Alte Liebe rostet nicht - Mein Hobby Nr. 3

ClausS
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Re: Alte Liebe rostet nicht - Mein Hobby Nr. 3

Beitrag von ClausS »

Hallo zusammen,

der DAF ist wieder heile und unterwegs, der Kollege ist glücklich.

Kommende Woche wird ein Gespräch in der Firma über meine Weiterbeschäftigung stattfinden. Da der Kollege ja im Ruhestand ist, fällt der eine Tag pro Woche weg und damit auch die regelmäßige Beschäftigung. Das war den Herrschaften als Solches nicht bewusst, so sagt man mindestens, ich will aber weiterhin einen festen Bestandteil an Arbeit. Letzte Woche war es so, dass ich nachmittags erfahren habe, dass es keinen Fahreinsatz für mich gibt. Wenn das die Zukunft ist, will ich das zumindest mal wissen um mich daran gewöhnen zu können. Ob ich das dann so will steht auf einem anderen Blatt.

Der Urlaub war leider ein Griff ins Klo bis zur Kläranlage. Ich war ab dem 2.Tag heftig unpässlich und bin am Mittwoch abgereist, bzw. Uschi hat mich nach Hause gefahren und ist dann wieder zurück ins Hotel. Sie reiste dann aber am Donnerstag auch ab, alleine ist das nicht so der Bringer. Das Hotel hatte Anfang des Jahres den Besitzer gewechselt und viel Personal verloren, bzw. ersetzen müssen. Besonders war das in der Verpflegung zu spüren. Das war bisher deutlich besser und wenn nichts unternommen wird, könnte das Hotel die 4 Sterne Superior verlieren. Das definiert sich nicht nur über die Preise, eine Flasche Mineralwasser kostet nun € 6,80. Wir werden es weiter beobachten, auch die "neue" Klientel, die beworben werden soll.

Zum Glück geht es mir wieder deutlich besser. Keine Ahnung, was mich da heimgesucht hat. Laut Teststreifen immerhin kein Corona.

Ich wünsche euch einen schönen Restsonntag und einen guten Start in die Woche.

LG Claus
ClausS
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Re: Alte Liebe rostet nicht - Mein Hobby Nr. 3

Beitrag von ClausS »

Hallo zusammen,

das Gespräch hat stattgefunden, mein Vorschlag auf 2 feste Einsatztage pro Woche wurde angenommen und man hat sich Donnerstag und Freitag gewünscht. Das Ganze ab Oktober, da ich für August schon Einsätze vereinbart habe, schließlich ist ja Urlaubszeit, und im September werde ich an der rechten Hand operiert.

Letze Woche war ich 2 Tage mit einem Mega Trailer unterwegs. Den kleinen Rädern traue ich nicht wirklich. Es hat aber gut geklappt, der läuft besser in den Kurven als der lange Auflieger. Kommende Woche sollte ich wieder 3 Tage bei meinem Stammkunden eingesetzt werden, so war es zumindest vereinbart. Offenbar hat aber ein Kollege einen besseren Draht zum Disponenten und man hat mich anderweitig eingeteilt. Das erfuhr ich zufällig am Freitag gegen 15:00 Uhr. Muss ich das wissen? Nö, ich bin ja nur der Aushilfsfahrer :lol: :lol: . Der Typ hat irgendwie den Gong nicht gehört.

Freitag Abend per WhatsApp die Tour bekommen. Meine Frage, wo der LKW abgestellt ist und ob der richtige Auflieger dran hängt, war mal wieder zu viel.

Am Samstag war dann Hoffest. Eine sehr nette Veranstaltung, bei der ich viele nette und andere Kollegen kennenlernte. Ich wurde schließlich endgültig in die Gruppe der Rentnerfahrer aufgenommen. Da sind wirklich einige Pfundskerle dabei, alte Hasen sind wir alle. Und die Disponenten können uns mal, wir brauchen den Job nicht wirklich.

Als Ehrengast war Guido Buchwald anwesend und gab Autogramme. Wo die Gegend doch eigentlich gar nicht so sein Einzugsgebiet ist.

Heute bekam ich wieder eine WhatsApp mit der Mitteilung, dass die Zugmaschine, die ich nehmen sollte, mit defektem Getriebe ausgefallen ist und ich eine andere zugeteilt bekam. So bin ich dann heute auf den Hof gepilgert und habe das Arbeitsgerät in Augenschein genommen. Das Fahrzeug ist 15 Jahre alt und hat fast eine Million Kilometer auf dem Buckel. Immerhin war er sauber, da er als Ersatzfahrzeug ausgestellt war. Nur getankt hat ihn keiner, also darf ich morgen früh eine halbe Stunde früher aufstehen und an die Tankstelle fahren. Ladetermin ist um 6:00 Uhr, ich bin aber nicht der Einzige mit diesem Termin. Mit einem Kollegen und einer Kollegin habe ich mich dann zum Frühstück verabredet, neben der Ladestelle ist ein Bäcker, der um 6:00 Uhr öffnet.

Ich muss aber morgen erst noch die Bedienungsanleitung studieren. Ich habe schon mein Handy gekoppelt und den Wählschalter für die Automatik in der rechten Armlehne gefunden. Den Tempomat allerdings noch nicht. Das heißt ich sehe zwar das Symbol, habe aber keine Idee, wie man den aktiviert. Obwohl, wenn ich ohne Bordcomputer fahre brauche ich interessanterweise weniger Sprit als mit.

Nun denn, morgen früh 2 Teilpartien gewaschene Gemüsekisten ausfahren, einmal 9 und einmal 24 Europaletten. Anschließend nach Mainz eine Komplettladung für das größte LKW Werk in Europa nach Wörth. Und dann bin ich gespannt, ob man mir selbstständig sagt, was ich an Anschlußladung habe oder ob ich wieder nachfragen muss.

Der Disponent hat mich beim Hoffest ignoriert. Der hat die Nase ganz weit oben, als wenn er eine neue Holzdecke hätte. Am Freitag hat er mich geärgert. Wenn ich mich über ihn aufrege suche ich nach Alternativen oder lasse es einfach. Das Fahren macht Spass, alles andere sind nur Umstände.

Wenn was berichtenswertes passiert melde ich mich wieder.

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche

LG Claus
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Re: Alte Liebe rostet nicht - Mein Hobby Nr. 3

Beitrag von ClausS »

Hallo zusammen,

der Montag lief wie am Schnürchen, ich hatte auch einen anderen Disponenten :D

Am Mittwoch hatte ich 2 Touren von dem Kunden in Bad Rappenau, die zweite war ein Heimatschuß. Gegen 15 Uhr wäre ich fertig gewesen, dann bekam ich doch noch eine Tour, weil ein Kollege im Stau steckengeblieben war. Es war wieder ein Ladung Gemüsekisten zu einem Gemüsehof. Die Ladung sieht so aus:

Bild

Insgesamt hatte ich 33 Paletten auf dem Auflieger. Die Gemüsekisten werden bei Bauern oder Gemüsehöfen befüllt und in den Kisten zu den Verteilerzentren für Supermärkte, z.B. Aldi, Rewe, Penny, usw. gebracht. Danach werden die leeren Kisten wieder zusammengeklappt und zum Reinigen und Desinfizieren wieder zurückgebracht. Funktioniert in Etwa so wie bei Pfandflaschen.

Nachdem der LKW oll geladen war bin ich los und war gespannt, was mich erwartet.

Die Zufahrtsstraße war schon ein Abenteuer, da sie nur wenig breiter war als der LKW und nur Kriechgeschwindigkeit zuließ:

Bild

Dies ist der Blick nachdem ich den Sattelzug gedreht hatte.

Hier noch der Blick ums Eck zur Entladestelle. Dort stand noch ein Traktor mit Hänger, der das Gemüse vom Feld geholt hat.

Bild

Ganz schön eng, was? Leider nicht zu sehen ist ein Transporter, der links neben dem Tor stand, so dass ich erst drehen musste um einfahren zu können.

Hier mal ein Überblick über die Gesamtlage:

Bild

Der Ablauf war wie folgt:

Ich kam aus Pfeilrichtung und fuhr bis zur Position 1 um mich zu orientieren und zu fragen, wo abgeladen wird. Abgeladen wurde an der großen Halle, der Pfeil markiert das Tor, in das die Paletten mit Stapler in die Halle gebracht wurden.

Um ein Verhältnis zur Dimension zu bekommen, könnt ihr auf den Parkplatz einen abgestellten LKW sehen. Mein Auflieger ist etwa anderthalb mal so lang. Auch gab es keine Durchfahrt vom Parkplatz zur Entladestelle, die war zugestellt.

Also fuhr ich zuerst zur Position 2 um den Sattel dann rückwärts in die Position 3 zu drücken. Ich schiebe rückwärts lieber über das linke Eck, da habe ich weniger toten Winkel.

Dann ging es vorwärts an der Entladestelle vorbei auf die Position 5 und ich habe den LKW gerade gezogen.

Im nächsten Schritt ging es rückwärts an die Position 4. Der Traktor stand nicht dort, dafür aber ein Müllcontainer.

Vorwärts ging es dann ums Eck bis zur Position 6 bis die Ladebordwand bündig zur Tür zur Halle war. Die ersten 6 Paletten konnte der Stapler direkt abnehmen, die restlichen 27 habe ich mit einem Hubwagen nach hinten gefahren. Und das bei gefühlt 40° Celsius, unter der Plane bestimmt noch ein paar Grad mehr.

Ich kam ordentlich ins Schwitzen. Bei solchen Aufgaben braucht man keine Sauna mehr :lol: :lol:

Nach der Entladung wieder nach links ausgefahren und über die Betonpiste auf die Kreisstrasse. Und das alles ohne Schäden an Mensch und Material.

Mein Fazit: Wenn es dort regnet möchte ich nicht unbedingt wieder hin müssen.

LG Claus
Gast

Re: Alte Liebe rostet nicht - Mein Hobby Nr. 3

Beitrag von Gast »

Hallo Claus,
das war ja wie bei einem Puzzel. Solche Ladeplätze gehören eigentlich doch sinnvoll an einer vernünftigen Position eines Betriebes.
Dann auch auf richtig befestigtem Grund.
Aber ein erfahrener Oldietrucker meistert so etwas ja auch. Tolle Sache und schöner Bericht.
Grüße
Hans-Werner
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Re: Alte Liebe rostet nicht - Mein Hobby Nr. 3

Beitrag von ClausS »

Hallo zusammen,

vergangene Woche habe ich und kommende Woche werde ich als Krankheitsvertretung im Rundlauf eingesetzt. Die Tour geht von Obertshausen bei Frankfurt nach Rastatt. Dabei werden Unterteile vom Heckteil bestimmter PKWs transportiert und Leerbehälter gehen gleich mit zurück.

Als Fahrzeug habe ich den da:

Bild

Die Zugmaschine hat 970.000 km auf dem Tacho und läuft wie ein Uhrwerk. Mit dem Tempomat bekomme ich den Verbrauch auf unter 20 Liter per 100 km. Staus konnte ich bisher umfahren. Pro Tag fahre ich 2 Touren, das sind 600 km bei 8 Stunden 30 Minuten Lenkzeit. Schiefgehen darf da nichts. Nachmittags werde ich abgelöst und ein 2. Fahrer dreht noch eine Runde. Es sind mehrere LKWs im Einsatz, die nach Fahrplan unterwegs sind.

Der Ablauf ist immer der Gleiche: Nach Ankunft im Werk den LKW am Ladeplatz abstellen, linke Seite aufmachen und hochpumpen, dann wird von vorne nach hinten erst das Leergut entladen und gleich wieder Vollgut aufgeladen. Dann wird wieder abgelassen, zugemacht und Abfahrt. In Rastatt das Gleiche, nur von der rechten Seite.

So sieht das Vollgut aus, kurz bevor der LKW voll ist:

Bild

Die Verschläge kommen dann als Leergut wieder zurück. Die Heckteile werden darin befestigt, alles ist genormt. Es passen 18 Gestelle, also 9 Stellplätze, auf den Auflieger. Das Öffnen, Ent- und Beladen und Zumachen dauert 30 - 45 Minuten.

Hier noch ein Bild von hinten, bei dem man die hochgepumpte Seite besser sehen kann. Das Hochpumpen erfolgt mit Druckluft. Somit bekommt der Auflieger eine Beladehöhe von 3,2 Metern. Abgelassen ist die Innenhöhe bei 3 Metern.

Bild

Am Freitag hatte ich als Kontrastprogramm das Ausladen eines Nachtsprung LKWs an 2 Orten eines Kunden, insgesamt 5 Entladestellen. Der erste Termin war um 7 Uhr, die 5. Entladestelle habe ich gegen 14 Uhr verlassen. Dann war Wochenende.

Immer mehr spüre ich, dass ich wohl ein hoffnungsloser Dieseljunkey bin. Ich hoffe, noch lange Zeit Spaß an dieser Art der Freizeitgestaltung zu haben. Verückt, gelle?

LG Claus
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Re: Alte Liebe rostet nicht - Mein Hobby Nr. 3

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Hallo zusammen,

vergangene Woche habe ich und kommende Woche werde ich als Krankheitsvertretung im Rundlauf eingesetzt. Die Tour geht von Obertshausen bei Frankfurt nach Rastatt. Dabei werden Unterteile vom Heckteil bestimmter PKWs transportiert und Leerbehälter gehen gleich mit zurück.

Als Fahrzeug habe ich den da:

Bild

Die Zugmaschine hat 970.000 km auf dem Tacho und läuft wie ein Uhrwerk. Mit dem Tempomat bekomme ich den Verbrauch auf unter 20 Liter per 100 km. Staus konnte ich bisher umfahren. Pro Tag fahre ich 2 Touren, das sind 600 km bei 8 Stunden 30 Minuten Lenkzeit. Schiefgehen darf da nichts. Nachmittags werde ich abgelöst und ein 2. Fahrer dreht noch eine Runde. Es sind mehrere LKWs im Einsatz, die nach Fahrplan unterwegs sind.

Der Ablauf ist immer der Gleiche: Nach Ankunft im Werk den LKW am Ladeplatz abstellen, linke Seite aufmachen und hochpumpen, dann wird von vorne nach hinten erst das Leergut entladen und gleich wieder Vollgut aufgeladen. Dann wird wieder abgelassen, zugemacht und Abfahrt. In Rastatt das Gleiche, nur von der rechten Seite.

So sieht das Vollgut aus, kurz bevor der LKW voll ist:

Bild

Die Verschläge kommen dann als Leergut wieder zurück. Die Heckteile werden darin befestigt, alles ist genormt. Es passen 18 Gestelle, also 9 Stellplätze, auf den Auflieger. Das Öffnen, Ent- und Beladen und Zumachen dauert 30 - 45 Minuten.

Hier noch ein Bild von hinten, bei dem man die hochgepumpte Seite besser sehen kann. Das Hochpumpen erfolgt mit Druckluft. Somit bekommt der Auflieger eine Beladehöhe von 3,2 Metern. Abgelassen ist die Innenhöhe bei 3 Metern.

Bild

Das einzelne Gestell auf dem Boden ist übrigens das Leergut.

Am Freitag hatte ich als Kontrastprogramm das Ausladen eines Nachtsprung LKWs an 2 Orten eines Kunden, insgesamt 5 Entladestellen. Der erste Termin war um 7 Uhr, die 5. Entladestelle habe ich gegen 14 Uhr verlassen. Dann war Wochenende.

Immer mehr spüre ich, dass ich wohl ein hoffnungsloser Dieseljunkey bin. Ich hoffe, noch lange Zeit Spaß an dieser Art der Freizeitgestaltung zu haben. Verückt, gelle?

LG Claus
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Re: Alte Liebe rostet nicht - Mein Hobby Nr. 3

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Hallo zusammen,

Hobby #3 ruht bis Anfang Oktober, da ich letzte Woche am Mittelfinger der rechten Hand operiert wurde. Jetzt bewegt er sich wieder schön weich und schnappt nicht mehr. Bis die Fäden gezogen sind schone ich die Hand. Der Mittelfinger der rechten Hand ist, gerade im LKW Führerhaus, ein wichtiges und leider sehr oft benötigtes Kommunikationsmittel.

Die Zeit der Urlaubsvertretung ist nun auch vorbei und es geht ab Oktober in die Regelmäßigkeit von 2 Tagen pro Woche. Dann ist wieder Zeit für Hobby #1. Die Temperaturen und sonstige Wetterereignisse sprechen eigentlich für die Eröffnung der Hobbynummereinsphase nach dem Sommerloch.

Hobby #2 hatte am Freitag wieder mal eine Schlägerei und muss wohl am Montag zur Tierarzt. Bei dem alten Knaben, er ist dieses Jahr 12 geworden, steht auch wieder die Jahresinspektion an mit Herz, Schliddrüse und Auge.

Hobby #4 hat am Samstag wieder sehr schwach gespielt und 3:1 verloren.

In 2 Wochen endet mein Arbeitsverhältnis (kein Hobby) und die Zeichen stehen leider auf Kampf. Nun denn - wir sind gerüstet.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag.

LG Claus
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