Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

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InterCargo
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Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von InterCargo » 26 Jan 2019, 13:15

Hallo in die Runde,

bereits seit einiger Zeit plane und baue ich an einer neuen Betriebsstelle an meiner eingleisigen Nebenstrecke,

dem "Bf Liesendahl"

Dabei handelt es sich um die Planung eines kleinen Bahnhofs der Deutschen Bundesbahn an eingleisiger nicht elektrifizierter Strecke - Rangierspiel - Timesaver - Epoche IV

Was bisher geschah, ist hier nachzulesen …

https://www.herimo.de/Board/viewtopic.php?f=17&t=4100

Hier in diesem neuen Thread beginne ich noch einmal damit zu schildern, was mir so im Kopf herumspukt …

und noch darauf wartet realisiert zu werden. :geek:

Die Grundidee entstammt dem MIBA Spezial 18 mit dem Titel "Vorwiegend Güter."

Dort hat Stephan Rieche vor einigen Jahren die "Fahrradschmiede Ferdi Frickelmann" in Spur H0 gebaut. Sehr interessant und reizvoll ist die Lage der Fabrik auf einem etwas höheren Niveau als das Streckengleis.

So kann die Fabrik nur über zwei Spitzkehren erreicht werden. Auch gefiel mir, dass Stephan Rieche seine Anlage mit Wagenkarten und Frachtkarten betreibt.

Solche rangierintensiven Anlagen wurden durch den Amerikaner John Allen bekannt, der schon vor Jahrzehnten ein geniales Rangierspiel, den

sogenannten "Timesaver," erfunden hatte.

Link dazu …

http://www.wymann.info/ShuntingPuzzles/ ... saver.html

Hier mal ein Bild der Grundidee …

Bild

Bei mir soll es eine kleine Betriebsstelle an einer eingleisigen nicht elektrifizierten Strecke werden, die nur dem Güterverkehr dient und in der Epoche IV "spielt."

Züge des Personenverkehrs und Dieseltriebwagen fahren durch bzw. müssen halten, um Zugkreuzungen durchzuführen oder abzuwarten.

Soweit mal meine Ideen.

Über eure Gedanken, Anregungen und Tipps oder entsprechende Beispielbilder würde ich mich sehr freuen ;)

Freundlich grüßt

der

InterCargo

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Re: Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von InterCargo » 26 Jan 2019, 13:23

Hallo in die Runde,

nach meiner Vorstellung soll diese Betriebsstelle Bf Liesendahl sowohl allein stehend betrieben werden können,
als auch in ein Modulkonzept mit einer eingleisigen Strecke mit integriert werden können.

In der Variante 1 (einzeln stehend) würde ich die Betriebsstelle vielleicht von Signal Ra 10 bis Signal Ra 10 aufbauen. Somit wären die Einfahrten in den Bahnhof auf anderen Streckenmodulen untergebracht.

Dabei wäre es in meiner Abwandlung der Grundidee schön, im Bf L. auf der unteren Ebene drei beidseitig angebundene Gleise für Zugfahrten zur Verfügung zu haben.

Wenn das längste beidseitig angebundene Gleis dann das durchgehende Hauptgleis ist, müsste dieses in der Regel frei bleiben, um den durchgehenden Verkehr planmäßig abwickeln zu können. Die beiden anderen beidseitig angebundenen Gleise ständen dann für Zugkreuzungen kürzerer Züge zur Verfügung.

Auch wäre es schön, unten noch ein längeres und ein kurzes Abstellgleis als Stumpfgleis auf der unteren Ebene zu haben.

Dabei könnte man das mit Doppelweichen von Peco konstruieren.

Ein mit Rangierlok eingefahrener Güterzug könnte dann im DB Bahnhof den Eingangszug stehen lassen und festlegen. Anschließend kann die Rangierlok dann über ein freies Gleis bis Signal Ra 10 rangieren und nach Fahrtrichtungswechsel in die obere Ebene fahren, um dort an den verschiedenen Ladestellen und Abstellgleisen Güterwagen abzuziehen. Mit den Wagen wird dann herunter in den DB Bf L. gefahren und dort in ein freies Gleis zurückgesetzt. Dort werden die Wagen festgelegt.

Damit hat die Rangierlok schon mal den Ausgang fertig zusammen rangiert.

Nun kann der Eingang zurechtrangiert und nach oben gefahren werden, um dort zur Ent- oder Beladung an den einzelnen Ladestellen angestellt zu werden.

Somit könnte man sich zw. den beiden Signalen Ra 10 mit den einzelnen Rangierfahrten ganz schön beschäftigen, ohne direkt mit einer Modulstrecke verbunden zu sein.

Soweit mal meine Umsetzungsideen.

Einen schönen Tag

wünscht euch

der

InterCargo ;o)

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Re: Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von InterCargo » 27 Jan 2019, 14:33

Hallo in die Runde,

dann erzähle ich mal weiter, was ich mir so überlegt habe … ;)

in der unteren Ebene plane ich meinen Bahnhof für ZUGFAHRTEN wie folgt.

Von Westen kommen Züge auf dem durchgehenden Hauptgleis der eingleisigen Strecke in meinen Bf herein. Dort wird als erstes ein Bahnübergang in Gleis 7 befahren, der mit einer Blinklichtanlage gesichert ist. Bei der Blinklichtanlage handelt es sich um eine Lokführerüberwachte Anlage, eine sog. "BliLo."

[Anm.: Das Blinklichtübewachungssignal aus Richtung Westen befindet sich ebenso wie das Signal Ne 1 dieser Betriebsstelle weiter westlich auf einem Modul, dass ich - noch - nicht darstellen möchte. Gleiches gilt für die Gegenrichtung.]

Anschließend liegt in Gleis 7 eine spitzbefahrene Doppelweiche. An dieser Weiche kann man entweder geradeaus auf dem durchgehenden Hauptgleis 3 weiterfahren oder in die Hauptgleise 2 und 4 einfahren.

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Der andere Bahnhofskopf sieht so aus …

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Wie zu sehen, können durchgehende Züge der Richtung West/Ost durch Gleis 3 und Gleis 5 nach Osten weiterfahren. Dabei ist das Gleis 3 das längste beidseitig angebundene Bahnhofsgleis. Züge die in die Gleise 2 oder 4 eingefahren sind sollen dort z.B. Zugkreuzungen oder Überholungen mit anderen Zügen durchführen.

Daher ist mein Bf ein Kreuzungsbahnhof an dieser eingleisigen nicht elektrifizierten Nebenstrecke.

Für Züge der Gegenrichtung (Ost/West) gilt sinngemäß das gleiche. Allerdings müssen Züge der Richtung O/W - die aus dem Bf ausfahren sollen - immer an den Signalen Ne 5 der Gleise 2, 3 oder 4 halten,
da dort mittels Schlüsselschalter die Einschalttaste für die Blinklichtanlage am BÜ "Industriestraße" eingeschaltet werden muss.

Kurz vor dem BÜ "Industriestraße" ist auch ein Blinklichtüberwachungssignalwiederholer aufgestellt, der zum Befahren Signal Bü 1 zeigen muss.

Die weiteren Gleise sowohl im unteren als auch im oberen Bahnhofsbereich sind als Nebengleise bzw. Privatgleisanschlüsse geplant.

Soweit mal meine bisherigen Planungsüberlegungen …

Über Anregungen, Hinweise, Fragen, Tipps oder andere Antworten … :mrgreen:

freut sich immer

euer freundlich grüßender

InterCargo

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Re: Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von InterCargo » 27 Jan 2019, 19:14

Hallo zusammen,

um im Bahnhof in der unteren Ebene für die Gleise 1 - 4 möglichst große Nutzlängen zu erhalten, habe ich mich entschieden, zwei Doppelweichen von Peco zu verwenden.

Hier Bilder vom Gleisbau …

Ansicht von Westen

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Ansicht von Osten

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Erste Stellproben mit Fahrzeugen auf der nun vorhandenen Infrastruktur ;)

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Eingefahrener Güterzug mit BR 215 in Gleis 2

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Rangierende BR 261 in Gleis 4 hat Wagen bis nach Gleis 6 durchgedrückt

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Mit den Nutzlängen bin ich schon mal zufrieden :mrgreen:

Es grüßt euch

der

InterCargo

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Re: Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von InterCargo » 01 Feb 2019, 15:08

Hallo in die Runde,

nachdem ich bisher den unteren Teil meines Bahnhofs L. beschrieben habe, möchte ich meine Gedanken zum oberen Teil hier mal entwickeln.

Ausgehend von der Grundidee von Stephan Rieche soll ein Bahnhofsteil auf einem etwas höheren Niveau entstehen. Das Gleis 9 wird als Verbindungsgleis zwischen beiden Bahnhofsteilen dienen.

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Unmittelbar auf der oberen Ebene angekommen ist eine Doppelkreuzungsweiche vorgesehen.

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Nach der DKW wird der weitere Gleisverlauf entwickelt ... :mrgreen:

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Von der DKW aus östlich sind zwei Stumpfgleise angelegt, die als Ausziehgleise 10 und 11 dienen, während westlich der DKW eine Umfahrung realisiert wurde. Ebenfalls westlich wurde eine weitere Doppelweiche eingebaut, von der ein Privatgleisanschluss einer Firma abzweigt.

Bild

Zwei Gleise (15 + 16) durchqueren dann die Halle des Anschließers komplett und enden an Prellböcken.

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Vor der Halle wird dann noch das westliche Ausziehgleis 14 gebaut.

Auf der oberen Ebene wird ein reger Rangierverkehr stattfinden, Gleisanschlüsse werden bedient und es sind immer wieder Wagen zwischen dem unteren und dem oberen Bahnhofsteil auszutauschen.

Soweit mal mein Bericht vom Werdegang der oberen Ebene im noch im Bau befindlichen Bahnhof Liesendahl ;)

Freundlich grüßt

der

InterCargo

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Re: Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von Helmut » 04 Feb 2019, 00:21

Hallo ICG,
das Bahnhofskonzept ist toll und bietet viele Möglichkeiten. Das Problem ist meines Erachtens, dass bei eingleisigem Verkehr der Rangierbetrieb kaum zu bewältigen sein wird. Du wirst da zwei Fahrdienstleister benötigen.

Gruss aus KerpeN
Helmut

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Re: Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von InterCargo » 19 Feb 2019, 10:40

Hallo Helmut, hallo in die Runde,

der Rohbau meines Bahnhofs ist jetzt fertig - was heißt fertig :?: :!:

Na ja, jedenfalls liegen die vorgesehenen Gleise jetzt - fast - alle … :mrgreen:

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Nun geht es ans Verkabeln der Module und dann kann ich wenigstens mal Probefahren. Der Bf Liesendahl ist grundsätzlich als Durchgangs- und Kreuzungsbahnhof an einer eingleisigen Strecke konzipiert.

Jedoch ist ebenso - wenn ich den Prellbock in Gleis 6 wegnehme - der Anschluss von Westen an eine zweigleisige Strecke möglich.

Somit bestehen - wenn betriebsbereit - diese Einsatzvarianten für den Betrieb des Bf Liesendahl:

1 Durchgangsbahnhof eingleisig / eingleisig
2 Durchgangsbahnhof zweigleisig / eingleisig
3 Kopfbahnhof von der zweigleisigen Strecke (von Westen)
4 Kopfbahnhof von der eingleisigen Strecke (sowohl von Westen als auch von Osten möglich)
5 Rangierspiel (wenn der Bf Liesendahl ohne Streckenanbindung für sich allein betrieben wird)

@ Helmut, schrieb:
"Hallo ICG,
das Bahnhofskonzept ist toll und bietet viele Möglichkeiten. Das Problem ist meines Erachtens, dass bei eingleisigem Verkehr der Rangierbetrieb kaum zu bewältigen sein wird. Du wirst da zwei Fahrdienstleister benötigen."

Antwort: Je nach Betriebsart (1 - 5) hat der Bediener des Bahnhofs alle Hände voll zu tun. Ich plane im Bf L. zwei Fahrstrombereiche wie folgt zu verkabeln:

Bahnhofsstrom 1: Unterer Bahnhofsteil
Bahnhofsstrom 2: Oberer Bahnhofsteil

Somit kann ich unten Züge fahren und rangieren, während oben ebenfalls gleichzeitig rangiert wird.

Ist der Bf L. in eine eingleisige Modulstrecke eingebaut, werde ich zusätzlich zwei Stromkreise für die angrenzenden eingleisigen Strecken benötigen, um im Bf L. Zugkreuzungen durchführen zu können und die Streckenleistungsfähigkeit zu gewährleisten.

Helmut,
ich gehe davon aus, dass der Bf L. - wenn fertig - von einem Bediener gefahren werden kann - der dann aber gut-zu-tun-hat. :mrgreen:

Freundliche Grüße

in die Runde

vom

ICG

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Re: Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von InterCargo » 11 Sep 2019, 15:26

Hallo in die Runde,

dieser Bahnhof ist ja bekanntlich bei mir noch immer im Bau ... ;)

:o

Da kommt doch tatsächlich schon ein Ks-Wagen beladen mit Signaltafeln für den Bf Liesendahl des Wegs …

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den werde ich wohl noch im Abstellgleis 1 abstellen müssen, bis ich die Signale brauche :mrgreen:

Hier die Signale mal ohne Wagen … ;)

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Bastelnde Grüße

vom

InterCargo

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Re: Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von MHAG » 12 Sep 2019, 09:34

Hallo ICG,

nett anzusehen! :) Solche Kleinigkeiten sind das Salz in der Suppe...

Viele Grüße 8-)
Michael

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Re: Betriebsstelle "Bf Liesendahl"

Beitrag von MHAG » 15 Sep 2019, 08:12

Hallo ICG,

hatte jetzt erst Zeit, mich genauer mit dem interessanten Gleisplan zu beschäftigen :roll: Da sind wirklich viele Möglichkeiten für Betrieb drin. :o :)
Dabei ist mir aufgefallen, dass im Gleis 9 kurz vor Gleis 4 eine Schutzweiche angebracht wäre. Da das obere ja ein Rangierbereich ist, sollte der untere Bereich vor wegrollenden Wagen geschützt werden. Ist das jetzt noch machbar?
Und ich bin auch neugierig: Was ist an den verschiedenen Gleisen los? Welche Betriebe und Ladestellen hast Du da vorgesehen? Da steht bisher noch nichts Konkretes im Thread...

Viele Grüße 8-)
Michael

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