Baustellenmodul

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
Helmut
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Baustellenmodul

Beitrag von Helmut » 07 Aug 2019, 13:03

Hallo,
Ich möchte Euch den Bau eines weiteren Moduls vorstellen. Es ist wie das Weinbergmodul an die NCI-Norm angelehnt.
Thema ist eine Industriebaustelle. Die Schnellbauhalle soll durch ein Bürogebäude Marke Selbstbau erweitert werden. Der Kran, den ich vor Jahren schon mit Servos versehen habe, soll mit seiner Betonbombe mit Beton versorgen. Was da gegossen wird, weiß ich noch nicht. Im Vordergrund bewegt sich gerade eine Schafherde.

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Und natürlich soll das Modul im Nocember fertig sein.

Gruß aus KerpeN
Helmut

MHAG
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Re: Baustellenmodul

Beitrag von MHAG » 07 Aug 2019, 14:27

Hallo Helmut,

Du setzt da etwas um, das mir schon länger vorschwebt: die "Betonkübelbewegung"
Da stelle ich mir folgendes vor:
  • Betonmischer steht mit langsam drehender Trommel bei der Baustelle
  • Kran schwenkt mit dem Betonkübel Richtung Mischer
  • Der Betonkübel wird hinter dem Betonmischer abgestellt
  • Mischtrommel wird angehalten und dreht sich dann in Gegenrichtung für einige Sekunden
  • Mischtrommel stoppt wieder und dreht langsam in der Ursprungsrichtung
  • Betonkübel wird angehoben und hinter Sichtblenden zum "Entleeren" geschwenkt
  • und wieder von vorne...
Sollte sich mit einem Arduino eigentlich umsetzen lassen.
Bin gespannt was Du aus dem Modul noch alles "herausholst" ;)
Eines fällt mir auf: Es fehlt ein stabiler Bretterzaun zwischen Bahn und Baustelle. Darf man überhaupt so nah mit der Baustelle an die Bahnstrecke?

Viele Grüße 8-)
Michael

Helmut
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Re: Baustellenmodul

Beitrag von Helmut » 07 Aug 2019, 15:36

Hallo Michael,
zwei Dumme, ein Gedanke :D !
Die Bewegung des Krans habe ich mit 2 Servos und einem 16-poligen PIC (16F826) realisiert. Ein Foto der Schaltung stelle ich in den nächsten Tagen ein. Das funktioniert halbwegs. An den Betonmischer habe ich auch immer gedacht, habe aber noch keine Möglichkeit der Umsetzung gefunden. Wie bekomme ich die langsame Drehbewegung hin? Hast Du da schon Ideen?

Gruß aus KerpeN
Helmut

MHAG
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Re: Baustellenmodul

Beitrag von MHAG » 07 Aug 2019, 16:15

Hallo Helmut,

mit dieser Idee :idea: sind wir uns wohl sehr einig :lol:
Die langsame Bewegung hätte ich entweder per PWM mit einem kleinen Vibrationsmotor (Handy) probiert, aber die vertragen meistens nur 1,2V bis 3V und haben wenig Kraft, wenn´s langsam sein soll. Unten drunter ginge natürlich auch ein großer Motor mit "durchgeführter Welle. Oder (mein Favorit :) ) ein kleiner Schrittmotor, der unter dem Mischer ist und dessen Trommel per flexibler Welle/Kardan/Gummischlauch (letzteres sollte eigentlich reichen) antreibt. Bei Pollin gibt´s da immer wieder mal Sondeposten (3-6€ pro Stück), oder aus einem alten CD/DVD-Laufwerk -- da ist in "nicht uralten" Modellen auch einer drin ;)
Ich sehe eher die Schwierigkeit, eine schöne Mischtrommel zu bekommen, denn bei Wiking ist die unten "angefressen" (und mit den Armaturen zusammengespritzt), bei dem Metallmodell ist sie fest eingegossen in andere Teile und der amerikanische Mischer (den ich noch habe) hat eine zu kleine Trommel...
Was nimmst Du her :?:

Viele Grüße 8-)
Michael

Helmut
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Re: Baustellenmodul

Beitrag von Helmut » 08 Aug 2019, 08:15

Hallo Michael,
ich habe mir dazu bisher keine Gedanken gemacht und wollte im November auf der Ausstellung ein unbewegtes Modell hinstellen. Aber das Thema reizt mich schon, auch unabhängig von dem Novembertermin. Vielleicht können wir uns ja gemeinsam etwas erarbeiten.

Vibrationsmotoren haben doch recht große Umdrehungszahlen. Ob man die per PWM soweit runterregeln kann ohne dass es unschön ruckelt, wage ich zu bezweifeln. Ich denke, dass ein Antrieb über eine Welle mit dem Motor unter der Anlage der sinnvollste Ansatz ist. Die Welle müsste biegsam sein, da der Winkel zu flach ist, damit die Welle nicht vor dem LKW im Boden verschwindet. Mit Schläuchen habe ich eher negative Erfahrungen gemacht, die verdrehen sich ineinander und laufen dann nicht mehr gleichmäßig. Vielleicht kann man ja dafür einen Bowdenzug oder ähnliches verwenden, damit die Welle eine Führung hat.

Die Mischtrommel würde ich versuchen mittels Gießharz herzustellen. Als Form kann man ja die Trommel vom Modell nehmen. Wenn erforderlich kann man die Kleinteile in Ätztechnik nachbilden.

Schau Dir mal Tomytec 972945 an. Da könnte ich mir auch vorstellen, dass die Trommel auf einem geraden Welle vorne und hinten gelagert wird und man unter dem Führerhaus mittels kleinen Zahnrädern im 90° Winkel unter die Platte kommt.

Nur mal ins Unreine geschrieben.

Gruß aus KerpeN
Helmut

MHAG
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Re: Baustellenmodul

Beitrag von MHAG » 08 Aug 2019, 12:24

Hallo Helmut,

den Tomytec habe ich mir angeschaut, aber zum einen ist der für mich viel zu modern, zum anderen wirkt die Mischtrommel irgendwie, als wäre sie viel zu klein. Bei diesem H0-Wiking Magirus
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gefallen mir die Proportionen deutlich besser. Vielleicht kann man eine Wiking-N-Trommel als Grundform verwenden und aus mehreren Teilen zusammensetzen? Oder aus Metall was drehen? Oder wie beim Vorbild eine Metall-Abwicklung für eine Mischtrommel konstruieren und zusammenbauen?
Vom Kleinstmotor halte ich selber auch nicht so viel -- habe ich der Vollständigkeit halber mit aufgezählt. Mir würden die Schrittmotoren gut gefallen, so einer ist recht gut kontrollierbar und hat viel Kraft, gerade wegen des Antriebs -- wohl am besten mit einem dünnen Stahldraht.
Der dünne Antriebsdraht könnte in einem Bogen nach unten durch das Führerhaus laufen und zwischen den Vorderrädern im Boden verschwinden. Dieser Draht bräuchte auch keine komplette Führung, das könnt z.B. ein Federstahldraht mit 0,1mm sein, der erst ab dem Führerhaus in einem Röhrchen (z.B. eine Injektionskanüle, ist aus Stahl und biegbar) nach unten geführt wird.

Auch erstmal so einige Gedanken :idea: zum Thema...

Viele Grüße 8-)
Michael

Helmut
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Re: Baustellenmodul

Beitrag von Helmut » 09 Aug 2019, 20:50

Hallo Michael,
wenn ich mir den Betonmischer ansehe, kommt für mich eigentlich nur eine starke Achse (1 mm) durch die Trommel in Frage und die muss auf beiden Seiten irgendwie gelagert werden. Ob 0.1 mm Draht zur Kraftübertragung ausreicht müssen wir probieren. Auch würde ich das Führungsrohr bis unter die Platte legen. Wenn das einmal zusammengeklebt ist, kommen wir da nie wieder dran.

Gruß aus KerpeN
Helmut

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Re: Baustellenmodul

Beitrag von MHAG » 09 Aug 2019, 22:17

Hallo Helmut,

deshalb sollte erst die Mischtrommel existieren, damit man sich Gedanken um die Lagerung machen kann. Wenn die Mischtrommel gut gelagert ist, sollte der dünne Draht ausreichend sein. Kleine Bleche mit entsprechenden (größeren) Löchern für die Trommel, die das dann aushalten muss. Also wäre Metall wohl als Trommelmaterial am besten. Aber wie herstellen? An dieser Frage bin ich bisher noch nicht vorbeigekommen... Allerdings habe ich auch noch nicht zuviel Energie da reingesteckt :roll:

Viele Grüße 8-)
Michael

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Re: Baustellenmodul

Beitrag von InterCargo » 11 Aug 2019, 18:00

Hallo in die Runde,

:idea: könnte man vielleicht unter dem Modul mit dem Betonliefer-Lkw einen langsam drehenden Elektromotor anbringen, der eine Scheibe antreibt, auf der ein paar starke Magnete so angebracht sind, dass sie die - auf dem Modul befindliche - drehbar gelagerte Mischtrommel des Beton-Lkw, die mit eingelassenen Eisenkugeln präpariert ist, mit antreibt :idea: :?:

Ich meine einen berührungslosen Antrieb der Mischtrommel mittels des Magnetfeldes, welches von der unterflur befindlichen Scheibe ausgeht.

Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine ... ;)

Viele Grüße vom

ICG

MHAG
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Re: Baustellenmodul

Beitrag von MHAG » 11 Aug 2019, 19:55

Hallo ICG,

die Magnetkupplung ist ein interessanter Ansatz! :) Ich fürchte aber, dass man das in der Kleinheit bei der Trommel nicht zum Laufen bekommt, zumindest nicht im Selbstbau :| Ein Unterflur-Motor scheint mir aber schon sicher "gesetzt". :D
Für die Trommel könnte ich mir ein Drehteil aus Metall (Messing? Alu?) vorstellen, das am oberen Ende etwas ausgebohrt ist (um den Schein einer hohlen Trommel zu wahren :P ) Unten Im Boden ist dann ein zentrisches Loch, in das der dünne Antriebsdraht gelötet/geklebt wird. Läuft der Draht durch ein feines leicht gebogenes Röhrchen, wäre an diesem Ende die Lagerung erledigt. Am oberen Ende müsste die Trommel in einem Blech mit passendem Loch gelagert werden, vielleicht wäre sogar ein Absatz an der gedrehten Trommel sinnvoll? Und dann um die Lagerungen die "Zierteile" der Mischtrommel "drumrumbauen"...

Viele Grüße 8-)
Michael
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