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Re: Interessantes Ladegut

Verfasst: 03 Jun 2026, 12:26
von alsimera
Hallo Michael,
ich habe dazu mal die KI befragt und folgende Antwort erhalten:
Im Jahr 1970 wurden bei der Deutschen Bundesbahn (DB) zur Abdeckung und Ladungssicherung in offenen Güterwagen standardmäßig textile Planen (die sogenannten Wagendecken) verwendet, während moderne Ladungssicherungsnetze aus synthetischen Kunststoffen in ihrer heutigen Form noch nicht existierten.Der historische Kontext um 1970Die klassische Wagendecke: Für leichte, lose oder nässeempfindliche Güter kamen schwere, imprägnierte Planen zum Einsatz. Diese wurden über die Ladung oder über spezielle Firststangen (wie bei den Rungenwagen) gespannt und mit Seilen an den dafür vorgesehenen Ösen und Haken der Waggonwände festgezurrt.Keine modernen Netze: Die heutigen, engmaschigen und hochfesten Ladungssicherungsnetze aus Polypropylen oder Polyester für leichtes Schüttgut oder Abfälle kamen erst deutlich später mit dem Aufkommen moderner Kunststoffe und angepasster UIC-Verladerichtlinien auf.Drahtgeflechte als Alternative: Wenn Güter zwar gegen Verwehen gesichert, aber nicht vor Nässe geschützt werden mussten (z. B. bestimmter Schrott oder leichtes Holz), griff man 1970 alternativ auf das Verzurren mit ausgeglühtem Stahldraht oder temporären Holzeinbauten zurück, statt Netze zu spannen.Spezialwaggons im Aufkommen: Anfang der 1970er Jahre begann die DB zudem, verstärkt Güterwagen mit eingebauten, mechanisch verschiebbaren Planen- oder Schwenkdächern (wie die Gattung Taems) einzusetzen, um das händische und aufwendige Verzurren von losen Planen abzulösen.
Nach einer Präzisierung auf den Wagentyp und leichten Aluschrott kam folgendes heraus:
Beim Transport von Aluminiumschrott in einem vierachsigen Eaos-Güterwagen der Deutschen Bundesbahn um das Jahr 1970 gab es bezüglich der Ladungssicherung eine wichtige historische Besonderheit: Der Wagen wurde in der Regel überhaupt nicht abgedeckt, da Aluminium-Stanzabfälle, Bleche oder Gussbruch als schwer genug galten, um durch die hohen Seitenwände des Eaos gesichert zu sein.
Falls der Alu-Schrott jedoch extrem leicht und feinteilig war (z. B. dünne Folienreste oder feine Späne), griff man weder zu Planen noch zu Kunststoffnetzen, sondern zu einer ganz spezifischen Methode: Drahtabdeckungen.
## Die Ladungssicherungsmethoden im Detail

* Offener Transport (Standard): Der Eaos (beschafft ab Ende der 1970er Jahre in Großserie als Eaos 106, erste Prototypen/Vorgänger liefen bereits um 1970) besitzt 2 Meter hohe Stahl-Bordwände. Industrieschrott wurde so geladen, dass er unterhalb der Obergurte blieb. Der Fahrtwind konnte schweren Metallschrott nicht herabwehen, weshalb ein offener Transport ohne Abdeckung die Regel war.
* Ausgeglühter Stahldraht (Drahtabdeckungen): Um zu verhindern, dass leichte Aluminiumteile durch Verwirbelungen aus dem Wagen gesaugt wurden, wurde Spreizdraht oder ein Geflecht aus Bindedraht verwendet. Die DB-Eaos-Wagen besaßen für diesen Zweck spezielle Haken direkt unterhalb des Obergurtes. Der Draht wurde kreuzweise über die Ladung gespannt und festgezurrt.
* Warum keine Planen (Wagendecken)? Planen wurden für Schrotttransporte strikt vermieden. Scharfkantige Aluminiumbleche, Stanzreste oder Profile hätten die teuren, schweren Textilplanen der Bundesbahn beim ersten Bremsmanöver oder durch das Rütteln während der Fahrt sofort zerschnitten.
* Warum keine Netze? Die heute üblichen, flexiblen Kunststoff-Sicherungsnetze (oft grün oder schwarz) kamen erst Jahrzehnte später auf. 1970 gab es schlicht kein reißfestes und zugleich schrottresistentes Kunststoffgewebe für diesen Einsatzzweck.
Vielleicht beantwortet das ja ein paar Fragen.

Gruß Ralph

Re: Interessantes Ladegut

Verfasst: 03 Jun 2026, 22:58
von MHAG
Hallo Ralph,

erstmal danke für Deine Mühen! :)
Allerdings bin ich der AI gegenüber sehr skeptisch, vor allen wegen der Aussage mit der Drahtabdeckung. Wie sollen die dünnen Drähte sowas zuwege bringen?
Falls der Alu-Schrott jedoch extrem leicht und feinteilig war (z. B. dünne Folienreste oder feine Späne), griff man weder zu Planen noch zu Kunststoffnetzen, sondern zu einer ganz spezifischen Methode: Drahtabdeckungen.
Da würde ich eher die Plane wie im ersten Bild hier verwenden:
viewtopic.php?p=16890#p16890
Die Plane kommt dabei ja nicht mit dem Schrott in Berührung; aber sowas weiß eine AI ja nicht... :roll:
Wenn, dann könnte ich mir noch vorstellen, dass über die gespannten Drähte die Plane gelegt und dann stramm gezogen wurde. So würde der Abstand der Plane zum Schrott sichergestellt.
Dann braucht man den "Feinschrott" nicht nachbilden, da reicht die gespannte Plane.
Also den "Grobschrott" nachbilden, wenn's interessant aussehen soll ;)


Noch eine kurze Anmerkung zu KI (Künstliche Intelligenz) oder besser AI (Artificial Intelligence):
Der ursprüngliche amerikanische Begriff "intelligence" ist eigentlich übersetzt "Informationsbeschaffung", siehe das Zitat zur CIA:
Zitat - Antwort-Nr.: | Name: Wikipedia
Die Central Intelligence Agency, offizielle Abkürzung CIA, ist ein Auslandsgeheimdienst der Vereinigten Staaten. Im Gegensatz zu den anderen US-Nachrichtendiensten, insbesondere der National Security Agency, liegt der Schwerpunkt der CIA eher in der Beschaffung von Informationen
Das hat erst mal nichts mit dem deutschen Begriff "Intelligenz" zu tun...
Oder will das jemand übersetzen mit "Zentraler Intelligenz Agentur"? Könnte man ja auch machen :lol:

Deswegen gefällt mir der Begriff "Künstliches Wissen" (oder der englische Begriff AI) eigentlich besser, denn es wird ja "nur" aus einer riesigen Datenbasis die Information mit der höchsten Wahrscheinlichkeit gefiltert und kombiniert. Aber das sehr schnell. Und teilweise mit "Phantasie", selbst schon live erlebt :shock: :mrgreen: Daher auch meine Skepsis gegenüber so einem Werkzeug.

Viele Grüße 8-)
Michael