Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
ClausS
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Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von ClausS » 21 Mai 2020, 10:07

Hallo zusammen,

lang, lang ist es her. Wenn man nachschaut, erschrickt man manchmal, wie lange es schon her ist.

Im alten Forum habe ich mal geblättert. Mein letzter Beitrag vom Umbau meiner unteren Ebene, die ich Unterer Schattenbahnhof nenne, stammt doch tatsächlich vom Oktober 2017 :shock: :shock:

https://www.herimo.de/Board/viewtopic.php?f=17&t=3712

Danach begann ich mit dem Testbetrieb und hatte die Idee, eine andere Zentrale mit größerer Lokdatenbank anzuschaffen, da mir das ewige löschen und neu anlegen von Lokdaten in der RMX Zentrale erheblich auf den Nerv ging. Die Versuche mit der Zimo Zentrale und das unsägliche Ende sind auch noch im alten Forum zu finden:

https://www.herimo.de/Board/viewtopic.php?f=17&t=4198

Den Versuch habe ich dann im November 2018 abgebrochen, seitdem stand die Anlege still, da ich einfach maßlos enttäuscht und demotiviert war. Dazu kam noch, nach einer unverschämten Offerte meines Arbeitgebers, das Unternehmen zu verlassen, die Wahl, in der mich meine Kolleginnen und Kollegen zum Betriebsrat wählten und ich die Aufgabe annahm, Schwerbehindertenvertreter war ich schon.

Kurz und gut merkte ich nach einiger Zeit, dass mir etwas fehlte. Eigentlich musste ich nicht lange überlegen, was das war. Natürlich die Modellbahn, die im oberen Stockwerk vor sich hinstaubte.

Aber was mit dem ungelösten Problem mit der Zentrale machen? Die Vergrößerung der RMX Lokdatenbank wurde verschoben und verschoben, da eigentlich nur Bedarf für eine Handvoll Nutzer war? Nach langen Hin und Her habe ich mir dann in den Hintern getreten und mich doch für die Roco Z21 entschieden, nachdem, man mir zusagte, ich könne die Loks aus dem TrainController steuern und die Z21 eigene Lokdatenbank nur für das manuelle steuern mit Handreglern benötigt wird.

Diese Geschichte fand dann schon hier, also im aktuellen Forum statt.

viewtopic.php?f=6&t=179

Dort hatte ich schon angekündigt, den Faden einschlafen zu lassen, da diese Thematik vorläufig abgeschlossen ist, bzw. ich kaum neue Erkenntnisse bis zum Ende des Testbetriebs erwarte.

Also fange ich hier an, eine neue Geschichte zu erzählen, in der ich von den Aufgaben berichten will, die durch die Inbetriebnahme entstehen, oder entstanden sind und wie ich weiter Baustellen, die ich aus den bisherigen Teilprojekten mitgenommen habe, angehen zu gedenke.

Dafür nehme ich wieder gerne euren Rat und eure Unterstützung, selbstverständlich und auch sehr gerne eure Fragen entgegen, so denn welche auftauchen. Kopfschütteln über mein persönliches Stück Verrücktheit und Spinnerei bin ich gewohnt und gehe damit sehr gerne um. Also bitte auch her mit Kritik.

Das war es mal zur Einleitung. Wer Lust hat, kann sich die Vorgeschichten gerne im alten Forum anlesen, ich meine, dass jeder Lesezugriff haben sollte.

In diesem Sinne wünsche ich allen Forumskollegen und -innen, bei denen heute Vatertag ist, einen angemessenen Tag. Das Wetter, zumindest hier in Nordbaden ist schlichtweg hervorragend sommerlich. Und ich habe ein langes Wochenende ***doppelfreu***

LG Claus

Edit: Wer weitere Schreibfehler findet darf sie gerne behalten

ClausS
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Re: Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von ClausS » 22 Mai 2020, 16:51

Hallo zusammen,

dann will ich mal weiter erzählen.

Nun stand ich da mit der Entscheidung um die Zentrale Z21. Was gibt es zu tun, um die Fahrzeuge wieder laufen zu lassen? Was hatte ich mit der MX10 schon erledigt und musste auf die Z21 umstellen?

Fakt ist, dass mein Fuhrpark mit Multiprotokolldecodern ausgerüstet ist. Zum größten Teil zumindest, und damit fängt das Dilemma an. Da ich zu weit über 90 % Rautenhaus Decoder verbaut habe und mit dem System RMX von Anfang an vertraut bin, ist DCC für mich eine ungeliebte Welt. Miene Anfänge waren mit Selectrix, der Adressraum war aber schnell aufgebraucht. Die Decoder mit Selectrix 1 und DCC wurden auf Adressdynamik und DCC umprogrammiert und fuhren dann mit der Adressdynamik. Das funktionierte mir nicht zuverlässig genug und die Decoder wurden wieder firmwaremässig zu SX1/DCC Decodern. Die ganzen Einstellungen gingen bei der Umstellung verloren und der gesamte Fuhrpark musste erneut eingemessen werden. Dann kam Selectrix 2 mit den entsprechenden Decodern auf den Markt, als treuer Kunde bin ich die Schiene mitgefahren. Da die alten Decoder Selectrix 2 nicht können habe ich sie schweren Herzens auf das ungeliebte DCC eingestellt. Somit hatte ich dann 3 Protokolle auf dem Gleis, Selectrix 1 für reine Selectrix Decoder, Selectrix 2 für alles, was neu kam und DCC für den Fuhrpark mit den alten Multi-Decodern.

Da ich es niemals geschafft habe, den kompletten Fuhrpark immer wieder umzurüsten, habe ich begonnen, zu dokumentieren, was ich an welcher Lok gemacht habe. Allerdings hat sich die Dokumentation als unbrauchbar herausgestellt. Ich stand mit mehreren Fragezeichen vor dem Schattenbahnhof und vor den Vitrinen. Was hatte ich wo schon gemacht und was muss ich wo noch tun? Auch standen einige "kranke" Kandidaten herum, wo ich schon gar nicht mehr wusste, was defekt ist oder ob ich die Ersatzteile schon bestellt habe.

Womit also anfangen?????

Nach reiflicher Überlegung habe ich mir ein Format in einer Excel Tabelle gebastelt, in dem ich mir eine Art Aufgabenliste auferlegt habe. Dabei habe ich mir einige Aufgaben vordefiniert, also wenn eine neue Lok kommt, muss ich mir nur die einzelnen Schritte herkopieren und weiss dann immer, wie weit ich bei dem Modell schon bin. Das gleiche gilt für Änderungen, Umbauten oder Reparaturen.

Der erste Schritt war damit festgelegt, die Decoder auf der Anlage auslesen und erkennen und auf DCC umzustellen. Dabei will ich dann auch eine ältere Aufgabe, die Bilder der Loks und Züge für TrainController, endlich angehen und erledigen. Ebenso haben einige Loks kleine Krankheiten, wie z.B. eine defekte Lampe, die ich irgendwann bestellen und ersetzen will.

So ging es dann frisch ans Werk und die Liste wuchs und wuchs. Damit ich mit ein kleines Erfolgserlebnis gönne, ja das brauche ich tatsächlich, habe ich immer gezählt, wie viele Aufgaben offen und wieviel erledigt sind. Da kommen erstaunliche Zahlen zusammen.

Da die Fahrzeuge auf der Anlage alle fahrbereit sind und ich soweit alle Aufgaben des Fuhrparks auf der Anlage notiert habe, könnte ich mit dem Testbetrieb weitermachen, wenn...…

...ja wenn die Zentrale nicht zur Reparatur wäre.

Somit derzeit nur trockenes abarbeiten der Liste.

Zum Thema Testbetrieb erzähle ich später noch was, der Post ist lang genug geworden.

Nicht, dass mir jemand noch einschläft :-)

In diesem Sinne wünsche ich einen schöNeN FreitagabeNd

LG Claus

Helmut
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Re: Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von Helmut » 23 Mai 2020, 21:26

Hallo Claus,
Du gehst da wirklich strukturiert ran, wahrscheinlich die einzige Möglichkeit bei Deinem Fuhrpark. Was ich nicht so ganz verstehe, ist Deine Abneigung gegen DCC. Wenn ich Dein Konzept richtig verstehe, nutzt Du DCC doch nur zum Fahren, für die Rückmeldeproblematik bist Du doch bei Sx/RMX geblieben, oder?

Gruß aus KerpeN
Helmut

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Re: Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von ClausS » 23 Mai 2020, 22:34

Hallo Helmut,

die Abneigung gegen DCC, eigentlich sollte ich das Wort in Anführungszeichen setzen, stammt noch aus meiner digitalen Anfangszeit mit Selectrix 1 und manch seltsamer Begegnung mit sogenannten Propheten, sei es im Verein oder in verschiedenen Foren.

Meine erste Zentrale war ein Fleischmann Twin Center aus einem Startset. Ich vermute mal, die Beschreibung war nicht so das Wahre, deshalb kam ich damit nicht klar. Die vielen Einstellmöglichkeiten taten ein Übriges.

Irgendwann hat sich das dann gelegt und die praktischen Gedanken haben gesiegt. Man wird halt ruhiger mit wachsendem Alter. Dennoch geht mir bei mancher Grundsatzdiskussion manchmal noch der Hut hoch, aber das ist mittlerweile nicht mehr mein Thema. Ich will mich auf mein Ding konzentrieren.

Doch ganz ist der Zweifel noch nicht weg, daher gehe ich im Testbetrieb ganz vorsichtig an die Grenzen der Z21 heran. Da sich DCC anders verhält als DCC mit der RMX Zentrale, gehe ich Stück für Stück an die Grenze heran ohne zu wissen, ob ich die Grenze jemals erreichen werde.

Bei RMX ist die Obergrenze der Loks im Betrieb durch die Steuerkanäle begrenzt, dafür ist die Zentrale ausgelegt. Solch eine Begrenzung gibt es bei keiner anderen mir bekannten DCC Zentrale, also bin ich gespannt was passiert, wenn der eine Befehl Zuviel nicht mehr ausgeführt werden kann.

LG Claus

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Re: Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von ClausS » 24 Mai 2020, 18:37

Hallo zusammen,

dann will ich mal ein bisschen zum Thema Probefahrten erzählen.

Bei meinen früheren Modelleisenbahnen hat immer Kumpel Murphy kräftig mitgearbeitet. Um ihm möglichst wenig Raum zu geben habe ich mir ein umfangreiches Testprogramm auferlegt unter dem Motto "Jeder Zug durch jedes Gleis". Ihr glaubt gar nicht, was da alles zutage kommt, der eine Waggon will nur andersrum, der nächste nur hinten, ein anderer nur vorne usw. Und trotzdem hat mein alter Kumpel noch ein Eckchen gefunden, aber dazu mehr in einer anderen Erzählung.

Durch den Umbau kamen einige zusätzliche Segmente in das neu geformte "U", da der Fuhrpark dann doch eine unerwartete Größe erreichte. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe brachte mir die Tatsache ein, dass ich das Korkmaterial von der Rolle nicht mehr bekam und auf anderes Material ausweichen musste, dass eine andere Stärke aufweist. Das habe ich natürlich erst später gemerkt. Dadurch bekommen diese Segmentübergänge eine neue Qualität und Freund Murphy betätigt sich dort gerne als Entkuppler.

Hier sind die Abschnitte, die durch Betrieb getestet und eingefahren werden:

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Da die Wendel um ca. 1,5 Meter verrückt wurde, hat sich die Zufahrt von der Wendel zum Schattenbahnhof etwa gleich verlängert. Da ich an die Segmentübergänge nicht so leicht rankomme, bedürfen sie natürlich besonderer Aufmerksamkeit. Der Z7ug, der da gerade steht, ist so einer der konstant am Übergang entkuppelt. andere fahren aber drüber, ohne zu entkuppeln. Muss mal die Höhe der Kupplung prüfen. Da ich die Kupplung zwischen Lok und Waggon auf Fleischmann Profi Kupplung bei allen umgerüstet habe, fallen Höhenunterschiede auf. Die Klauenkupplung hat sich leider beim aufstieg in der Wendel fast immer gelöst.

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Als nächstes kommt die Einfahrt in die Gleise 121 bis 124, eine recht einfache Weichenstraße, bei der ich keine Probleme bisher habe.

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Klar, wo es eine Einfahrt gibt, da gibt es auch eine Ausfahrt. Hier kommt es auf das punktgenaue Halten der Züge an, was bisher klaglos in bewährter Technik funktioniert.

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Etwas komplexer ist dann die Weichstraße zu dem Gleisen 130 bis 139, da die Einfahrt in der Kurve liegt und ich die Gleislänge für den längsten Zug in jedem Gleis brauche.

Bild

Die Ausfahrt ist wieder langweilig strukturiert und das punktgenaue Halten funktioniert auch hier bis jetzt

Bild

In der 11 gleisigen Abstellanlage habe ich nach der Kurve, die ich von ca. 120° auf 90° zurückgebaut habe, ein kleines Zwischensegment eingefügt. Erinnert ihr euch noch an die Bemerkung über die Stärke des Korkmaterials?

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Und nach der Kurve kommt noch so ein kleines Segment mit der ähnlichen Aufgabenstellung.

Es gibt also viel zu testen und im Testbetrieb zu fahren. Das macht auch Spaß und ich habe schon was von der Anlage. Natürlich geht es bei mir nicht ohne Liste. auf dieser Liste wird jede Zugfahrt abgehakt oder, wenn etwas nicht so läuft, notiert und nachgebessert. Wenn einer oder zwei hartnäckig nicht wollen, die anderen aber schon, dann werden die "Nichtwoller" in TrainController für diese Gleise gesperrt. Die Automatik merkt sich das und die Züge fahren dann nur in die Gleise, die für sie erlaubt sind.

Von der Planung her werden die Gleise in der 11 gleisigen Abstellanlage von außen nach innen kürzer, so dass der längste Zug nicht mehr in das innerste Gleis passt. Der Zug ist damit gesperrt und kann erst in die Abstellanlage einfahren, wenn ein Gleis frei wird, in das er längenmässig passt. Jedes Gleis ist in 4 Blöcke unterteilt, so dass die Abstellanlage Kapazität für 44 Züge hat. Derzeit sind etwas über 50 Züge im Testbetrieb, wenn dann die Zentrale mal wieder da ist.

So, das war wieder eine etwas längere Geschichte mit einem kleinen Einblick im m ein Konzept.

Ich hoffe euch nicht zu langweilen.

Bis zur nächsten Geschichte.

LG Claus

Helmut
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Re: Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von Helmut » 26 Mai 2020, 12:32

Hallo Clauss,
ich finde Deine Gleisanlagen immer wieder beeindruckend, dazu noch der gutsortierte Bestand an rollendem Material. Das Thema Entkuppeln ist mir leider nur zu gut bekannt. Wenn ich Dich richtig verstehe, setzt Du die Fleischmannkupplung nur zwischen Lok und 1. Waggon ein, oder? Fährst Du eigentlich auch mit Steuerwagen voran?

Gruß aus KerpeN
Helmut

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Re: Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von ClausS » 26 Mai 2020, 12:46

Hallo Helmut,

ich kupple grundsätzlich die Loks mit den Zügen mit der Fleischmann Profi Kupplung.

Bei den Zügen ist das unterschiedlich, da mir die "Erbse" dann doch zu teuer wird. Bei Wagen mit Normschacht kupple ich immer Vierergruppen mit der Tillig Stangenkupplung fest, die Vierergruppen sind dann untereinander wieder mit der Erbse gekuppelt. Kippt ein Zug mal um, was durchaus mal vorkommen kann (Kumpel Murphy) dann hört der Dominoeffekt bei der Erbse auf, da hier eine Trennung erfolgen kann.

Bei älteren Waggons, für die es keine Stangenkupplung gibt, belasse ich dann schon mal die Normkupplung. Trennen sich Waggons ständig hilft mir ein Tropfen Ponal. Der hält die Kupplung sehr gut und lässt sich wieder gut lösen. Dabei hilft mir mein Konzept, was den Rangierbetrieb ausklammert, die Züge verändern sich also nicht.

Für die älteren Fleischmann Waggons, die mit Zapfen und Blattfeder, hat Tonga mal eine Lösung entwickelt, die ich bei Cox damals abgeschaut habe, die sogenannten "Tonga Laschen" Damit können diese Waggons hervorragend kurz- und festgekuppelt werden.

Mit Steuerwagen voraus habe ich mal getestet, die kommen derzeit aber nicht sauber durch die sehr enge Wendekurve. Der Betrieb ist aber dafür ausgelegt und alle Steuerwagen haben für den Lichtwechsel einen Decoder erhalten. Hatte ich zumindest vor ;-)

LG Claus

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Re: Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von ClausS » 26 Mai 2020, 22:25

Hallo zusammen,

dann will ich mal weitererzählen. Diesmal von einem provisorischen Teil der Anlage, die einige tiefgreifenden Entscheidungen auslöste.

Bedingt durch den Umbau zum "U" wurde die Wendel ca. 1,5 Meter verschoben. Dadurch änderte sich auch die Zufahrt zum Wendesegment. Was bisher eine lange Gerade ohne Steigung war wurde zur Steigung mit Kurve und Gegenkurve.

Bild

Das Bild zeigt einen Intercity, der schon wieder auf dem Weg nach unten ist und darauf wartet, dass er in den nächsten Block einfahren kann.

Bild

Dies ist ein Bild auf den Bereich, der zum Problem wurde. Lange Güterzüge, bzw. Güterzüge mit vielen Achsen, blieben auf dem letzten Stück stehen, da die Loks durchdrehten. Entweder waren die Kurven die Schuldigen oder/und das letzte Stück der Steigung, welches irgendwie etwas steiler ausfiel. Jedenfalls ist mir diese Steigung wohl misslungen, da sie rechnerisch nicht steiler war als die Wendel, also ca. 2%.

Naja, dacht ich, da der Fuhrpark groß genug ist, fahren wir die Güterzüge halt in Doppeltraktion. Das funktionierte in der Theorie bestens, in der Praxis kamen dann wieder neue Aufgaben hinzu. Die Loks mussten in der Doppeltraktion zueinander passen, also eine 189 mit einer 185 geht gar nicht. Damit kam ich wieder an die Grenze der Lokdatenbank der RMX Zentrale, da ja auf einmal fast doppelt so viele Loks, bzw. Decoder, auf der Strecke waren. Also für jede zusätzliche Lok musste eine andere gelöscht werden, damit in der Datenbank wieder Platz ist. Eines meiner Schätzchen löschen?? Mir blutete jedes Mal das Herz :oops: :oops:

Dann begann die Story mit der Zimo Zentrale, des Stillstands und das Kapitel Z21 wurde aufgeschlagen. In der Zwischenzeit konnte ich die Steigung etwas entschärfen, in dem ich dünne Streifen Balsaholz unterlegt und somit das letzte Stück etwas weniger steil gestalten konnte.

Die meisten Loks fahren eigentlich klaglos in Doppeltraktion, auch Herstellerübergreifend. Allerdings habe ich ein Pärchen Fleischmann 185er, die scheinen miteinander nicht klarzukommen. Fährt die eine, stockt die andere und umgekehrt. Der Witz an der Sache ist, dass sich beide dann so in die Zugkraft stemmen, dass sich die Drehgestelle aus den Schienen heben und entgleisen. Beide Loks lassen sich nicht einmal über die Gleise ziehen, ohne dass die Drehgestelle entgleisen. Blöde ist nur, dass ich darüber nicht lachen kann, es nervt einfach!

Schauen wir einfach mal, ob es eine gründliche Reinigung der Lokräder löst.

Aber das ist dann schon wieder Stoff für die nächste Erzählung.

Am Donnerstag wird meine rechte Hand operiert und ich werde sie wohl 2 Wochen nicht benutzen können. Wie das dann mit dem Schreiben klappen wird kann ich nicht beurteilen. Es könnte also etwas dauern.

In diesem Sinne bleibt bitte alle gesund!

LG Claus

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Re: Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von Samms710 » 29 Mai 2020, 13:53

Hallo Claus,

mit Interesse lese ich deine Beiträge und schaue mir gerne deine eingestellten Fotos an.
Das sind schon Dimensionen die ich als Modulbahner nicht erreichen kann.
Auch die Zuggarnituren passen und sind sehenswert.
Mitreden kann ich hier nicht, da ich nur analog unterwegs bin.
Deine Erklärungen von Kupplungsproblemen, Steigungen, Doppeltraktion u.v.m. sind lesenswert.
Ich hoffe, dass deine OP an der Hand gut verlaufen ist, wünsche dir eine gute Besserung
und freue mich über weitere Beiträge.

Gruß aus KEU, Samms710
Zuletzt geändert von Samms710 am 29 Mai 2020, 19:00, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Inbetriebnahme nach Umbau und längerem Stillstand

Beitrag von ClausS » 29 Mai 2020, 15:03

Hallo Samms 710,

vielen Dank für dein Feedback und die Wünsche. Freut mich zu lesen, dass die steigende Zahl der Zugriffe auf diesen Thread nicht nur von Bots kommt ;-)

Der Hand geht es so wie so gut, Schreiben geht mit dem terroristischen System (es ist stündlich mit einem Anschlag zu rechnen).

Gerne erzähle ich auch weiter, langjährige Mitstreiter im Herimo Forum erinnern sich bestimmt daran.

Jetzt wünsche ich euch allen ein wunderschönes Pfingsten!

LG Claus

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