Modellbahn in der Coronazeit

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
Helmut
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Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von Helmut »

Hallo zusammen,
Ausstellungen und Treffen fallen ja bis auf weiteres aus. Vielleicht bestehen ja in der zweiten Jahreshälfte wieder Möglichkeiten. Bis dahin ist Quarantäne angesagt. Trotzdem kann man sich ja austauschen und erzählen, womit man sich gerade beschäftigt, vielleicht in Form eines Wochenberichts:
Ich fange mal einfach an. Momentan dreht sich viel um Corona, Schichtarbeit oder dann wieder keine Schichtarbeit. Dann ist noch der Garten, den wir dieses Jahr etwas unkrautfreier halten wollen. Trotzdem bleibt vor allem am Wochenende doch noch etwas Zeit zum Basteln.
Nachdem sich bei meinem Laser eine Endstufe verabschiedet hatte (mechanische Blockierung der y-Achse), ist heute endlich die Ersatzplatine aus China angekommen und ich habe sie eingebaut. Am Wochenende kann dann wieder gelasert werden :D .
Als alternative habe ich in den letzten Tagen viel an den Endmodulen meines Vorortbahnhofs gebastelt und da die Verkabelung unten auf Lötleisten gelegt. Fertig bin ich noch nicht, aber auf dem richtigen Weg. Die Elektrik auf dem Arrangement macht mir noch etwas Kopfzerbrechen. Ich weiß nicht, ob ich Analogbetrieb und meine eigene Digitalnorm unter einen Hut bringen kann, aber davon irgendwann später. Etwas habe ich auch an der Landschaft der beiden Module weitergearbeitet, Fotos folgen am WE.

So, das war es bei mir.

Gruß aus KerpeN
Helmut
Samms710
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Re: Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von Samms710 »

Hallo zusammeN,

zum Thema Wochenbericht in Corona Zeiten.
Derjenige, wer mich kennt weiß, dass ich keiner bin der viel redet.
Sowas fällt mir vor allem in der Öffentlichkeit nicht leicht.
Daher will ich mal versuchen, hier was schriftlich beizutragen.
Jetzt bin ich fast schon ein Jahr im (er)verdienten (Un)Ruhestand.
Daher habe ich auch mehr Zeit für den Modellbau.
Selbstverständlich fällt auch Haus- und Gartenarbeit an.
Und die beste „Ehefrau der Welt“ soll auch nicht alles in der Wohnung alleine stemmen.
Aber ein, zwei Stunden an mehreren Tagen in der Woche sind meistens möglich (was für ein Privileg).
Zur Zeit bin ich an meinem Modul 3 - Monsterwende mit dem Landschaftsbau beschäftigt.
Die Weide auf dem Modulteil 3-2 wird diese Woche fertig.

Als nächstes Arbeiten plane ich am Modul 3 - Monsterwende:
- die Anglerteiche auf Modulteil 3-3 und 3-4 mit Wasser zu füllen (ja, Michael auch Fische werden nicht vergessen).
- Das Einfahrmodul 3-5 könnte noch ein Stellwerk vertragen.
- Die Straßenbrücken müssen überarbeitet werden und brauchen ein Geländer.
- Die Straße braucht Verkehrszeichen und Leitpfosten.
- U.v.m.

Erwartet aber nicht jede Woche einen Bericht, Fortschritte dokumentiere ich ja hier im Forum,
obwohl ich mich manchmal Frage, ob es nicht ein wenig zu viele Info´s und Berichte von mir sind.
Vielleicht ist nach weiteren Lockerungen auch wieder ein gemeinsamer Fahr- oder Basteltag möglich, irgendwie fehlt mir so was.

So, das wär´s für´s Erste.
Ich wünsche Euch allen eine gute Zeit, trotz Corona, bleibt gesund.

Gruß aus KEU, Samms710
MHAG
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Re: Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von MHAG »

Hallo,

irgendwie geht bei mir seit "Corona-Zeit" modellbahnmäßig gar nichts mehr... :cry:
Obwohl ich im HomeOffice sitze, finde ich keine Zeit -- sonst habe ich als Fernpendler abends "nichts zu tun", da geht dann was. Aber jetzt gibt´s genug anderes, was erledigt werden will. Dass mir die Decke auf den Kopf fällt, kann ich auch nicht behaupten -- nun ja, als "Indoor-Typ" :lol: fällt mir das Zuhause-Bleiben nicht schwer ;)
Ausserdem: Wenn ich schon zuhause bin, mache ich auch beim Haushalt und Kochen mit... kostet auch einiges an Zeit.
Aber irgendwann ist alles repariert, auf dem aktuellen Stand und fertig (oder ich mag mal nicht :roll: ); und dann hoffe ich wieder Modellbahn-Zeit zu finden (und Ruhe und Muße -- beides ganz wichtig!).
Ein Forum ist dann zwischendurch sowas wie "eine kleine Flucht" :D
Moba-Ideen hätte ich genug, genauso wie offene Moba-Baustellen :mrgreen:

Viele Grüße 8-) und gesund bleiben
Michael
ClausS
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Re: Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von ClausS »

Hallo zusammen,

da ich seit ein paar Jahren schon Home-Office mache gab es für mich persönlich keine Umstellung. Meine Frau hat allerdings seit 6 Wochen Kurzarbeit und ist ganztags zu Hause. Das ist schon eine massive Umstellung, zum Glück kommen wir sehr gut miteinander aus.

Durch eine berufliche Neuorientierung mit den entsprechenden Schulungen war wenig Zeit für Modellbahn, die jetzige Zeit ist auch eher voller Arbeit. Mit Themen wie Kurzarbeit, Standortschliessungen, Hygienekonzept usw. bin ich als hauptberuflicher Betriebsrat heftig am ackern.

Modellbahnmässig steht bei mir nach dem Umbau zur U-Anlage eigentlich wieder einfahren und beseitigen von Kleinigkeiten an. Dummerweise ist die Zentrale in der Reparatur, da sich wohl die Programmierschnittstelle verabschiedet hat. Also erstmal nix mit Fahrbetrieb.

Diese Woche habe ich ein kurzes Gleisstück ausgewechselt, ca. 1 Meter lang, da sich die Züge geweigert haben, ohne Entgleisung oder Entkuppeln über den Segmentübergang zu kommen und die Trennstellen nicht sauber ausgeführt waren. Das ist nun beseitigt.

Bleiben noch ein paar Reparaturen, auf die ich eigentlich keine Lust habe. Die müssen aber sein und ich will am Ball bleiben. Auch muss ich noch eine provisorische Steigung entschärfen, die mir irgendwie misslungen ist. Daher habe ich auch bei Güterzügen auf Doppeltraktion umgestellt, was einerseits interessant ist, andererseits aber neue Aufgaben stellt.

Und dann hat mit Helmut noch den Floh mit den Filmchen von Zugfahrten in den Kopf gesetzt :mrgreen: :mrgreen:

Immer eins nach dem anderen.

LG Claus
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Speed123
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Re: Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von Speed123 »

Hallo zusammen,

Corona hat mir Homeoffice und einiges an zusätzlicher Freizeit beschert (keine Pendeln, kaum Kontakte);
Somit war die Gelegenheit einige verschobene Projekte aufzuarbeiten:

Als erstes habe ich meine Homepage überarbeitet und wie ich hoffe etwas übersichtlicher gestaltet, auch mit zusätzlichen internen Links zum einfacheren Navigieren.

Dann eine Kreuzung mit Tendenz zum Entgleisen ausgebaut (sie war eingeklebt, eingeschottert, verlötet und mit fertigem Umfeld).
War wie eine Operation am offenen Herzen und ist jetzt fertig.

Und jetzt gerade unter Nutzung des Faller Umbau-Teilesatzes einen Sattelschlepper für das Car-System angefangen und dazu auf der Homepage einen detaillierten Umbaubericht angelegt.

Die Ruhephase der ATZ steht bevor und deshalb habe ich den Vorsatz gefasst "im Modellbau gibt es keinen Termindruck mehr".

Soweit von mir
Frohes Basteln
Hans
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S.Bahn
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Re: Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von S.Bahn »

So, jetzt möchte ich auch ein paar Worte dazu verlieren.

Im Moment geht es bei mir eher sehr schleppend voran, irgendwie kann ich mich kaum motivieren, weiterzutun. Seit Monaten 'arbeite' ich dran, meinen Wendel aufzubauen und es geht kaum voran. Warum das so ist? Keine Ahnung. Manchesmal denke ich mir, dass noch so viel Arbeit ansteht, sodass ich komplett den Überblick verliere, woran ich denken muss und mitunter weiß ich auch noch nicht, wie genau ich die eine oder andere Sache lösen soll.

Um ein Beispiel zu nennen: Absturzsicherung beim Wendel. Hier habe ich noch keinerlei Idee, wie ich das wirklich vernünftig realisieren soll. Ein nachträglicher Zubau ist ob der örtlichen Gegebenheiten nicht so leicht, also muss ich das spätestens jetzt lösen, bevor ich die erste Runde fertig habe. Jedenfalls scheine ich jetzt die Steigung soweit fertig zu haben, um sicher sein zu können, dass auch alle Züge problemlos rauf kommen. Desweiteren ärgert es mich maßlos, dass sich die Birkensperrhölzer, aus denen die Trassen CNC-gefräst wurden, massiv verziehen, zumindest zum Teil. Habe zwar jetzt einen Teil der Bretter neu bekommen, aber davon sind auch wieder 2 total verzogen bei mir angekommen.

Einen Teil der Corona-Zeit habe ich damit verbracht, ein paar (einfachere) Lasercut-Modell zusammen zu bauen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie ich da am Besten vorgehe. Übrigens: besteht hier Interesse an Bauberichten darüber? Wenn ja, dann würde ich immer wieder mal den einen oder anderen Bausatz kurz vorstellen und dazu sagen, was mir beim Zusammenbau aufgefallen ist.

Aber wie gesagt: es gibt noch sehr, sehr viel zu tun und ich hoffe, dass ich bald mit dem Wendel soweit fertig bin, sodass ich die bisherige Anlage provisorisch abdecken kann. Denn dann geht es los mit der Planung der sichtbaren Anlage.
Liebe Grüße,
Herby
ClausS
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Re: Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von ClausS »

Hallo Herbie,

du fragst, ob du Bauberichte einstellen sollst? Immer her damit!! Meine sind halt noch im alten Forum.

Zum Thema Absturzsicherung in der Wendel kann ich dir PET Folie wärmstens empfehlen. Die ist, je nach Stärke, sehr gut biegbar und transparent (weswegen ich keine Bilder davon einstellen kann). Beim entgleisen geht auch nichts kaputt, weil der Zug ggf. daran entlangschleift und nichts harted an der Oberfläche kratzt. Zum Aufgleisen und entnehmen lässt sich die Folie leicht zurückbiegen und geht wieder in die Ausgangslage zurück (je nachdem, wie lang die Stücke sind). Wobei das Thema Aufgleisen in einer Wendelstrecke wiederum ein Thema für sich ist. Ich entnehme den Zug oder die entgleisten Teile meistens und gleise sie an einem geraden Stück wieder auf. Die Fleischmann Erbse in einer Kurve zu kuppeln ist auch wieder eine Übung für sich.

Die Absturzsicherung verwende ich übrigens auch bei geraden Strecken.

LG Claus
S.Bahn
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Re: Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von S.Bahn »

Hi Claus,

wie würdest Du die PET-Folie fixieren? Und wo gibts diese PET Folie?

Herby
Liebe Grüße,
Herby
MHAG
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Re: Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von MHAG »

Hallo Herbi!

Zumindest für die Absturzsicherung habe ich letztens einen gute Tipp gefunden: Gurtbänder von Rollladen. Die sind weich (keine Schäden an den Fahrzeugen), biegsam (folgen den Rundungen der Wendel) und flexibel (man kann sie wegbiegen, wenn man ein Fahrzeug "retten" muss).

Eine Frage zum Sperrholz: Wie dick sind denn die Bretter?
Das hier ist ein Tipp von unserem Moba-Stammtisch-Schreiner, dass zumindest unter den Trassen eine Leiste hochkant daruntergeleimt werden sollte, sorgt zum einen für Stabilität und vermindert die Resonanzneigung (etwas leiser). Bei gebogenen Trassen nimmt man dann mehrere Leistenabschnitte, die "ungefähr" mit Gehrung aneinanderstoßen. Die Leisten müssen jetzt ganicht sooo dick sein, prinzipiell hilft da schon 1cm x 2cm, evtl auch etwas mehr, was man halt bekommt. Sowas sollte sich mit wenig Dreck auch in der Wohnung machen lassen, eine kleine Japansäge ist da sehr effizient (und ein Staubsauger nützlich ;) )
Ich lackiere auch vor dem weiteren Bau meine einbaufertigen Holzteile mit weißer Acrylfarbe, schützt das Holz vor Feuchtigkeit. Früher habe ich Klarlack verwendet, aber da sieht man nicht so leicht, wo schon der Lack ist; und auf dem Weiß kann man wunderbar beschriften :)

Und ja: Ich fände es schon sehr interessant, welche Erfahrungen es mit Lasercut gibt -- wird hier hoffentlich nicht so schlimm wie anderswo :mrgreen:

Viele Grüße 8-.)
Michael
S.Bahn
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Registriert: 01 Mai 2020, 15:32

Re: Modellbahn in der Coronazeit

Beitrag von S.Bahn »

Hi Michael,

wie gesagt: es bleibt die Frage, wie ich die Absturzsicherung am Trassenbrett fixieren soll.

Kurz zum Wendel selbst. Die Trassenbretter sind 11cm breit. Die Gewindestangen werden innerhalb dieser 11cm montiert. Der Abstand der gegenüber liegenden Löcher für die Gewindestangen beträgt exakt 9cm. Für die beiden Gleise bleiben exakt 83mm. In der Rundung habe ich genau 3 Positionen, wo Gewindestangen sind: bei 0°, bei 90° und bei 180°. Zudem habe ich die Lage der Gleise so gewählt, dass ich möglichst weit außen nach oben fahre, um die Steigung so gering wie möglich zu halten.

Und jetzt kommt mein Problem: Wenn ich die beiden Löcher, wo außen die Gewindestangen sind, miteinander in einer geraden Linie verbinde, dann bin ich bereits mehr als 2cm über der Innenkante drüber. Das heißt, ich kann also nicht direkt von Gewindestange zu Gewindestange die Absturzsicherung spannen, weil dann blockiere ich nicht nur den Außenkreis, sondern auch noch den Innenkreis. Und das heißt: ich müsste (geschätzt, nicht nachgerechnet) alle 5cm eine Art Halterung montieren, damit ich halbwegs vernünftig um die Kurve komme, ohne ein Fahrzeug zu blockieren.

An der Innenseite habe ich das selbe Problem mit umgekehrten Vorzeichen: hier würde eine gerade Linie so weit vom Trassenbrett entfernt sein, dass sie gar keinen Schutz mehr bieten kann. Also müsste ich auch dort erstmal mühsam etwas konstruieren, um ein flexibles Band entlang laufen zu lassen. An den geraden Strecken ist es unkritisch, weil man das Band ja an den Gewindestangen festmachen kann.

Meine aktuelle Idee wäre: ich konstruiere aus Hartschaum einfach einen gewissen 'Auslauf', wo etwaig entgleiste und umgekippte Fahrzeuge liegen bleiben, sprich: Ich verbreitere einfach das Trassenbrett bis zu den Wänden. Jedenfalls scheint mir das im Moment noch die leichteste Lösung zu sein, auch wenn ich nicht wirklich glücklich bin damit.

Achja: die Sperrholzbretter haben eine Stärke von 6,5mm (scheint bei Birkensperrholz ein übliches Maß zu sein). Aber warum sich die derart stark verziehen, kann ich nicht verstehen. Sind immerhin 5 Lagen aus je 1,5mm Birkenbrettern. Ganz schlimm ist ein solches Trassenbrett: Größe 45x11cm, wenn ich das flach auf den Tisch lege, dann geht es gut 30cm ganz normal und plötzlich hebt sich das Brett nach oben, sodass es fast 1cm Differenz zur Tischplatt hat. Sieht aus, als hätte es einen Knick.

Und erinnere mich bitte nicht an die Diskussion im Forum drüben ...
:evil:
Liebe Grüße,
Herby
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