...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
MHAG
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...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von MHAG » 17 Aug 2019, 00:16

Hallo,

schon wieder ein Thread mit Bastelzeug von mir! :o
Angeregt durch ICG im Thread "Selbstgebaute Häuser aus Papier/Pappe/Holz/...", doch mal mehr zur Inneneinrichtung zu erzählen, starte ich hier eine Selbstbau-Bericht-Reihe, in der alles Mögliche :D und Unmögliche :roll: aus einem Möbelhaus für N nachzubilden versucht wird.

Los geht´s mit Stühlen, die man immer brauchen kann ;)
Anfangs habe ich Stühle aus einem Plastik-U-Profil (evtl. die Beine freigefeilt) und einem Flachprofil als Lehne zusammengeklebt. War ein mühsames Unterfangen für ein unbefriedigendes Ergebnis. :cry: Aber man konnte eine als solches erkennbare Einrichtung in Häuser bauen, wenn die Fenster einigermaßen "einsichtig" waren.
Irgendwann brauchte ich in meinem Stellwerk einen typischen "Beamtenstuhl" früherer Zeit, vier Beine, Lehne, Sitz: alles aus Holz. Da Holz in unserem Maßstab ja nicht so einfach bearbeitbar ist (wenn das Ergebnis filigran sein soll), habe ich mir die beiden Einzelteile aus Draht gebogen, diese zusammengelötet und aus Karton den Sitz aufgeklebt. Mit etwas Farbe kann man einen Stuhl erkennen :)
Der Hocker besteht aus Bürohefterklammern bzw. aus einer geteilten, passend gebogen und wieder mit einem "Kartonpolster" versehen.
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Die Stuhllehnen kann man nach Belieben gestalten, ich wollte nur probieren, welche Form am besten in mein Stellwerk passt. Deswegen die verschiedenen Formen.
Mit einem gedruckten Holzboden sieht das so aus:

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Wird fortgesetzt...

Viele Grüße 8-)
Michael
Zuletzt geändert von MHAG am 11 Sep 2019, 14:41, insgesamt 3-mal geändert.

InterCargo
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Re: ...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von InterCargo » 17 Aug 2019, 13:00

Hallo Michael,

:shock:

sieht gut aus ;)

Ich habe auch schon überlegt, was man für die Spur N aus den feinen Tackerklammern basteln könnte,
bin aber dabei nicht auf Möbel gekommen.

Das löten stelle ich mir erst mal schwierig vor, wenn ich aber die ganz feine Lötspitze und die 3. Hand nehme könnte es gehen :idea:

Ist vermutlich reine Übungssache, man muss sich nur die Zeit nehmen und es versuchen :!:

Gespannt warte ich auf die Fortsetzung unter dem Titel:

"Neues aus dem N-Möbel- und Einrichtungshaus"

:mrgreen:

Einen schönen Samstag

wünscht der

InterCargo, der hofft, dieses Wochenende auch noch was gebastelt zu bekommen ... :ugeek:

MHAG
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Re: ...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von MHAG » 17 Aug 2019, 13:27

Hallo ICG,

das mit dem Löten geht ganz einfach ohne dritte Hand: Das U in Höhe der zukünftigen Sitzfläche verzinnen, flach hinlegen und mit der Pinzette die Sitzfläche passend hinhalten und verlöten. Ist recht schnell gemacht und doch ziemlich haltbar. Stabilisiert wird der Stuhl dann durch die Sitzfläche aus dünnem Karton.

Viele Grüße 8-)
Michael

MHAG
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Re: ...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von MHAG » 17 Aug 2019, 17:02

Hallo,

auf zum nächsten Möbelstück: Tische :-)
Einen einfachen Tisch für mein Stellwerk habe ich mir wieder mit Bürohefterklammern gebaut, diesmal mit zwei kompletten Teilen. Diese klebte ich auf ein Stück Graupappe als "Korpus" und das wiederum auf ein beiges Kartonstück, das die Tischplatte bildete. An den beiden Längsseiten leimte ich dann dünne Kartonstreifen, damit man die Metallkonstruktion nicht ganz so sieht -- fertig. (Die beiden Seitenbretter haben sich leider etwas gelöst :( beim Foto, sind mittlerweile aber wieder fest)

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Die Ausschmückungen auf dem Tisch kommen vielleicht später mal dran ;) Haben ja nur entfernt was mit einem Möbelhaus zu tun... :lol:
Im Grunde kann man auch eine dickere (Holz-)Platte mit zwei Einkerbungen verwenden und da die beiden Klammern einkleben.

Eine andere Art Tisch (eigentlich für einen Marktstand, taugt aber auch als Gartentisch) baute ich mir wie folgt: Vier Bürohefterklammern bekamen mit einem Edding einen schwarzen Anstrich. Weiter schnitt ich mir aus Schilfresten (das, was beim Zusammenrollen von Schilfmatten immer abfällt) dünne Bretter zurecht und klebte sie auf mehrere Querbretter. Alle überstehenden Teile habe ich nach dem Aushärten des Leims sauber abgeschnitten. Die schwarzen Klammern klebte ich paarweise als Bock zusammen, außerdem bekamen sie unten eine dünne Querstrebe aus Lackdraht, ebenfalls geschwärzt. Zum Schluss klebte ich die Platte auf die beiden Böcke.

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So einen Tisch kann man höchstfalls als Tapeziertisch für drinnen verwenden, aber bei einer Gartenparty oder eben als Marktstand taugt er ganz gut.

Bis zur nächsten Runde (muss immer erst die Bilder zusammensuchen :? bzw. erstmal finden :roll: )

Viele Grüße 8-)
Michael

MHAG
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Re: ...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von MHAG » 17 Aug 2019, 18:04

Hallo,

wieder was gefunden :D , diesmal für einen kleinen Ofen:
Als Rohmaterial dient eine Einpreßmutter (oder wie könnte das Ding heißen :?: ), jedenfalls sowas , das in Kunststoff- oder Metallplatten eingepreßt wird, damit normale Zylinderschrauben da sicher halten, oder eingenietete Bolzen als Achsen -- solche Teile findet man z.B. in alten CD/DVD-Laufwerken, Videorecordern, Radios,... (einfach mal kaputte Geräte zerlegen :P ):

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Manche Teile benötigen eine kleine passende Schraube als Fuß, andere sind im Blech vernietet (also das Blech solange biegen, bis die Niete herausfällt), ein angeklebter (löten geht meistens auch) Kupferdraht aus der Hausinstallation und zwei angepappte "Ofentüren" aus Papier, alles zusammen schwarz eingefärbt mit einem Edding -- fertig ist der Ofen!

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Viele Grüße 8-)
Michael

Helmut
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Re: ...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von Helmut » 18 Aug 2019, 00:53

Hallo Michael,
tolle Sachen machst Du da, mir gefällts.

Als Draht nimmst Du Bürohefterklammern bei den Stühlen im 1. Beitrag? Das ist etwas unklar ausgedrückt.

Gruß aus KerpeN
Helmut

MHAG
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Re: ...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von MHAG » 18 Aug 2019, 06:53

Hallo Helmut,

habe ich oben schon ausgebessert: Ist ganz normaler abisolierter Klingeldraht. Nur beim Hocker sind es die Klammern.

Viele Grüße 8-)
Michael

InterCargo
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Re: ...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von InterCargo » 18 Aug 2019, 12:37

Hallo Michael,

du hast echt klasse :idea: Ideen :idea: , aus irgendetwas was N-taugliches zu machen :shock:

Hut ab - super :!:

Staunende Grüße

vom

ICG - Der gestern selbst gebastelte Kabelkanäle in Richtung Vorsignal weiter gebaut hat ... ;)

MHAG
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Re: ...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von MHAG » 19 Aug 2019, 12:55

Hallo Möbelbauer!

Das Regal in meiner Motorwicklerei habe ich auf eine ganz simple Weise realisiert: Da es ja vor einer weißen Wand steht, habe ich ein weißes Papierstück in Regalgröße als Rückwand zugeschnitten. Mit einem schwarzen Stift malte ich darauf die senkrechten Regalstützen auf und zeichnete die Lage der Böden mit einer dünnen Bleistiftlinie an. Dann schnitt ich mir aus bräunlichem Karton die Regalbretter zu (ganze Breite), die ich stumpf im passenden Abstand auf die Rückwand klebte. Aus dem Rückwandpapier, diesmal schwarz gefärbt, schnitt ich mir schmale Streifen, die ich stumpf als Regalstützen auf die Vorderkante der Regalböden klebte. Ist der Leim trocken, hat das Gebilde eine erstaunliche Stabilität -- und das Einräumen kann beginnen mit allem, was die Bastelkiste so hergibt:

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So bringt man auch den "Bastelkistenbodensatz" noch sinnvoll auf die Anlage :lol:

Viele Grüße 8-)
Michael

Samms710
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Re: ...aus dem Möbelgeschäft -- in 1:160

Beitrag von Samms710 » 20 Aug 2019, 09:44

Hallo Michael,

ich bin platt.
Das ist ja unbeschreiblicher Modellbau und das in Spur-N.
Respekt, von sowas bin ich noch weit entfernt.
Vielen Dank für den interessanten Beitrag.

Gruß aus KEU, Samms710

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