Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
arnold160
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von arnold160 »

Guten Morgen
Super MHAG das du dich so in die Digitalisierung rein arbeitest. Da ich das achte Lebensjahrzehnt begonnen habe und die Hirnleistung auf Grund des intensiven Genußes der Produkte des hiesigen Wein- und Getreideanbaus ( Riesling bevorzugt ) auch nicht mehr die beste ist, will ich alles ganz einfach haben.
Ich habe bei Samms710 gesehen wie schnell und einfach ein Relaiswechsel abläuft, wenn da ein Fehler vermutet wird. Relais aus der Fassung, neues rein, weitergehts. Bei Digitaltechnik ist das aufwändiger, wie ich bei der alten Anlage feststellen musste.
Ausserdem ist für meine Entscheidung die Bauform der Anlage auch entscheidend. Ein Modul legste auf den Küchentisch und kannst arbeiten sagt Intercargo immer. Über Kopf mit Schutzbrille unter der Anlage liegen weil stationär, und dann Sachen verdrahten, ist nicht so prickelnd aus vielerlei Gründen.
Unten als Beispiel wie ich mir das vorstelle:

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Stellpult primitiv aber alles da was ich brauche, Drucktasten für Stromkreise, gegenseitig auslösend.

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Zu steuernder Anlagenteil.

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Verdrahtung zum Anlagenteil

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Unterm Stellpult die Relais und Diodenmatrix. Programmieren durch schnelles Umlöten der Dioden.
Der Verdrahtungsaufwand wird m.E. bei Einsatz von Digitalkomponenten nicht wesentlich geringer, es sei denn Modulbauweise.

Wie immer freundlich grüßend der Arnold160
arnold160
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von arnold160 »

Hallo @ all
Samms710, auch Sechsachser genannt, meinte ich sollte doch den weiteren Werdegang zur Wiederauferstehung der alten Anlage hier im Forum dokumentieren.

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Das ist der alte vor über 40 Jahren erstellte Plan.
Eingezeichnet sind Fahrtziel ( Fahrstraßen ) Stromkreise, Einspeisung Punkte, Gleiskontakte mit den dazugehörigen Bytes.

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Hier ist er durch Paint von der Beschriftung befreit und liegt auch schon auf der Platte des neuen Steuerpultes . Die Platte ist eine Hartfaserschrankrückwand, das Gestell aus Fensterprofilen vom freundlichen Fensterbauer, und die Schrauben sind aus alten Schwarzweiß Fernseher, die ich vor ca. 55 Jahren ausgeschlachtet habe. Waren noch gut, warum wegschmeißen. Die schwarzen Eckschoner werden samt Platte durchbohrt. Da kommen Gewindestangen mit Hutmuttern durch, da die noch einzubauende Elektronik unter der Platte montiert wird. Das Ganze wird dann auf den Kopf gedreht, und damit Schalter und Taster beim verdrahten nicht beschädigt werden, kurze Gewindestangen mit Hutmuttern als Abstandshalter.
Der Einbau der Diodenmatrix braucht natürlich Platz,
Deswegen etwas größer das Ganze.

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Die Rückseite des alten PC wurde wieder verwendet.
Mit den Aussparungen für die Sub D Buchsen komme ich aus.

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Ich hoffe der werte Leser kann nachvollziehen was ich vorhabe. Da ich keine Anlage verdrahten muss, bin ich wohl Weihnachten fertig :lol: :mrgreen:
Ach ja, ich vergaß, wie bekomme ich das Gleisbild am besten 1:1 auf die Steuerplatte übertragen?
Freundlich grüßt der 160'er Arnold
MHAG
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von MHAG »

Hallo Arnold160!

Sehr interessant! Du recycelt wohl auch alles, was nicht schnell genug wegläuft? :lol:
Ach ja, ich vergaß, wie bekomme ich das Gleisbild am besten 1:1 auf die Steuerplatte übertragen?
Die beiden DinA4-Ausdrucke auf ein DinA3-Blatt kopieren (lassen), dann laminieren (lassen). Bieten manche Copy-Shops preisgünstig an. Dabei aufpassen, dass das Material nicht gilbend ist.
In das Laminat stanzt Du dann die Löcher für die Taster, Schalter und Anzeigeleuchten rein. Danach auf die Platte legen und abnehmbar fixieren, alle Löcher übertragen, Laminat wieder abnehmen und alle Löcher in die Platte bohren. Versäubern nicht vergessen!
Das gelochte Laminat klebst Du dann passgenau auf die Lochplatte mit Kontaktkleber. Die Schalter fixieren nach dem Einbau das Laminat zusätzlich.
Ist stabil und dauerhaft.
Etwas anders geht's mit Löcher übertragen (Kopie durchstechen) auf die Platte, bohren und versäubern. Dann alles weiß lackieren und die Gleislinien mit 5mm-Klebeband aufkleben. Danach nochmal alles mit Klarlack fixieren und die Bedienelemente montieren.

Bei beiden Methoden habe ich schon mitgebastelt, wüsste jetzt nicht, welche ich bevorzugen würde... Deine Entscheidung :mrgreen:
Bin jedenfalls gespannt, wie's weiter geht 8-)

Viele Grüße 8-)
Michael
arnold160
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von arnold160 »

Morgen,
Gute Ideen Michael. Dann müsste ich aber schon vorher alle Fahrstraßen und Fahrziele wissen. Ich bin aber eher ein Mensch der an der Aufgabe wächst und die Ideen kommen beim Bau des Pults, wo ich noch hinfahren könnte. Also muss ich unkompliziert Taster oder Schalter nachbauen können. Das ist ja das schöne an der Diodenmatrix, das ich durch um löten der Dioden Fahrziele und Fahrstraßen ändern kann.
Das geht schneller als das umprogrammieren eines digitalen Bausteins. Sicherlich gibt es eine Grund Bestückung mit Tastern und Schalter die ich so wie du schreibst ins Pult einbauen kann. Und die Idee mit den 5mm Klebestreifen hat was ;) Laminieren ist auch nicht schlecht, da brauche ich aber scharfe Bohrer beim nachbestücken :mrgreen:
Grüße vom arnold160
MHAG
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von MHAG »

Guten Morgen!

Laminiertes würde ich nie bohren, dafür sind Lochstanzen eindeutig die bessere Wahl ;) Erst, wenn in der Oberfläche das Loch ist, kommen die scharfen Zentrumsbohrer zum Einsatz.
Da mir mal eine Revolverlochzange zerbrochen ist, habe ich mir die 6 Stanzeisen daraus gerettet (für kleine Durchmesser) und diese mit größeren bis 6mm ergänzt. Die sind immer wieder hilfreich (auch, um z.B. Straßenschilder schön rund zu bekommen).

Die Ergänzungen betreffen dann bei Dir aber eher zusätzliche Bedienelemente, weniger zusätzliche Gleise, oder? Sind Gleisveränderungen notwendig, ist die Klebebandmethode sicher geeigneter.
Übrigens ist es auch möglich, das Laminat nicht festzukleben, bei genügend Bedienelementen reichen auch diese als Befestigung (vielleicht noch ein paar Schrauben am Rand). Dann kann man mit Aufwand auch den Gleisplan austauschen.

Viele Grüße 8-)
Michael
arnold160
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von arnold160 »

Moin Mobahners
Es geht weiter. Einfach wars nicht. 2 mal wurde die Stellpultplatte wieder weiß und der Acryllack dicker. Aber trotz meines hohen Alters wachse ich an der Aufgabe. :roll:
Als ich völlig ratlos war und die Platte wie akupunktiert aus sah zwecks Übertragung des Plans, viel mir durch Zufall die Roco Gleisschablone 1:5 in die Hände.
Alles Klar. Mit der Schablone wurde der Gleisplan übertragen. Natürlich mit Änderungen, weil ich dicke Finger habe und die Platz brauchen für die Betätigung von Taster und Schalter. Mit Bleistift wurde vorgezeichnet. Erstaunlicherweise hielt der auf dem Acryllack. Und ausradieren ohne Spuren ließ er sich auch, nachdem ich den ordinären Gummiradierer gegen einen aus Plastik tauschte. Mit Edding3000 und Stadler Fineliner permanent wurde dann nachgezeichnet.
Hier das Ergebnis:

Bild

Ich bin zufrieden wenn auch nicht perfekt das Ganze. Bedenken hab ich ob die Bedienelemente auch alle auf die 50cm Breite draufpassen.
Unter den weißen oberen Teil kommen Diodenmatrix, Relais, Netzteile. Zum arbeiten wird das Gerät umgedreht auf die Griffe gelegt.
Ich hoffe daß keiner die Rundungen der Kehrschleife wiedererkennt. :mrgreen:
Erst mal zufrieden grüßt Arnold160
MHAG
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von MHAG »

Hallo Arnold160,

das sieht doch schon ganz ordentlich aus :) Wenngleich mir die Linien etwas zu dünn wären, aber das ist wohl Geschmackssache ;)

Viel Erfolg beim Weiterbasteln wünscht 8-)
Michael
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Samms710
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von Samms710 »

Hallo arnold160,

so geht es auch, gut gezeichnet.

Werden die Weichen auch vom Stellpult mit Schalter oder Taster gestellt
und die Halteabschnitte mit Duo-LED rot/grün kenntlich gemacht ?

Es gibt viel zu tun, hau rein. :D

Samms710, der aus KEU grüßt.
arnold160
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von arnold160 »

Moin
Samms die Weichen werden über Taster betätigt, welche jeweils ein Relais für gerade oder eins für Abzweig über die Diodenmatrix ansteuern.
Die Relaiskontakte schalten Wechselstrom an die jeweiligen Spulen und stehen nur solange wie ich die Taste gedrückt halte. Eine Kontrolle ob die Weiche geschaltet hat habe ich nicht. Wenn ein Zug falsch fährt oder entgleist weiß ich da stimmt was nicht. Ist aber in den ganzen Jahren noch nicht vorgekommen. Die Methode ist total einfach und nichts für Kontrollfreaks. Ich nehme zum Schalten Relais mit Gleichstrom, da sonst zu große Ströme über die billigen Schinataster fließen, weil ja mehrere Weichenspulen gleichzeitig unter Strom kommen. Wenn ein Relais nach Tastendruck hängen bleiben würde weil Taste kaputt, höre ich die Weichenspule mit 50 Hz erst randalieren, dann stinken und dann fliegt die Sicherung am Trafo. Also alles gaaaanz einfach.
Halteabschnitte gibts keine. Es fährt ja nur ein Zug und ich hab die Hand am Regler. Intercargo sorgt für die in etwa korrekte Bestückung mit Dummysignale und ich noch für die nötigen Signalbrücken durch zu enge Gleisabstände an den entsprechenden Warte- und Haltepunkte.
Ungefähre Ahnung von der Verwirklichung der Kehrschleifen hab ich auch schon :mrgreen: ,vielleicht Taschenspiegel mit Beleuchtung oder Kamera wie ein anderer Mobahner im Schattenbahnhof. :lol: . Dann brauch ich keine elektronische Schaltung mit Gleiskontakt oder sonstigem Kram. Mal schauen.
Die Stromversorgung und Signalleitungen von den Infrarot Dioden und Transistoren sind ja noch da und ich brauche nur eine Auswertemimik zum Halten des Zuges.
Auf jeden Fall kämpfe ich bald mit den nötigen Wahrheitstabellen für die Schaltung der Weichenstrassen. Es bleibt spannend. :lol: :roll:
Ich grüße freundlich.
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