Modellbahnbäume im Selbstbau

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
Helmut
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von Helmut »

Hallo Alfred,
eine sehr interessante Idee, ich habe sofort nach Waldmoos gegoogled, und bin erschrocken, wie viele Moosarten es gibt, z.T. auch schon konserviert, aber eine Auswahl kann ich nicht aufgrund der Bilder treffen. Daher werde ich wohl mal im Wald spazieren gehen und schauen, ob ich in NRW etwas passendes finde ;) . Ausprobieren möchte ich das auf jeden Fall.

Gruß aus KerpeN
Helmut
MHAG
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von MHAG »

Hallo,

dieses Moos ist seit Jahrzehnten in getrockneten Zustand (bestimmt schon über 50 Jahre alt! :o ) unter der Weihnachtskrippe :D
Ich habe damit auch schon mal experimentiert, das getrocknete Moos habe ich nicht direkt konserviert, aber mit Sprühfarbe eingefärbt. Allerdings habe ich die Mooszweige auf Drähtchen geklebt und diese in einen Stamm eingesetzt (war so in den 80ern oder 90ern mal in der Miba beschrieben). Der eine Baum (ich frage mich gerade, wo der hingekommen ist :? ) sah nicht schlecht aus, der war aber furchtbar zeitaufwändig, vor allen das vorbereitende Trocknen und Flachpressen (das muss sorgfältig gemacht werden!) nervte mich. Und dann wollten die Drähtchen immer woanders festkleben als ich wollte :evil: Schön war er ja, aber das hätte mir insgesamt für einen Wald zu lange gedauert... 8-)
Der Baum von Alfred sieht ganz gut aus :) Gefällt mir :D Und die "Bau-Technik" mit Beizen und Glycerinbad könnte deutlich schneller sein als mein Versuch damals... Hm, wir haben dieses Moos sogar im Garten... :mrgreen:

Viele Grüße 8-)
Michael
111erFredi
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von 111erFredi »

Servus zusammen,

der Beitragsbaum ist ja schon ziemlich lang und es ist eigentlich schon alles gesagt aber noch nicht von jedem. 😉
Ich bin großer Fan von Naturmaterialien, obwohl die Haltbarkeit, wie schon beschrieben, sehr begrenzt sein kann. Gerne verwende ich das um diese Jahreszeit bereits verholzte Mädesüß mit einem Tauchgang in Tiefgrund zur weiteren Stabilisierung.

Bild

Kleinere Sträucher lassen sich bereits mit einzelnen Blütenständen darstellen.

Bild

Größere Bäume setze ich aus vorher beflockten Teilen zusammen, was am besten mit mehreren Bäumen wie am Fließband im Kreis geht.
Recht ordentliche Ergebnisse lassen sich auch mit Labkraut erzielen, welches artabhängig nur wenige bis hin zu dichteren Verästelungen aufweist.

Bild

Wer die Augen in der Natur offen hält, wird die geeignetsten Arten des Labkrauts entdecken können.

Bild

Als Stamm klebe ich manchmal einige Teile zusammen, was eine dichtere Krone begünstigt und einen dickeren Stamm erzeugt. Stämme verdicken gelingt auch mit hohlgebohrten Ästchen oder einer Leim/Sandbehandlung.
Vor einigen Jahren hatte ich im Garten viele Majoranstängel, deren Blütenkronen nach der Konservierung und Beflockung auch recht realistisch aussahen.
Sprühkleber versuche ich, so gut es geht, zu vermeiden. Ersatzweise kommt zum Beflocken gut verdünnter Holzleim zum Einsatz in den die Pflanzenteile zur Zeitersparnis getaucht werden. Gut abtropfen lassen damit es keine Sauerei auf dem Werktisch und im Flockenhaufen gibt. Und dann mit der Breitschaufel Flocken aufstreuen, evtl. sogar mit Flocken bedeckt etwas anziehen lassen. Entscheidend ist die kritische Farbauswahl der Flocken bei der sich ständig die Frage stellt, ob es genau den Farbton auch in der Natur so gibt. Die Flocken siebe ich auch nach mehreren Größen aus, um unterschiedliche Laubdichte darstellen zu können. Für manche Baumarten empfiehlt sich ein Überstreuen der schon klebenden Flocken mit sehr fein ausgesiebtem, farblich abgestimmtem Sägemehl, um den Laubeffekt zu verstärken.
Im Übrigen gilt: Modellbaumbau ist ein unerschöpfliches Experimentierfeld.

Viele Grüße
Alfred
Helmut
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von Helmut »

Hallo,
an Naturmaterialien verwende ich gerne Seemoos. Ich habe mir vor Jahren mal Samen besorgt und versuche es immer wieder, leider klappt der Wuchs nicht immer :? . Aber wenn das Zeug wächst, dann reicht es für Jahre.

Ich bin momentan wieder bei meinen Papierdrahtmodellen angelangt. Für mich als Diabetiker haptisch einfach besser zu händeln, aber schaun mer mal ob, was dabei rauskommt. Hier mal ein Bild des Rohbaus:

Bild

Sicherlich nicht fein strukturiert wie ein Metalldrahtmodell aber interessant wird es nach Rindengestaltung und Begrünung. Da möchte ich einfach mal etwas spielen.

Gruß aus KerpeN
Helmut
MHAG
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von MHAG »

Hallo Alfred,

dieses "Mädesüß" sieht dem, was mir so "spontan" zerfallen ist, ziemlich ähnlich... Aber meine "Trockenblumen" hätte ich nie in Weißleim oder ähnliches tauchen können, die hätten mir nur den Weißleim versaut :cry: Wahrscheinlich wäre ich nichtmal bis zum Leimtopf gekommen, denn die sind schon beim Abnehmen von der Leine zerbröselt.
Aber Deine fertigen Bäume sehen ganz gut aus, hm, lässt einen jetzt zu dieser Jahreszeit wieder nachdenken...

Helmut,
der Papierdraht mag zwar dicker sein, aber er hat den Vorteil, dass darauf Farbe, Leim und Streumaterial gut haften sollten. Das klappt bei reinem Metall nicht immer gut. Schade, dass es den nicht dünner gibt.
Der Baum sieht auch ganz gut aus, wenn der jetzt noch "berindet" wird, wird der bestimmt toll.

Viele Grüße 8-)
Michael
Helmut
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von Helmut »

Hallo,
ja, bisher bin ich auch noch ganz zufrieden. Ich werde nochmal Holzleim auftragen und mich dann an die Rinde begeben. Wichtig ist in meinen Augen dabei, dass die gedrehte Struktur kaschiert wird. Gearbeitet habe ich mit Weißleim/Erde und flexibler weißer Spachtelmasse. Michael hat ein paar Beiträge vorher Vallejo, "Diorama FX", Dark Earth 26.218 erwähnt. Kennt sonst noch jemand Möglichkeiten?

Gruß aus KerpeN
Helmut
Helmut
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von Helmut »

Hallo,
Samms710 hat ja schon kundgetan, dass ich an dem Baum weitergearbeitet habe. Hier nochmal ein Bild von mir:

Bild

Ich habe den Rohling mit Weissleim bestrichen und dann getrocknete und fein gesiebte Gartenerde drübergestreut. Im ersten Augenblick sah das toll und deckend aus. Man konnte die Verdrillungen des Drahtes kaum noch sehen. Zuhause war dann aber wohl ein Großteil der Erde wieder abgefallen. Der Stamm wirkt wieder heller und die Vertiefungen wurden sogar betont :( . Möglicherweise liegt das an dem schnell abbindenden Ponal???? Da abends von Vallejo die bestellte Texturfarbe dark earth angekommen ist, habe ich den unteren sichtbaren Stamm damit eingepinselt.
Sieht besser aus. Als Belaubungsmaterial habe ich Mininatur Pappel Sommer 1:160 genommen. Auch wenn das keine Pappel ist, finde ich, dass das schon passt. So weltbewegende Unterschiede finde ich bei den 1:160 Belaubungsflies sowieso nicht. Die "Luftigkeit" ist in meinen Augen gegeben, die Büschel könnten etwas lockerer sein, aber das Material ließ sich nicht besonders gut auseinander ziehen.

Gruß aus KerpeN
Helmut
MHAG
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von MHAG »

Hallo Helmut,

die Belaubung gefällt mir sehr gut! ;)
Dass am Stamm immer noch die Drahtstränge zu sehen sind, wundert mich nach der beschriebenen Bearbeitung. Sowohl mit bestreutem Ponal (ich habe allerdings Sägemehl statt Erde verwendet) als auch mit der Valejo-Paste war nach der Behandlung eine "Rindenstruktur" statt der Drähte zu sehen. Allerdings jeweils 2-3 Durchgänge. Vielleicht nochmal überarbeiten?

Viele Grüße 8-)
Michael
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alsimera
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von alsimera »

Der Baum sieht doch gut aus, ich hätte vielleicht den unteren Teil des Stamms noch mit Kreppband umwickelt, dann hätte es die Verdrillung verdeckt.

Gruß Ralph
TheCircle
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Re: Modellbahnbäume im Selbstbau

Beitrag von TheCircle »

Hallo Helmut,

auch ich finde den Baum sehr gut gelungen.

Gruß Andreas
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