{"id":354,"date":"2017-01-17T11:00:59","date_gmt":"2017-01-17T10:00:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.herimo.de\/?p=354"},"modified":"2025-03-06T12:38:46","modified_gmt":"2025-03-06T11:38:46","slug":"echt-aetzend-mobazubehoer-im-eigenbau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.herimo.de\/?p=354","title":{"rendered":"Echt \u00e4tzend &#8211; Mobazubeh\u00f6r im Eigenbau"},"content":{"rendered":"<p>Anleitungen zur \u00c4tztechnik gibt es eigentlich schon ein paar im Netz. Wer an dem Thema interessiert ist (oder hier wird) sollte sie sich auf jeden Fall zur Gem\u00fcte f\u00fchren. Dieser Text hier soll eher ein Erfahrungsbericht eines Mobaners sein, der versucht hat, sich diese Technik mit Bordmitteln zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p><strong>Vorkenntnisse<\/strong><\/p>\n<p>Praktische Erfahrungen habe ich eigentlich nur aus grauer Vorzeit, als ich ziemlich erfolglos versucht habe, Platinen selbst herzustellen. Das ist inzwischen\u00a0rund vierzig\u00a0Jahre her, aber ich bin jetzt froh, dass ich die damals als Sch\u00fcler angeschaffte Osram Vitalux Gl\u00fchbirne nicht weggeworfen habe.<\/p>\n<p>Theoretisch ist das Prinzip eigentlich recht einfach: Kupfer oder besser gesagt Kupferlegierungen werden mit einem UV-lichtempfindlichen Schutzfilm (genauer Fotopositivlack) versehen. Setzt man diese Schicht jetzt UV-Licht aus, wird sie im Entwicklerbad l\u00f6slich. Wenn Teile des Blechs beim Belichten (z.B. durch einen teilweise schwarz gef\u00e4rbten Film) abgedeckt werden, bleibt an diesen Stellen die Fotoschutzschicht intakt. Im eigentlichen \u00c4tzbad werden die durch die Entwicklung freigelegten Bereiche chemisch angegriffen (oxidiert) und damit aufgel\u00f6st, fertig.<\/p>\n<p><strong>Grundmaterialien<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr den Modellbau werden Bleche aus Kupferlegierungen eingesetzt, da reines Kupfer sehr weich ist. Messingbleche (Legierung aus Kupfer und Zink) sind schon etwas h\u00e4rter, lassen sich aber immer noch leicht verformen, w\u00e4hrend Neusilber (Legierung aus Kupfer, Zink und Nickel) sich durch seine H\u00e4rte auszeichnet. Im Prinzip kann man Bleche selber beschichten, die entsprechenden Spr\u00fchdosen mit Fotolack (z.B. Positiv 20 von Kontakt Chemie) erh\u00e4lt man im Elektronikfachhandel. Da ich aber inzwischen in Lohn und Brot stehe, g\u00f6nne ich mir den Luxus beidseitig fertig beschichteter Bleche.<\/p>\n<p><strong>Filmherstellung<\/strong><\/p>\n<p>Als Maske zum Belichten wird eine transparente Folie ben\u00f6tigt, die an den Stellen, wo der Fotolack erhalten bleiben soll, lichtundurchl\u00e4ssig geschw\u00e4rzt wird. Die Zeichnungen lassen sich zum Beispiel mit CorelDraw machen. Damit die \u00c4tzkanten nachher sauber werden, muss die geschw\u00e4rzte Seite der Folie direkt auf dem Fotolack aufliegen. Der Ausdruck muss also seitenverkehrt erfolgen. F\u00fcr optimale Schw\u00e4rzung und somit besten Ergebnissen sollte man die Dateien zur Filmbelichtung in eine Druckerei geben. H\u00e4ufig reichen aber auch Folienausdrucke von Laserdruckern aus (bei Tintenstrahldruckern habe ich keine Erfahrung). Als Basismaterial\u00a0k\u00f6nnen Folien f\u00fcr die Druckformerstellung (z.B. Zweckform 3491) ganz gut verwendet werden.<\/p>\n<p>Durchge\u00e4tzte Bleche stellt man her, indem man beide Seiten in einer Filmtasche belichtet. Dazu erhalten die Zeichnungen f\u00fcr Vorder- und R\u00fcckseite Passmarken. Nach dem Belichten wird ein Film etwas kleiner zugeschnitten und nach Ausrichten einfach mit Tesafilm an dem zweiten Film fixiert. Wichtig ist, dass die geschw\u00e4rzten Seiten der Filme aufeinander zu liegen kommen und dass die Ausrichtung der beiden Filme an den Passmarken sorgf\u00e4ltig erfolgt, damit auch d\u00fcnne Stege im Blech realisiert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Je geringer die wegzu\u00e4tzende Fl\u00e4che ist, umso schneller verl\u00e4uft der \u00c4tzvorgang und das \u00c4tzbad h\u00e4lt l\u00e4nger. Zwischenr\u00e4ume sollte man also tunlicht nicht weg\u00e4tzen, sonder stehen lassen.<\/p>\n<p>Beispiel: Filme mit wildem Rhabarber (Vorder- und R\u00fcckseite)<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen1.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-356\" src=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen1.gif\" alt=\"\" width=\"453\" height=\"388\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen2.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-357\" src=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen2.gif\" alt=\"\" width=\"453\" height=\"388\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Filmtasche mit eingeschobenem Papierblatt<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-358\" src=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen3.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"464\" srcset=\"https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen3.jpg 640w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen3-300x218.jpg 300w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen3-332x241.jpg 332w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Belichten<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Nach Abziehen der Schutzfolien werden die grob zugeschnittenen Bleche zusammen mit dem Film bzw. der Tasche zwischen zwei Glasplatten geklemmt. Die beschichteten Filmseiten kommen dabei auf dem Blech zu liegen. Anschlie\u00dfend wird diese Kombination belichtet.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Der Fotolack ist UV-lichtempfindlich. \u00a0Daher ben\u00f6tigt man keine Dunkelkammer und kann bei ged\u00e4mpftem Licht problemlos arbeiten (z.B. Leuchtstoffr\u00f6hrenlicht im Keller). Auf der anderen Seite ben\u00f6tigt man eine Lichtquelle mit hohem UV-Anteil. Neben Sonnenlicht kommen daf\u00fcr diverse elektrische Quellen in Frage. Ich habe einen 500 W Halogenbaulampe und 300 W Osram Ultra Vitalux Gl\u00fchlampe ausprobiert. Die Halogenbaulampe hat in 30 cm Entfernung eine zu gro\u00dfe W\u00e4rmeentwicklung, die bei den erforderlichen Belichtungszeiten zur Filmverformung und damit zu dessen Zerst\u00f6rung f\u00fchrt. Bessere Erfahrungen habe ich mit der Vitalux Gl\u00fchlampe gemacht, deren Lichtspektrum der Sonnenstrahlung im Hochgebirge entsprechen soll, d.h. der UV-Anteil ist recht hoch. Dieses technisch ausgefeilte Belichtungsger\u00e4t seht ihr auf dem Foto ;-). <\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen4.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-359\" src=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen4.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen4.jpg 300w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen4-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Sicherlich gibt es noch andere Lichtquellen (z.B. Osram Nitraphot Gl\u00fchlampe), mit denen ich aber keine Erfahrungen habe.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Normales Glas absorbiert UV-Licht! Sicherlich w\u00e4re Quarzglas, da UV-durchl\u00e4ssig, besser geeignet. Es ist allerdings\u00a0kaum zu beschaffen und\u00a0erheblich teurer. Daher verwende ich d\u00fcnne Normalglasplatten mit einer St\u00e4rke von 1,5 mm. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">F\u00fcr die Ermittlung der optimalen Belichtungszeit habe ich mir einen kleinen Film f\u00fcr Testbelichtungen gemacht.<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen8.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-365\" src=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen8.gif\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"94\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Die einzelnen Felder werden einfach unterschiedlich lang belichtet (einfach mit Pappe o.\u00e4. teilweise abdecken). Nach dem Entwickeln und \u00c4tzen erkennt man recht schnell die optimale Belichtungszeit. Entweder werden die belichteten Bereiche nur unzureichend angegriffen (Unterbelichtung) oder d\u00fcnne Fotolacklinien zeigen Besch\u00e4digungen (\u00dcberbelichtung). <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Entwickeln<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Das Entwickeln von Positivfotolack erfolgt mit\u00a01 % Natronlauge . Diese kann man sich leicht selbst aus\u00a010 g Natriumhydroxid und einem Liter Wasser herstellen. Die L\u00f6sung sollte man in einer dicht schlie\u00dfenden Kunststoffflasche aufbewahren. Natriumhydroxid und die entstehende Natronlauge sind \u00e4tzend. \u00a0Man sollte das Gefahrenpotential von der stark verd\u00fcnnter Natronlauge nicht \u00fcberbewerten, aber insbesondere die Lagerung der Lauge au\u00dferhalb der Reichweite von Kinderh\u00e4nden sollte selbstverst\u00e4ndlich sein. Augen- und Hautkontakt sind zu vermeiden, als Erste Hilfema\u00dfnahme sollte mit viel Wasser gesp\u00fclt werden. Bei Augenkontakt sollte man den Augenarzt konsultieren. Das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die anderen hier verwendeten Chemikalien.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Den Entwicklungsvorgang f\u00fchre ich in einer manuell bewegten Kunststoffschale durch. Anf\u00e4ngliche Schwierigkeiten lie\u00dfen sich auf eine kellerkalte Entwicklerl\u00f6sung zur\u00fcckf\u00fchren. Nachdem ich die Kunststoffschale mit der Entwicklerl\u00f6sung \u00a0in einem warmen Wasserbad vorw\u00e4rme, verl\u00e4uft der Prozess, den man optisch sehr gut verfolgen kann, innerhalb von 2-3 min. Bleiben auf dem Blech an belichteten Stellen Schleier des Fotolacks zur\u00fcck, deutet das auf eine Unterbelichtung hin.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Nach dem Entwickeln wird das Blech gr\u00fcndlich unter flie\u00dfendem Wasser gesp\u00fclt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Entwicklung in einer Kunststoffschale (man kann die Bereiche mit abgel\u00f6stem Fotolack schon gut erkennen):<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-360\" src=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen5.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"311\" srcset=\"https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen5.jpg 400w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen5-300x233.jpg 300w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen5-332x258.jpg 332w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">\u00c4tzen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Beim \u00c4tzvorgang wirkt ein Oxidationsmittel auf die beim Entwickeln freigelegten Oberfl\u00e4chen ein und l\u00f6st das Metall einfach auf. Soweit die Theorie, in der Praxis gibt es mehrere M\u00f6glichkeiten zur Umsetzung. Die einfachste Variante ist das \u00c4tzen in einer h\u00e4ndisch bewegten Kunststoffschale mit Eisen(III)Chlorid-L\u00f6sung. Dieses \u00c4tzmittel wirkt schon bei Raumtemperatur, wobei eine leichte Temperaturerh\u00f6hung schnellere und bessere Ergebnisse bringt (warmes Wasserbad bis 40\u00b0C). <span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\">Als Nachteil l\u00e4sst sich nennen, dass es Wasser aus der Luft anzieht (also in einem dichten Gef\u00e4\u00df lagern) und dass es \u00fcberall braune Ablagerungen hinterl\u00e4sst, die u.U. das Familienklima erheblich belasten k\u00f6nnen, alte Kleidung ist also angesagt und man sollte nicht gerade im frisch renovierten Familienbad arbeiten.\u00a0F\u00fcr ein gleichm\u00e4\u00dfiges \u00c4tzen ist die st\u00e4ndige Zufuhr von frischer L\u00f6sung an die Oberfl\u00e4che erforderlich. Das \u00c4tzbad muss also st\u00e4ndig leicht bewegt werden.\u00a0Abstandshalter erm\u00f6glichen es, dass auch die Unterseite mit frischer \u00c4tzl\u00f6sung versorgt wird.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">zum \u00c4tzen vorbereitetes Blech mit Abstandshaltern aus dickem Klebeband:<\/span><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen6.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-361\" src=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen6.jpg\" alt=\"\" width=\"640\" height=\"449\" srcset=\"https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen6.jpg 640w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen6-300x210.jpg 300w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen6-332x233.jpg 332w\" sizes=\"auto, (max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Natriumpersulfatl\u00f6sungen\u00a0sind\u00a0eine Alternative, wenn man bei\u00a0definierter Temperatur zwischen 40 und 50\u00b0C arbeiten kann.\u00a0Der Vorteil ist eine klare L\u00f6sung, so dass sich der \u00c4tzvorgang gut verfolgen kann. Dies l\u00e4sst sich in einfachen \u00c4tzger\u00e4ten realisieren. Ich habe mir von der Fa. Gie-tec das \u00c4tzger\u00e4t 1 (<a href=\"http:\/\/www.gie-tec.de\/\">http:\/\/www.gie-tec.de\/<\/a>) angeschafft, das f\u00fcr meine Zwecke sehr zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Ein Aquarienheizstab sorgt in einer Plexiglask\u00fcvette f\u00fcr die Temperaturregelung. Mittels einer Luftpumpe wird die \u00c4tzl\u00f6sung relativ gleichm\u00e4\u00dfig bewegt. Ein Bild der Apparatur muss ich bei Gelegenheit mal nachreichen. Auch hier gilt, dass die L\u00f6sung recht aggressiv ist und Sch\u00e4den z.B. an der Kleidung hervorrufen kann.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Verbrauchte \u00c4tzl\u00f6sung sollte als Sonderm\u00fcll entsorgt werden, da der Kupfergehalt hoch ist. <\/span><\/p>\n<p><strong><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Finish<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Nach dem \u00c4tzen sp\u00fcle ich das Blech gr\u00fcndlich mit Wasser ab. Die ange\u00e4tzten Stellen laufen relativ schnell nach dem Trocknen an. Etwas Abhilfe schafft ein Bad in Aceton oder Isopropanol, dabei wird auch der Fotolack entfernt.<\/span><a href=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen7.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-362\" src=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen7.jpg\" alt=\"\" width=\"641\" height=\"262\" srcset=\"https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen7.jpg 641w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen7-300x123.jpg 300w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen7-332x136.jpg 332w\" sizes=\"auto, (max-width: 641px) 100vw, 641px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Wilder Rhabarber<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Zum Schlu\u00df noch\u00a0der wilde Rhabarber im Einsatz auf der Modellbahn. Diese gro\u00dfbl\u00e4ttrige Pflanze findet man an feuchten Stellen, wo sie fl\u00e4chendeckend den Boden bedecken. Gruppen dieser charakteristischen Bl\u00e4tter sind auch auf der Moba eine Bereicherung. Inzwischen w\u00fcrde ich allerdings auf die einzelnen Bl\u00e4tter verzichten und nur Gruppen abbilden. Der Arbeitsaufwand beim Pflanzen ist sonst doch sehr gro\u00df. Als Basismaterial habe ich 0,2 mm starkes Neusilberblech gew\u00e4hlt. Die Adern sind sicherlich \u00fcberdimensioniert, aber gerade sie f\u00fchren dazu, dass man die Bleche als Pf<span style=\"font-family: Verdana; font-size: small;\">lanzen erkennt. Die Farbgebung erfolgt mit Arcylfarbe und festen Farbpigmenten.<\/span><a href=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen9.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-366\" src=\"http:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen9.jpg\" alt=\"\" width=\"641\" height=\"469\" srcset=\"https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen9.jpg 641w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen9-300x220.jpg 300w, https:\/\/www.herimo.de\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Aetzen9-332x243.jpg 332w\" sizes=\"auto, (max-width: 641px) 100vw, 641px\" \/><\/a><\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Fazit<\/span><\/p>\n<p><span style=\"margin: 0px; color: black; font-family: 'Verdana',sans-serif; font-size: 10pt;\">Inzwischen habe ich einiges an \u00c4tzteilen gefertigt. Neben weiteren Pflanzen, deren Formen charakteristisch\u00a0sind\u00a0(Schwertlilien, Seerosen, Stockrosen, gro\u00dfbl\u00e4ttriges Unkraut) habe ich mir auch spezielle Kleinteile zum Basteln und vor allem Gehwege, Ziegelmauern und \u00e4hnliches hergestellt. Mir\u00a0hat\u00a0es sehr viel Spa\u00df gemacht, diese Kleinigkeiten zu fertigen und finde, dass sie auf meinen Modulen echte Hingucker sind. Durch den hohen Selbermachanteil sind es einfach Unikate. Man kann, muss aber halt\u00a0nicht alles machen lassen um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anleitungen zur \u00c4tztechnik gibt es eigentlich schon ein paar im Netz. Wer an dem Thema interessiert ist (oder hier wird) sollte sie sich auf jeden Fall zur Gem\u00fcte f\u00fchren. Dieser Text hier soll eher ein Erfahrungsbericht eines Mobaners sein, der versucht hat, sich diese Technik mit Bordmitteln zu erschlie\u00dfen. 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