von MHAG » 19 Okt 2026, 14:14
Hallo,
noch eine kleine Ergänzung

zu den Beladungen:
Die Wagen konnten auch ganz normal gekuppelt und beladen werden mit längeren Stangen (Telegrafenstangen z.B.), allerdings wurden dann die Zacken (beim ROCO nicht dargestellt), die zwischen den Drehschemel-Rungen waren, oft abgedeckt mit alten Säcken oder so, damit das Holz nicht so stark beschädigt wurde. Ausserdem sind die Ketten mit Einschlagkeilen (beim ROCO nicht dargestellt) dabei eher nicht zum Einsatz gekommen, die Stangen mussten durch Zusammenbinden und Zwischenlagenhölzern am Rutschen gehindert werden.
Ich habe mal ein Schwarzweiß-Bild gesehen, bei dem 4 Drehschemelwagen gekuppelt waren, wobei die beiden äußeren Wagen die Rungen abgeklappt hatten. Auf den beiden mittleren Wagen war ein einzelner Maibaum verladen, der an den Enden jeweils bis knapp zur Mitte der anderen Wagen überstand. Klar hätte man den auch auf drei Wagen verladen können, aber die Schemelwagen traten normalerweise immer im Pärchen auf...
Auf einem anderen Bild waren komplette 18m-Gleisjoche (also Schwellen mit Schienen) je Pärchen verladen, jeweils 6 Stück übereinander. Dazwischen war immer ein Flachwagen als Schutzwagen eingestellt (das könnte auch ein Schemelwagen mit abgeklappten Rungen gewesen sein, konnte man nicht erkennen), denn die Joche standen über die Puffer des beladenen Pärchens hinaus. Auch wenn es theoretisch möglich gewesen wäre, wollte man die Kräfte im Zug nicht durch die Ladung übertragen lassen, dafür wäre der Zug wahrscheinlich auch zu lang gewesen. Das Bild des Zuges sah aber recht interessant aus.
Ein paar Infos dazu findet man im Heft des Eisenbahn Journals 1/215 "Vorbild und Modell: Ladegut Holz" ab S.76 ff "Sicherer Transport in Ketten", evtl. bekommt man das auch im Download...
Noch einen lesenswerten Link
"Drehschemelwagen H10" von Stefan Carstens zur Miba 10/1986 gefunden (Achtung: Die Seiten 14 und 15 sind im PDF in der Reihenfolge vertauscht

). Da findet man am Schluss auch die Vorschriften für das Einstellen in Zügen.
Viele Grüße

Michael
Hallo,
noch eine kleine Ergänzung :ugeek: zu den Beladungen:
Die Wagen konnten auch ganz normal gekuppelt und beladen werden mit längeren Stangen (Telegrafenstangen z.B.), allerdings wurden dann die Zacken (beim ROCO nicht dargestellt), die zwischen den Drehschemel-Rungen waren, oft abgedeckt mit alten Säcken oder so, damit das Holz nicht so stark beschädigt wurde. Ausserdem sind die Ketten mit Einschlagkeilen (beim ROCO nicht dargestellt) dabei eher nicht zum Einsatz gekommen, die Stangen mussten durch Zusammenbinden und Zwischenlagenhölzern am Rutschen gehindert werden.
Ich habe mal ein Schwarzweiß-Bild gesehen, bei dem 4 Drehschemelwagen gekuppelt waren, wobei die beiden äußeren Wagen die Rungen abgeklappt hatten. Auf den beiden mittleren Wagen war ein einzelner Maibaum verladen, der an den Enden jeweils bis knapp zur Mitte der anderen Wagen überstand. Klar hätte man den auch auf drei Wagen verladen können, aber die Schemelwagen traten normalerweise immer im Pärchen auf...
Auf einem anderen Bild waren komplette 18m-Gleisjoche (also Schwellen mit Schienen) je Pärchen verladen, jeweils 6 Stück übereinander. Dazwischen war immer ein Flachwagen als Schutzwagen eingestellt (das könnte auch ein Schemelwagen mit abgeklappten Rungen gewesen sein, konnte man nicht erkennen), denn die Joche standen über die Puffer des beladenen Pärchens hinaus. Auch wenn es theoretisch möglich gewesen wäre, wollte man die Kräfte im Zug nicht durch die Ladung übertragen lassen, dafür wäre der Zug wahrscheinlich auch zu lang gewesen. Das Bild des Zuges sah aber recht interessant aus.
Ein paar Infos dazu findet man im Heft des Eisenbahn Journals 1/215 "Vorbild und Modell: Ladegut Holz" ab S.76 ff "Sicherer Transport in Ketten", evtl. bekommt man das auch im Download...
Noch einen lesenswerten Link [url=https://drahtkupplung.de/0___Texte/MIBA%201986-10%20Carstens%20H10.pdf]"Drehschemelwagen H10" von Stefan Carstens[/url] zur Miba 10/1986 gefunden (Achtung: Die Seiten 14 und 15 sind im PDF in der Reihenfolge vertauscht :!: ). Da findet man am Schluss auch die Vorschriften für das Einstellen in Zügen.
Viele Grüße 8-)
Michael