von MHAG » 03 Jun 2026, 14:14
Hallo Helmut,
die Kiesabbaugebiete, die ich kenne, sind meistens sehr großflächig, dafür eher mit flachen Kiesvorkommen. Und sie befinden sich in größeren Ebenen, meist nahe an Flüssen (Schwemmgebiet).
Bei Lehmgruben ist das nicht der Fall, die beispielhaft genannte Grube bei Regensburg befindet sich hoch über dem Donautal. Und flächenmäßig erreichte sie nicht einmal die Hälfte der kleineren Baggerseen (zumindest von denen bei Regensburg).
Interessanter finde ich aber auch das Umfeld: Die Kiesanlagen setzten schon sehr früh Förderbänder mit Schwimmbaggern ein, während bei Formsand- und Lehmgruben meistens Feldbahnen im Einsatz waren. Letzteres blieb nach dem Ende des Abbaus oft einfach liegen (mangels weiterer Verwendungsmöglichkeiten), die Förderbänder wurden dagegen abgebaut und woanders wiederverwendet. Und die Ziegeleibauten (oft weit ausserhalb von Siedlungsgebieten) blieben nach dem Ende stehen, verfielen jahrelang, bis sie vielleicht doch irgendwann abgerissen wurden, weil das Gelände neu bebaut wurde. Die Kiesanlagen sind dagegen eher mobil, die kann man schnell abbauen und woanders wieder aufbauen. So eine Anlage kann natürlich recht reizvoll zu bauen (und zu bewegen, siehe
Dave Rowe, "Industrial and Mechanised Modelling") sein.
Durch die Flußnähe und Grundwasser werden die Kiesgruben auch schnell zu Baggerseen. Lehm ist dagegen einigermaßen wasserdicht, die kleinen Wasserflächen bilden sich eher durch Regenwasser; ausser man hat zu tief abgegraben, dass die dichtende Lehmschicht nicht mehr ausreicht und Wasser eindringen kann.
Ich weiß von der Regensburger Grube, dass da nach der Stillegung ein Landstreicherlager für einige Zeit exitiert hat; durch die Grubenlage windgeschützt, Wasser und Altholz gab es genug, zur Stadt war es auch nicht so weit, aber mit einem (Polizei-)Fahrzeug schlecht erreichbar. Erst als die Grube weiterverkauft und wieder in Betrieb genommen wurde, verschwand dieses Lager. Die Zufahrt wurde verbessert; es wurde aber (soweit ich weiß) dann kein Lehm mehr abgebaut, die Fläche wurde für Baumaterialien als Zwischenlager mit Sortier- und Aufbereitungsanlage genutzt. Und aktuell wird anscheinend noch Braunkohle als Blumendünger in kleinem Stil abgebaut.
Ausserdem ist ein kleines Feldbahnmuseum samt Rundstrecke und ein Geologielehrpfad dort entstanden. Nebenan hat der Buggyclub Regensburg sein Gelände mit der
Rennstrecke für die ferngesteuerten Geländefahrzeuge.
Ist jetzt etwas länger geworden

aber vielleicht hilft´s Dir bei der Weiterplanung.
Viele Grüße

Michael
Hallo Helmut,
die Kiesabbaugebiete, die ich kenne, sind meistens sehr großflächig, dafür eher mit flachen Kiesvorkommen. Und sie befinden sich in größeren Ebenen, meist nahe an Flüssen (Schwemmgebiet).
Bei Lehmgruben ist das nicht der Fall, die beispielhaft genannte Grube bei Regensburg befindet sich hoch über dem Donautal. Und flächenmäßig erreichte sie nicht einmal die Hälfte der kleineren Baggerseen (zumindest von denen bei Regensburg).
Interessanter finde ich aber auch das Umfeld: Die Kiesanlagen setzten schon sehr früh Förderbänder mit Schwimmbaggern ein, während bei Formsand- und Lehmgruben meistens Feldbahnen im Einsatz waren. Letzteres blieb nach dem Ende des Abbaus oft einfach liegen (mangels weiterer Verwendungsmöglichkeiten), die Förderbänder wurden dagegen abgebaut und woanders wiederverwendet. Und die Ziegeleibauten (oft weit ausserhalb von Siedlungsgebieten) blieben nach dem Ende stehen, verfielen jahrelang, bis sie vielleicht doch irgendwann abgerissen wurden, weil das Gelände neu bebaut wurde. Die Kiesanlagen sind dagegen eher mobil, die kann man schnell abbauen und woanders wieder aufbauen. So eine Anlage kann natürlich recht reizvoll zu bauen (und zu bewegen, siehe [url=https://www.herimo.de/forum/viewtopic.php?p=12195#p12195]Dave Rowe[/url], "Industrial and Mechanised Modelling") sein.
Durch die Flußnähe und Grundwasser werden die Kiesgruben auch schnell zu Baggerseen. Lehm ist dagegen einigermaßen wasserdicht, die kleinen Wasserflächen bilden sich eher durch Regenwasser; ausser man hat zu tief abgegraben, dass die dichtende Lehmschicht nicht mehr ausreicht und Wasser eindringen kann.
Ich weiß von der Regensburger Grube, dass da nach der Stillegung ein Landstreicherlager für einige Zeit exitiert hat; durch die Grubenlage windgeschützt, Wasser und Altholz gab es genug, zur Stadt war es auch nicht so weit, aber mit einem (Polizei-)Fahrzeug schlecht erreichbar. Erst als die Grube weiterverkauft und wieder in Betrieb genommen wurde, verschwand dieses Lager. Die Zufahrt wurde verbessert; es wurde aber (soweit ich weiß) dann kein Lehm mehr abgebaut, die Fläche wurde für Baumaterialien als Zwischenlager mit Sortier- und Aufbereitungsanlage genutzt. Und aktuell wird anscheinend noch Braunkohle als Blumendünger in kleinem Stil abgebaut.
Ausserdem ist ein kleines Feldbahnmuseum samt Rundstrecke und ein Geologielehrpfad dort entstanden. Nebenan hat der Buggyclub Regensburg sein Gelände mit der [url=https://www.google.de/maps/place/Buggy+Club+Regensburg/@49.0014209,12.0508362,3a,75y,324.44h,90t/data=!3m7!1e5!3m5!1sCIHM0ogKEICAgIDJm_3VUQ!2e10!3e10!7i3840!8i2160!4m9!3m8!1s0x479fc0ebaec7dc3d:0xa90c4221326619bf!8m2!3d49.0017713!4d12.0504433!10e5!14m1!1BCgIgARICCAQ!16s%2Fg%2F11dzt5gwhw?hl=de&entry=ttu&g_ep=EgoyMDI2MDUzMS4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D]Rennstrecke für die ferngesteuerten Geländefahrzeuge[/url].
Ist jetzt etwas länger geworden :oops: aber vielleicht hilft´s Dir bei der Weiterplanung.
Viele Grüße 8-)
Michael