Module der Zukunft: Kiesgrube

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Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von MHAG » 10 Jun 2026, 13:53

Hallo Helmut!

Einen Steinbruch stelle ich mir noch schwieriger vor auf so kleiner Fläche... Dann vielleicht doch die Lehmgrube, die gab es auch recht klein.
Was auch noch eine Möglichkeit wäre, wären alte Bombentrichter oder Sprengtrichter auf einem ehemaligen Übungsplatz -- alles schön überwuchert, nur ein paar trichterförmige Löcher. Ich weiß aber nicht, ob ich das darstellen möchte :?

Was mir noch eingefallen ist: Ein Torfstich.
Sowas muss nicht soo riesig sein, trotzdem könnte eine kleine Feldbahn verlegt worden sein (wegen Flächengewicht); ob da nur handgeschobene Loren oder eine alte Diesellok in Betrieb sind -- beides wäre interessant. Eine Verbindung zur "großen Bahn" ist nicht notwendig, ein ehemaliges, bereits abgebautes Ladegleis könnte interessant sein.

Nochmal generell zum Modul: Wäre ein Ansatzstück eine Möglichkeit, die Modulfläche zu vergrößern? Eine Idee wäre, am oberen Modulrand das Scharnier zu befestigen und das Teil (mit der Rahmenhöhe des Moduls) beim Transport nach oben zu klappen, während es im Betrieb unten mit dem Modul einen ebenen Boden hat. Evtl. mit einer Transportstütze als Sicherung am freien Ende.
Ich versuch´s mal auf die Schnelle als grobe Ideenskizze:

Bild

Ein Bekannter hat da mal nach einem Entwurf von mir ein Modul mit mehrteiliger Erweiterung gebaut, das in sich stapelbar war. Nach dem Aufbau der 5 Teile war auf der Erweiterung ein Tagebau mit einem Riesenschaufelradbagger zu sehen... Für den Transport konnte man das zu einer Kiste mit 60cm x 60cm x 120cm zusammensetzen. Der "Stammtischschreiner", der den Rohbau gebaut hat, meinte hinterher nur "das nächste Mal, wenn Du sowas entwirfst, frag mich vorher..." :lol: Die Schwierigkeit dabei war, dass das Modul aus zwei Teilen bestand, die richtig herum zusammengesetzt eine weite Kurve ergaben. Sowas musst Du ja nicht umsetzen :mrgreen: Gerade Modulteile sollten reichen ;)

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von 8erberg » 10 Jun 2026, 13:21

Hallo Helmut,

kommt drauf an, die "Teitekerl-Kuhlen" kennst ja aus den Baumbergen, soo groß sind die nicht

https://dirks-billerbeck.de/archiv/baumberger.html

Vielleicht kann Dir Herr Dirks da weiterhelfen.

https://sandsteinroute.de/

Peter

Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von Helmut » 10 Jun 2026, 09:23

Hallo,
vielen lieben Dank für Eure Antworten und Ideen. Je länger ich darüber nachdenke, umso mehr Zweifl bekomme ich, ob das ein geeignetes Thema für ein Modul ist. Der Platzbedarf einer Grube (egal ob Sand, Kies oder Ton) ist doch sehr groß. Selbst wenn man nur einen Bruchteil dargestellt, wird man nicht die entsprechende Stimmung von Tagebau einfangen können. Eine Alternative könnte vielleicht ein Steinbruch sein. Der sollte überschaubarer darzustellen sein, oder?

Gruß aus KerpeN
Helmut

Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von 8erberg » 08 Jun 2026, 21:08

Hallo

Kiesgruben gibt es am Niederrhein sehr viele und am "Ende" bleibt ein Baggersee, der vielfältig nachgenutzt wird, schön wenn die Planung noch in der Förderphase berücksichtigt wird. Fast beispielhaft die Entwicklung in Xanten mit heute großem Freizeitgelände.

Tongruben wurden und werden für die Herstellung von gebrannten Ziegeln für Mauerwerk wie auch Dachziegel genommen.

Früher hatte in Nordwestdeutschland fast jedes Dorf eine kleine Ziegelei, heute dominieren Großbetriebe, die kleinen Ziegeleien haben sich spezialisiert oder sind verschwunden.

Wir hatten hier früher 2 Ziegeleien: aus der einen Fördergrube wurde eine Freizeitanlage mit See, Camping, Wassersport und Badesee, die kleinere diente lange Jahre als Mülldeponie, die noch heute nach über 30 Jahren nach der Schließung Methangas durch die Gärung des Abfalls liefert, mit der z.B. das Kreishaus beheizt wird oder für Stromproduktion genutzt wird.

Peter

Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von MHAG » 03 Jun 2026, 14:14

Hallo Helmut,

die Kiesabbaugebiete, die ich kenne, sind meistens sehr großflächig, dafür eher mit flachen Kiesvorkommen. Und sie befinden sich in größeren Ebenen, meist nahe an Flüssen (Schwemmgebiet).
Bei Lehmgruben ist das nicht der Fall, die beispielhaft genannte Grube bei Regensburg befindet sich hoch über dem Donautal. Und flächenmäßig erreichte sie nicht einmal die Hälfte der kleineren Baggerseen (zumindest von denen bei Regensburg).
Interessanter finde ich aber auch das Umfeld: Die Kiesanlagen setzten schon sehr früh Förderbänder mit Schwimmbaggern ein, während bei Formsand- und Lehmgruben meistens Feldbahnen im Einsatz waren. Letzteres blieb nach dem Ende des Abbaus oft einfach liegen (mangels weiterer Verwendungsmöglichkeiten), die Förderbänder wurden dagegen abgebaut und woanders wiederverwendet. Und die Ziegeleibauten (oft weit ausserhalb von Siedlungsgebieten) blieben nach dem Ende stehen, verfielen jahrelang, bis sie vielleicht doch irgendwann abgerissen wurden, weil das Gelände neu bebaut wurde. Die Kiesanlagen sind dagegen eher mobil, die kann man schnell abbauen und woanders wieder aufbauen. So eine Anlage kann natürlich recht reizvoll zu bauen (und zu bewegen, siehe Dave Rowe, "Industrial and Mechanised Modelling") sein.
Durch die Flußnähe und Grundwasser werden die Kiesgruben auch schnell zu Baggerseen. Lehm ist dagegen einigermaßen wasserdicht, die kleinen Wasserflächen bilden sich eher durch Regenwasser; ausser man hat zu tief abgegraben, dass die dichtende Lehmschicht nicht mehr ausreicht und Wasser eindringen kann.

Ich weiß von der Regensburger Grube, dass da nach der Stillegung ein Landstreicherlager für einige Zeit exitiert hat; durch die Grubenlage windgeschützt, Wasser und Altholz gab es genug, zur Stadt war es auch nicht so weit, aber mit einem (Polizei-)Fahrzeug schlecht erreichbar. Erst als die Grube weiterverkauft und wieder in Betrieb genommen wurde, verschwand dieses Lager. Die Zufahrt wurde verbessert; es wurde aber (soweit ich weiß) dann kein Lehm mehr abgebaut, die Fläche wurde für Baumaterialien als Zwischenlager mit Sortier- und Aufbereitungsanlage genutzt. Und aktuell wird anscheinend noch Braunkohle als Blumendünger in kleinem Stil abgebaut.
Ausserdem ist ein kleines Feldbahnmuseum samt Rundstrecke und ein Geologielehrpfad dort entstanden. Nebenan hat der Buggyclub Regensburg sein Gelände mit der Rennstrecke für die ferngesteuerten Geländefahrzeuge.

Ist jetzt etwas länger geworden :oops: aber vielleicht hilft´s Dir bei der Weiterplanung.

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von Helmut » 03 Jun 2026, 12:29

Hallo zusammen,
@Mhag, welche Vorteile hätte eine Lehmgrube? geringere Größe? Ich muss gestehen, ich kenne keine in natura.

@Peter, Bei der Szene müsste ich aber den Zeitungsartikel daneben stelle, sonst glaubt mir das keiner unter dem Motto vollkommen unrealistisch.

Gruss aus KerpeN
Helmut

Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von 8erberg » 31 Mai 2026, 09:20

Hallo,

auch ein Unfall wie der im Frühjahr bei Coesfeld https://www.20min.ch/story/coesfeld-d-s ... -103502854

wäre ein Motiv.

Man weiß inzwischen das am Ufer die Böschung wohl falsch bearbeitet wurde. Die Straße wir neu gebaut.
Genau dabei fährt dir Bahnlinie Dortmund-Dülmen-Coesfeld-Gronau-Enschede (NL) lang...

Peter

Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von MHAG » 30 Mai 2026, 15:20

Hallo Helmut!

Wenn es Dir nur um die "Löcher in der Landschaft" :lol: geht, gäbe es auch noch eine alte Lehmgrube, teilweise mit Wasser, "Unkraut" in Form von kleinen Birken und Weiden, evtl. noch alte Feldbahngleise, ein verrosteter Schürfbagger, ein paar kaputte Loren und vielleicht am Rand eine verfallene ehemalige Ziegelei.
In Regensburg Dechbetten gab es eine Ziegelei mit per Feldbahn (ganz was spezielles: teilweise mit Schwerkraftförderung!) angeschlossener Lehmgrube. Da wurde sogar auch mal Braunkohle gefunden und gefördert. Gibt es leider alles nur noch in Dokus... :cry:
Den aktuellen Zustand sieht man hier https://goo.gl/maps/VABy9njUZBYV1ntYA Ist mittlerweile gepflegt und hergerichtet als Naturlehrpfad, mit Feldbahn. In den späten 70er und in den 1980ern sah das dort nach dem Ende des Lehmabbaus total wild aus.
Bei einer Wende könnte die Wildnis innerhalb sein und die verfallene Ziegelei ausserhalb in einer Ecke; die musste schließen, als die Bahn gebaut wurde (Über-/Unterführung für die Feldbahn war zu teuer) und weil die Lehmgrube sowieso ausgebeutet war...
Dieses Thema reizt mich schon lange, deswegen habe ich mir auch den Eimerkettenbagger damals gekauft... Jetzt reicht aber der Platz wahrscheinlich nicht :cry: Also wird der in einer Ecke einer Baufirma stehen dürfen :|

Noch eine "blöde Idee" :idea: von 8-)
Michael

Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von Helmut » 30 Mai 2026, 14:28

Hallo zusammen,
Interessant finde ich die Idee, den Rohstoff aus dem Baggersee herauszuholen. Ich kenne hier in der Gegend nur große Löcher, die befahren werden. Wahrscheinlich wird das Grundwasser abgepumpt.
Die Überlegung, die Grube in ein Wendemodul zu integrieren, liefert auf jeden Fall etwas Platz. Interessanterweise habe ich gar nicht so sehr das Interesse an der Bahnverladung, sondern eher an dem Eingriff in die Landschaft. Aber schaun mer mal, wohin die Reise geht.

Gruß aus Ol
Helmut

Re: Module der Zukunft: Kiesgrube

von Kai Eichstädt » 28 Mai 2026, 23:11

Moin Helmut,

das Thema nur anschneiden wäre meine Wahl: von einer Seite komm ein Förderband, daß in eine Verladestation führt (Z.B. diese:
https://www.faller.de/miniaturwelten/ei ... s-kieswerk ).
Bei meiner Wende mache ich es auch so: das Schotterwerk mit Verladung kommt auf das Teil, der Steinbruch ist irgendwo neben der Modulkante.
Bild

Gruß
Kai

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