Vorortbahnhof

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
Helmut
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Vorortbahnhof

Beitrag von Helmut » 09 Feb 2020, 18:13

Hallo,
der eine oder andere kann sich vielleiht noch daran erinnern, dass ich schon seit Jahren mit einem Vorortbahnhof mit Bahn, Straßenbahn, Faller Car System und evt. U-Bahn liebäugele. Die Idee war, eine kleinere Anlage für Ausstellungen zu haben, die sich aber mit meinem Modulsystem koppeln lässt. Hier mal der alte Gleisplan.

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Einiges ist schon im Rohbau fertig und jetzt greife ich - wie angedroht - das Thema wieder auf. Das ganz linke Einfahrmodul habe ich wieder hervorgeholt und mit dem Gelände angefangen:

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Links ist der Übergang zu meinen Modulen, in der Mitte soll ein Fluss mit Ausflugsboot und Anleger entstehen, gefolgt von einer Uferpromenade mit Straße, den ersten Häusern und dem Übergang zur Stadt. Die Bahn soll über eine gemauerte Bogenbrücke über Straße und den Fluss führen. Die Holzstützen markieren in etwa die Lage der Pfeiler.

Die Mauer der Uferpromenade habe ich heute aus 1 mm MDF-Platten gelasert. Erst wollte ich graue Steine machen, aber momentan gefällt mir der Braunton recht gut. Evt. nicht mit etwas Pigmenten arbeiten und einen Klarlacküberzug. Was mein Ihr?

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Gruß aus KerpeN
Helmut

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8erberg
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Re: Vorortbahnhof

Beitrag von 8erberg » 11 Feb 2020, 09:57

Hallo Helmut,

ja, könnte eine Sandsteinmauer sein. Da Du ja aus dem Land der Teitekerls kommst passt das ja :mrgreen:

Peter
Besonders in diesen Zeiten: passt auf Euch auf und bleibt gesund

MHAG
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Re: Vorortbahnhof

Beitrag von MHAG » 12 Feb 2020, 12:26

Hallo Helmut,

ist das "Helenbeck"? Mit der Metallbrückendurchfahrt unter dem rechten Teil samt geplantem Böschungsbrand? ;)

Die Mauer ist zwar recht schön und sauber graviert, aber irgendwie zu ordentlich und schon fast "steril" :| Ist ein allgemeines Lasercut-Problem -- es wird zu ordentlich und zu exakt :roll:
Außerdem hätte ich bei "Sandstein" und "Kaimauer" samt "Fließwasser" meine Bedenken wegen Haltbarkeit... Deshalb (und weil dadurch die recht breiten Fugen etwas schmaler werden dürften) würde ich schon eine generelle Einfärbung der Steine samt Fugen machen. Die Frage ist natürlich, welche Steinfarbe bei Dir auf diesem Anlagenteil vorherrscht -- diesen Farbton würde ich in einer "dreckig"-Version verwenden.
Sollte das allerdings eine EpV-VI-Neubau-Wasserschutzmauer sein, dann könnte es einigermaßen passen. Früher wurde das stabile Material aus der nächsten Umgebung für sowas verwendet (Transportweg!), heutzutage richtet man sich mehr nach den Design-Ideen von (sehr oft ortsfremden :mrgreen: ) Architekten... :P

Viele Grüße 8-)
Michael

Helmut
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Re: Vorortbahnhof

Beitrag von Helmut » 14 Feb 2020, 14:50

Hallo Michael,
ja, das ist das andere Ende von Helenbeck.

Inzwischen habe ich ein Restmauerstück mit Farbe und Pigmenten bearbeitet. Ich denke, es hat gewonnen, oder?
Außerdem sehr Ihr den ersten Druckversuch eines Schiffsanlegers aus dem 3D Drucker. Stilübung ich auf das 0,5 mm Geländer. Beim nächsten Mal werde ich 0.4 oder 0.3 mm probieren. Zwei Punkte gefallen mir noch nicht. Zum einen benötige ich noch Pöller, an denen das Schiff festmachen kann und der Anleger muss noch fixiert werden, so dass er sich auf unterschiedliche Wasserhöhen einstellen kann, aber seitlich seine Position nicht ändern kann.

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Helmut
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Re: Vorortbahnhof

Beitrag von Helmut » 23 Feb 2020, 17:26

Hallo,
hier mal 2 Bilder von den Fortschritten in Helenbeck. Die Kaimauer wurde montiert und der Flussboden mit Seesand gestaltet. Beide haben ihre ersten Farbschichten erhalten. Für den Schiffsanleger habe ich eine Treppe gedruckt, die zur Zeit allerdings nur geklemmt und daher etwas windschief ist. Die Straße wird durch die graue Farbe erstmal nur angedeutet. Kopfzerbrechen bereitet mir die Eisenbahnbrücke über den Fluss. Da sich der Beginn der Weichenstraße auf der Brücke befindet, muss ich auf der einen Seite die Servoantriebe verstecken, aber doch noch irgendwie erreichbar halten. Ich habe mit daher für eine gemauerte Brücke im "Viaduktstil" entschieden. Rechts entsteht eine Durchfahrt für die Straße, links ein Bogen für Fluss und Wanderweg. Die Stützen auf dem Foto sollen senkrecht zum Schienenverlauf sein. Alternativ könnte ich mir vorstellen, dass die Stützen sich am Verlauf des Flusses orientieren. Die Brücke also irgendwie ein Parallelogramm wird. Gefühlt sieht das für mich besser aus zumal der Fußgängerdurchgang dann einen separaten kleinen Bogen erhalten könnte. Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob das vorbildgerecht wäre. Was meint Ihr?

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Gruß aus KerpeN
Helmiut

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Re: Vorortbahnhof

Beitrag von Samms710 » 23 Feb 2020, 19:31

Hallo Helmut,

die Struktur und Farbe der Kaimauer gefällt mir sehr gut.
Wenn die Eisenbahnbrücke als gemauerter Viadukt gebaut wird,
würde ich die Brückenpfeiler rechtwinkelig zum Schienenverlauf bauen.
Die Pfeiler nach dem Verlauf des Flusses zu bauen stelle ich mir
bei einem Viadukt schwierig vor, besonders beim Übergang von
den Pfeilern zur Gleistrasse.
Vielleicht kannst du die Servos für die Weichenantriebe in
abnehmbaren Teilen der Viadukt Bögen verstecken.

Gruß aus KEU, Samms710

MHAG
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Re: Vorortbahnhof

Beitrag von MHAG » 24 Feb 2020, 09:57

Hallo Helmut!

So "versifft" sieht die Mauer deutlich vorbildnäher aus! :D

Die Treppe sieht ganz nett aus :) . Ist die später Stein, Beton oder eine Metalltreppe, auf einer (gemauerten) Schräge montiert?

Die Brückenpfeiler würde ich mit Blick auf eventuelle Hochwasser parallel zum Fluß gestalten, um im Ernstfall möglichst wenig Fließwiederstand zu bieten. Deshalb sollten die Pfeiler auch eine Schiffsform bekommen. Das eigentliche Gelände rechts (mit Häusern?) würde ich dann nochmal um 1-2cm höher anlegen. Wenn nur die Straße überflutet wird, ist das besser, als wenn es auch die Häuser trifft.
Vielleicht machen sich mehrere unterschiedliche Brücken auch gut, also ein kleiner Steinbogen ganz links für Feld-/Wanderweg, eine Stahlbrücke über den Fluß (es soll ja ein Schiff durchfahren können) und nochmal zwei kleinere Steinbögen für den Landverkehr (je ein Fußweg und eine Fahrspur im Richtungsverkehr). Sowas könnte man recht interessant gestalten (Höhenbegrenzungen, viele Verkehrszeichen, Straßenteilung, evtl. sogar eine flackernde Neonröhre in einem Durchgang?).

Muß der Servo wirklich an der Stelle sein? Eine einfache Umlenkung ist keine Lösung? Sowas könnte sogar ins Holz eingearbeitet werden, wenn es sein muß... Und der Servo wäre einfacher erreichbar rechts beim Kabelkanal.

Viele Grüße 8-)
Michael

Helmut
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Re: Vorortbahnhof

Beitrag von Helmut » 24 Feb 2020, 10:38

Hallo Michael,
hmm, die Weichenzungen befinden sich ziemlich mittig über dem Fluss. Über eine Federdrahtumlenkung wird das nach rechts bis fast zum Kabelkanal geleitet. Dort sieht man auch den schwarzen Knubbel mit den Servoleitungen, dass sind die Servos. Um zur Not an die Servos drankommen zu können, ist die Grundplatte da ausgeschnitten.
Auf einen schiffsförmigen Grundriss der Pfeiler wollte ich eigentlich verzichten, da alle Pfeiler sich außerhalb des Flusses befinden. Allenfalls der linke könnte bei Hochwasser umspült werden.
Die Idee mit den höhergelegenen Häusern nehme ich auf. Dann hätte man ausgehend vom Fluss Bürgersteig, Straße, Parkbuchten, Mauer um 1 cm höher zu kommen, Bürgersteig und dann die Häuser.

Gruß aus KerpeN
Helmut

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Re: Vorortbahnhof

Beitrag von MHAG » 24 Feb 2020, 15:27

Hallo Helmut,

da hätte ich mal besser genauer hingeschaut... :oops: Ich bin nur nach der textlichen Beschreibung gegangen, den Servo im Bild habe ich irgendwie nicht als solchen registriert (die Dinger werden aber auch immer kleiner! :P )

Vielleicht reicht es ja, wenn nur der Pfeilerfuß Schiffsform hat? Sieht man ja auch manchmal. Und da Deine Mauer zum einen recht neu aussieht und zum anderen auch höher ist, könnte im Zuge eines Umbaus die Flußdurchfahrt zur Trogbrücke umgebaut worden sein. Dabei wurde die Uferpartie per Mauer angehoben, so dass jetzt kaum mehr ein Hochwasser zu erwarten ist. Die beiden (jetzt etwas niedrigeren) Durchfahrten für den Straßenverkehr werden jedoch noch durch den alten Pfeiler getrennt, der jetzt aber zum Teil im Boden verschwunden und die Schiffsform daher nur noch als Verkehrsinsel erkennbar ist.
Zur Bebauung: Was ist denn da mal geplant? Wohngebäude im Villenstil, alte Mietskasernen, (Nachkriegs-)Mietshäuser, mit Einkaufsmöglichkeiten, moderne Bauten, Toristengebiet oder mit Kleingewerbe oder gar Industrie :?:
Denn eine Wohnbebauung könnte auch an einem leichten Hang liegen, samt einer kleinen Straße -- ich finde immer, dass es sehr interessant aussieht, wenn Häuser an einer Steigung liegen und aus dem "Kellerfensterschlitz" oben an der unteren Hausecke schon fast ein "Souterrain-Fenster" wird...

Hoffentlich "sprudel" ich nicht schon wieder zuviel Ideen :idea: -- aber solche Themen regen immer meine Phantasie besonders stark an :roll:

Viele Grüße 8-)
Michael

PS: So ein Viadukt würde ich aus Styrodur herstellen, das geht nämlich trotz "schrägen Pfeilern" mit einem Trick ganz einfach ;) Und das Styrodur lässt sich anschließend prima weiterbearbeiten. :)

Helmut
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Re: Vorortbahnhof

Beitrag von Helmut » 24 Feb 2020, 15:56

Hallo Michael,
sprudel nur weiter, solange Du nicht sauer bist, wenn ich nicht jede Idee aufgreife. Die Trogbrücke (ich hoffe, wir meinen dasselbe) ist nicht so toll, da ich die Sperrholztrasse verstecken muss. Daher bin ich auf die gemauerte Version gekommen. Für die äußere Fläche wollte ich die Struktur und Farbe der Kaimauer wiederholen. An der Kaimauer soll ein breiter Bürgersteig als Uferpromenade entstehen mit Kiosk, Fahrkartenverkauf für den Schiffe. Dazu habe ich hier mal Laserversuche eingestellt viewtopic.php?f=6&t=125&start=30. Es ist noch nicht optimal, aber das kommt noch. Ein Geländer habe ich gerade gedruckt. Hier mal 2 Bilder.

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Der helle Streifen soll die Decksteine der Mauer darstellen. Hier fehlt noch eine brauchbare Farbgebung. Neben der Uferpromenade kommt dann eine Straße. Die Bebauung soll passend zu dem touristischen Highlight des Ortes sein: Eisdiele, Cafe, Wirtshaus und ein paar kleine Geschäfte, halt alles etwas "romantisch" gehalten.

Gruß aus KerpeN
Helmut

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