Stromversorgung der MoBa

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
LotharF
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Stromversorgung der MoBa

Beitrag von LotharF » 14 Aug 2019, 08:19

Hallo MäNNers,

langsam kommt ja wieder die Zeit sich mit der MoBa näher zu beschäftigen und
JA, endlich will ich mich auch mal ranmachen.
Damit ich aber nicht gleich einen Fehler mache, einmal eine grundsätzliche Frage:
Wie versorgt ihr eure Gleise mit Strom? Lötet ihr Kontaktstellen ein oder verwendet ihr spezielle "Schuhe" und
welchen Kabelquerschnitt verwendet ihr für die Hauptzuleitungen.
Geplant ist die Bahn mit Digitalstrom zu versorgen, wobei mindestens jedes zweite Modul einen eigenen Verstärker haben soll.
Die Beleuchtung und andere Verbraucher (Wechselstrom) plane ich mit haushaltsüblichen flexiblem Kabel mit min. 0,75mm Durchmesser zu versorgen.
Ich nehme auch gerne einen Link, falls das schon einmal besprochen wurde oder es in anderen Medien entsprechende Ausführungen gibt.
Vielen Dank schon mal an euch.

Gruß
LotharF

Helmut
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Re: Stromversorgung der MoBa

Beitrag von Helmut » 14 Aug 2019, 22:54

Hallo Lothar,
nee, hier gibt es schon noch Antworten und keine Links ;-). Erstmal, toll dass Du was bauen willst, ich bin schon auf ausführliche Berichte gespannt ;-)

Ich nehme für meine Module 0,75 mm² Litze vom rechts nach links. Auf beiden Seiten löte ich 0,14 mm² Standardmobalitze von unten an die Peco Flexgleise an und klemme sie auf beiden Seiten an die Stromanschlußstellen an. Jedes Gleis wird also zweifach versorgt und Schiene/Litze 0,75 sind parallel geschaltet. Selbst wenn eine Leitung ausfällt, habe ich Reserven.

Der Anschluss über die dünnen Mobakabel ist in meinen Augen in Ordnung: mehr als ein Zug kann auf dem Gleis einfach nicht sein. Btw, wenn wir unter Modulen das gleiche verstehen kannst du mit einer kleinen Zentrale (2,5 - 3 A) 8- 10 Züge fahren bei großzügigen 300 mA/Lok. ich bekomme auf meiner Anlage vielleicht 4-5 Züge gesteuert, mehr nicht und betreibe daher die Strecke an einem Verstärker (dem der Zentrale mit 2.5 A). Alle zwei Module einen Verstärker halte ich daher für zu viel.

Gruß aus KerpeN
Helmut

Gast

Re: Stromversorgung der MoBa

Beitrag von Gast » 16 Aug 2019, 06:51

Hallo Helmut,

vielen Dank für Deine Antwort.
Das hilft mir schon weiter.
So in Etwa war das auch meine Vorstellung.
Danke für den Tipp mit den Verstärkern.
Die sind ja nicht gerade billig.

Viele Grüße
LotharF

InterCargo
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Re: Stromversorgung der MoBa

Beitrag von InterCargo » 17 Aug 2019, 13:46

Hallo LotharF,

ich betreibe meine Moba analog und verwende im sichtbar gestalteten Bereich Gleismaterial von Peco (Code 55). Dabei löte ich die Fahrstromeinspeisungen von unten an die Schienenverbinder. Generell verwende ich Kabel mit einem Kabelquerschnitt von 0,25 mm.

Überhaupt versuche ich möglichst mit ganz normaler Physik aus zukommen und komme bisher prima damit klar - und auch das löten auf SUB-D Buchsen/Stecker klappt mit diesem Kabelquerschnitt 0,25 mm wirklich gut.

Zur Digitaltechnik kann ich dir daher leider nicht weiter helfen.

Viel Bastelspaß wünscht dir

der

InterCargo

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8erberg
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Re: Stromversorgung der MoBa

Beitrag von 8erberg » 17 Aug 2019, 14:11

Hallo,

Stromverbrauch einer Lok in Spur N sind ca. 100 - 250 mA + Licht (Glühlampenlicht 20 - 50 mA, LEDs erheblich weniger).

Besser überlegen wieviele Fahrzeuge gleichzeitig unterwegs sind um den Strombedarf abzuschätzen.

Man braucht garnicht sooo viel Strom, andere Spurweiten brauchen viel mehr. Ich hab ein bischen Spur 1, da zieht eine Lok schon mal 600 mA - 1 Ampere.

Wichtig sind die dicken Strippen, damit ein Kurzschluß sicher erkannt wird, ebenfalls sollte man den Strom ca. jeden Meter einspeisen, in Weichenstraßen häufiger.

Peter

LotharF
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Re: Stromversorgung der MoBa

Beitrag von LotharF » 19 Aug 2019, 19:36

Guten Abend,

vielen Dank für eure hilfreichen Hinweise.
Aktuell sichte ich gerade meine alten "Testbauten" und schaue ob ich da noch was verwenden kann
oder ob Alles neu aufgebaut wird.
Ich denke dass ich die "alte" Weichenstraße noch verwenden und entsprechend verdrahten werde und der Rest wird wohl neu gebaut.
Das Holz liegt schon ein gutes Jahr im Keller und ist nun wohl gut abgelagert.
Jetzt können Herbst und Winter kommen.
Mal schauen, ob ich wirklich die Kurve (und den Ar... hoch) kriege und loslege.
;)
Ich werde euch berichten.

Gruß
LotharF

InterCargo
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Re: Stromversorgung der MoBa

Beitrag von InterCargo » 01 Sep 2019, 21:16

Hallo Lothar,

einfach mal anfangen, das ist der 1. gute Tipp von mir ;)

Du weißt doch - Der Weg ist das Ziel :!:

:mrgreen:

Es grüßt dich

der

InterCargo

Helmut
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Re: Stromversorgung der MoBa

Beitrag von Helmut » 01 Sep 2019, 22:38

Hallo zusammen,
wobei mich schon interessieren würde, was Lothar so im Kopf rumgeht. Vielleicht magst Du ja was erzählen ;-).

Gruß aus KerpeN
Helmut

LotharF
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Re: Stromversorgung der MoBa

Beitrag von LotharF » 03 Sep 2019, 08:58

Guten Morgen,
sehr gerne.

Fest steht: Modulbauweise. Länge der Module 80cm, Tiefe 40cm.
Aus ersten Bauversuchen habe ich ein Modul in diesem Maßen.

Thema: Ausfahrt aus einem Tunnel, entlang eines Flußes in einer Weinbauregion.
Geplant ist die Ausfahrt aus dem Tunnel in einen kleinen Bahnhof überzuleiten (eine Testversion gibt es da auch schon,
aber nur als Platte, nicht als Modul). Thematisch soll er der Weinbauregion angepasst werden und ein oder zwei Ladegleise für
den Umschlag von Produkten aus der Region erhalten. Außerdem soll die Möglichkeit von Zugüberholungen und ein Kopfgleis für
Ausflugsverkehr gegeben sein. Der Gleisplan wäre recht einfach gehalten.
Der Bahnhof soll insgesamt mit dem Tunnelmodul drei Module (also gesamt 2,40m) umfassen.
Was hinter dem Tunnel kommt (Wendeschleife usw.) mache ich von dem zukünftigen Raumangebot abhängig.
Ebenso das "andere" Ende des Bahnhofs und einem evtl. vierten Bahnhofsmodul. Der Betrieb soll überschaubar bleiben.
Bei der Gestaltung setze ich auf "weniger ist mehr".
Auch wenn aus den Jugendtagen mittlerweile soviel Material vorhanden ist (BW, Stadt, Burg, Seilbahn... usw.) dass
ich vom "Ostseestrand zum Alpenrand" realisieren könnte (aber nicht möchte).
Beim rollenden Material möchte ich noch schauen was ich einsetze. Auch da gilt: von Epoche I bis IV ist viel (zuviel) vorhanden.
Da bietet das Thema auch die Möglichkeit, den ein oder anderen Museumszug einzusetzen.
Fahrleitung soll mittels Masten von Sommerfeld angedeutet werden, aber ohne Dampf geht garnicht. ;-)

SO: soweit meine "Hirngespinste". Mal schauen wie weit ich damit komme und wie sich Alles realisieren lässt.
Im nächsten Jahr steht noch die Entscheidung des künftigen Wohnortes an und damit werdenauch die zur Verfügung
stehenden Platzverhältnisse klarer.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig in meine Gedankenwelt entführen und werde auch bei auftretenden Problemen garantiert löchern.
:-) :-) :-)

Euer
LotharF

Helmut
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Re: Stromversorgung der MoBa

Beitrag von Helmut » 04 Sep 2019, 22:18

Hallo Lothar,
liest sich doch gut. Ich habe den Eindruck, es geht um eine eingleisige Nebenstrecke irgendwo im deutschen Mittelgebirge. Willst Du eigentlich Pendelverkehr machen oder planst Du eine bzw. zwei Schleifen? Bezüglich der Modulnorm: frei oder irgendwo angelehnt? Im Endeffekt baust Du ja ein Arrangement aus mehreren zusammengehörigen Teilen. Hier solltest Du eher an Segmentbauweise denken und nicht an starre Modulübergänge einplanen. Wenn Du die Endübergänge genormt ausführst, ist das doch vollkommen ausreichend. Aber das sind nur Gedanken, die mir so bei Deinem Beitrag durch den Kopf gehen.

Gruß aus KerpeN
Helmut

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