

Viele Grüße
Mike
Sollte ich es vergessen :o
Viele Grüße
Mike
~~~~~~~~~~
Anlage im Bau mit MTX und Peco Code 80
5qm U mit ca. 100m Gleislänge
Fahren, Schalten und Melden mit Rautenhaus RMX7 bzw. SLX
Steuerung mit TC 9 Gold
LAG-Isartalbahn
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Re: Meine neue Anlage (Schrankenanlage)

Beitrag von LAG-Isartalbahn »

Hallo Michael,

ich möchte deinen Erfahrungsbericht um meine Gedanken dazu ergänzen.

Als erstes die "Melder" die für mich nicht in Frage kommen:
  • Reedkontakte und Hallsensoren:
    Ergänzend zu deinen Argumenten stört mich daran, ich bin auf eine "feste" Reihung der Wagons angewiesen. Soll heißen ich kann meine Züge von "Einsatz zu Einsatz" nicht frei gestalten und der Einsatz von Fahrzeugen anderer "Eisenbahnern" am Zugende ist nicht möglich! Ich habe auch schon von Schäden und "falsch Meldungen" von beiden Sensortypen durch "fremd Magnetfelder" gehört (Relais Platinen die in der Nähe angebracht waren oder Bohrmaschinen die nahe an den Sensoren benutzt wurden!).
  • Kontaktgleise:
    Hier gilt für mich das störende Aussehen im Gleisbett und die Montage, bei einem Defekt dürfte das Auswechseln nicht ohne Schäden möglich sein
Melder die für mich in Frage kommen:
  • Infrarot-Lichtschranken
    Die Lichtschranken haben eine Reichweite von 80-200 mm (Datenblatt Fa. Busch hab einfach mal die genommen). Deinen Argumenten dafür ist eigentlich nicht zu Widersprechen! Meine einzigen Einwändchen sind, wie schon geschrieben, die "Integration in die Landschaft" und was machst Du bei Parallelgleisen bei denen eine getrennte Erfassung gebraucht wird (Gleisabstand). Nicht zu Vergessen eine Fremdlicht Empfindlichkeit. Ok sind jetzt nicht die "super" Argumente die auch nicht zur Ablehnung meiner Seits führen. :oops:
  • Reflexions-Lichtschranken
    Ich unterstelle Dir jetzt einfach, dass Deine Versuche damit schon etwas zurückliegen. Ich habe mir die Bausteine der Fa. Joka angesehen (Besitze einen Baustein älterer Bauart) bei meinem damaligen Versuchen war das Ergebnis gut, waren nur provisorische "Funktionstest" kein Praxistest. Laut Joka Internetseite gibt es einen neueren Baustein mit Verbesserungen. Die Reichweite ist bei weißer Reflexionsfläche ist 120 mm, ich nehme an bei Einbau unter dem Trassenbrett kommt man auf maximal 50 mm zur Fahrzeugunterseite. Keine "Integration in die Landschaft" nötig da unter dem Gleis und keine Fremdlicht Empfindlichkeit. Mein Persönlicher Favorit nicht ganz frei von einer Art Betriebsblindheit :oops: :roll:?
Melder die ich auch nicht auf dem "Schirm" hatte:
  • Elektronische Belegtmelder (Digital oder Ähnliches)
    Ja sie währen schon sehr Elegant und hätten dann bestimmt noch einige Zusatzmöglichkeiten die man jetzt nicht so im Kopf hat.
Meine Idee war eigentlich eine "Universale Schrankenanlage" für analog und digital. In meinem Fall war der Gedanke einen Bahnübergang zu Bauen der die Bewegung der Schrankenbäume und den Ablauf um den BÜ bei seinem Betrieb inklusive der automatischen Auslösung des BÜ bei der Annäherung bzw. erfolgter Durchfahrt eines Zuges. Selbstverständlich in beide Richtungen. Es sollte eine Art Baustein sein der für ein eingleisige Strecke genauso Verwendbar ist wie für eine mehrgleisige Strecke (eventuell mit kleinen Änderungen in der Steuerung). Eine Art Integration (mit Einschränkungen) in ein Digitales System muss ja nicht ausgeschlossen sein?

Ich hoffe das meine Erklärung einigermaßen Verständlich ist.

Zu meiner Tendenz zu "fertig Bausteinen", ich bin ein Anhänger der These "wenn es was Fertiges gibt, das für mich passt - muss ich das Rad nicht neu Erfinden". Was nicht heißt das ich eigen Konstruktionen ablehne, es gibt bestimmt fertige Steuerungen für Bahnübergänge :lol: :roll: .

Sicher wird es eine Lösung geben die Irgendwie einen großen Teil der "Melder" mit geringen Aufwand "anschließbar" macht :idea: :lol: !

Werde mich fürs Erste mit der Programierung des Arduino-Bausteins beschäftigen und dann sieht man weiter.

Noch ein Bild von meinem noch nicht fertigen Bahnübergangs-Wärterhaus mir Garten.
Übrigens in dem Ziegenstall ganz rechts ist der Lautsprecher für die Geräusche versteckt.
Bild

schöne Grüße
Eduard
MHAG
Beiträge: 1519
Registriert: 21 Jan 2019, 01:09

Re: Meine neue Anlage

Beitrag von MHAG »

Hallo Eduard,

die Busch-Lichtschranken kommen schon allein wegen ihrer Form für mich nicht in Frage! Das ist Old-Style aus den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts :lol:
Nein, wenn schon ein Arduino werkelt, kann der ja auch gleich einen IR-Fototransistor auslesen (anstatt einer fertigen Lichtschranke); ist kein Hexenwerk, dafür hat er ja 8 analoge Eingänge. Die sind zwar etwas "langsamer" (wegen AD-Wandlung), aber für unsere Zwecke mehr als ausreichend ;) Und als Sender eine IR-LED ist auch kein Problem. Wenn man´s ganz professionell machen will, kann man das auch takten.
Die "Portale" zum Durchfahren/Unterbrechen könnten dann eine IR-LED neben dem Gleis im Schotter und ein IR-Fototransistor auf der anderen Gleisseite in einem Baum, an einer Fernsprechbude, an einem Mast oder Signal, an einem Bauwerk,... sein; so einen kleinen Knopf kann man gut wegtarnen. Dann ist auch die Mehrgleisigkeit kein unüberwindliches Problem. Es braucht halt jedes Gleis seine eigenen Portale.
Dadurch, dass ich ab der Einfahrt in den BÜ-Bereich von den Einfahrkontakten umschalte auf die BÜ-Lichtschranke, kann ab der Ausfahrt (=Ende der Unterbrechung im BÜ-Portal) eine Verzögerungszeit anlaufen, nach der die Schranken öffnen.
Eine Fahrt von A nach Z über den BÜ sieht dann so aus:
  • Zug kommt aus A, BÜ ist geöffnet (Zustand=AUF)
  • Zug fährt durch die beiden Portale A1 und A2, wobei die Richtung erkannt wird und das Schließen beginnt (Zustand=ZU)
  • Schranke ist geschlossen, die beiden Portale A1 und A2 werden nicht weiter beachtet, Zug fährt zum BÜ (Zustand=ZU)
  • Zug kommt zum BÜ-Portal und setzt neuen Status (Zustand=WARTEND/ZU)
  • solange der Zug das BÜ-Portal immer wieder unterbricht, bleibt der Zustand=WARTEND/ZU
  • Sonderfall: ein sehr langer Zug fährt durch den BÜ bzw. ein Zug bleibt im BÜ-Bereich stehen -> solange das BÜ-Portal unterbrochen ist, bleibt der Zustand=WARTEND/ZU
  • wenn der Zug den BÜ verlässt, ist das BÜ-Portal nicht mehr unterbrochen, eine Zeitschleife läuft (Zustand=WARTEND/ZU)
  • wenn die Zeitschleife abgelaufen ist ändert sich der Zustand=AUF und die Schranken heben sich
  • Zug fährt weiter, kommt zu den Portalen Z2 und Z1 (Zustand=AUF)
  • da durch die Richtungserkennung feststeht, dass der Zug vom BÜ kommt, wird am Zustand nichts geändert
  • Sonderfall: Zug wendet und fährt wieder nach A, ohne das BÜ-Portal zu erreichen, dann wird durch die Richtungserkennung bei A2 und A1 erkannt, dass der BÜ wieder geöffnet werden muss (ZUSTAND=AUF)
  • Sonderfall: Zug bleibt vor dem Übergang an einem Bahnsteig o.ä. stehen -> da aber vorher bereits A1 / A2 passiert wurden, ist der Zustand=ZU und ändert sich nicht
In der Gegenrichtung entsprechend.
Bei zweigleisigen Strecken werden die beiden Einfahrportale dann an das jeweilige Gleis gesetzt; nur wenn auch Falschfahrten möglich sind, braucht man die Portale auf beiden Seiten des BÜ je Gleis.
Ob die Schaltung ganz universell ist ;) -- bin mir nicht sicher, zumindest ab zwei Gleisen sollte man sich Gedanken bei Begegnungsverkehr machen, aber wahrscheinlich wird das schon richtig abgehandelt (ich habe mich auf eine eingleisige Strecke erstmal beschränkt, meine zweigleisige hat keinen BÜ). Aber sie funktioniert analog und digital.

Noch eine Bemerkung zum Reflexdetektor:
Die Reichweite ist bei weißer Reflexionsfläche ist 120 mm
Damit muss mann für eine Reflexionsfläche an den Fahrzeugen sorgen -- für mich ein Verhinderungsgrund. Das war ja damals das Problem, dass ich keine sichere eindeutige Erkennung erreichen konnte; dann kam dazu, dass mehrere Signale kamen (jede glänzende Achse), aber eben nicht unbedingt von der Lok (die war unten schwarz).
Die Reflexdetektoren funktionieren gut, wenn man ihnen die für sie angenehmen Bedingungen schafft, wenn nicht, werden sie "eigensinnig". Muss ich nicht haben, ich will auch mal Gastfahrzeuge einsetzen können, ohne dass was dran modifiziert werden muss.

Die Magnetdetektoren sehe ich als sinnvoll an, wenn man nur bestimmte Fahrzeuge erkennen will oder als Positionsmelder bei Drehscheiben, Schiebenbühnen, Portalkränen,... halt Gegebenheiten, an denen man verschiedene Positionen mit hinreichender Genauigkeit anfahren will.

Viele Grüße 8-)
Michael
Helmut
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Registriert: 14 Jan 2019, 19:29

Re: Meine neue Anlage

Beitrag von Helmut »

Hallo,
Lichtschranken ohne Taktung sind immer Umgebungslicht abhängig. Es gibt einen einfachen Empfängerbaustein, der die Taktung der Diode gleich mitmacht. Kann ich nur empfehlen! Ich finde die Bezeihnung auf die Schnelle nicht, aber ich reiche Sie nach.

Gruß aus KerpeN
Helmut
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