Hallo zusammen,
als chaotischer Mensch habe ich mich bisher wenig (besser) um die Verkabelungsdokumentation gekümmert. Nachteil ist halt, dass man bei Störungen etwas mit dem Multimeter suchen muss. Bei dem Timesaverprojekt ist die Verkabelung aber deutlich aufwendiger: Es gibt 4 Fahrstromkreise, die auch noch mittels Relais umgeschaltet werden, auf 4 Modulen. Dazu werden Weichen gestellt. Das ganze wird mittels Arduino gesteuert. Es gibt also zahlreiche Kabelanschlüsse auf Elektronikplatinen und auch SubD-Klemmen. Ich denke, hier werde ich um eine saubere Dokumentation nicht herumkommen.
Ich habe mir überlegt, dass ich für jede Platine und auch jede SubD-Klemme mir für die Anschlüsse aufschreibe, womit sie verbunden sind, also erstmal kein Schaltplan. Oder habt Ihr einen besseren Vorschlag?
Gruß aus KerpeN
Helmut
Dokumentation Verkabelung
Re: Dokumentation Verkabelung
Hallo Helmut!
Ich bin da von der Arbeit her sowas gewöhnt:
Er hat´s erst als absolut unnötig empfunden, aber als es nach längerer Zeit dann Probleme gab, konnte er das anhand der Doku selber lösen (und war danach entsprechend stolz!
). Ab da hat er das nicht mehr als "überflüssige Lästigkeit" empfunden und selber so weitergeführt...
Als Beispiel habe ich hier die Abzweigung von Samms710 (erster Beitrag) so dokumentiert, dass ich auch später noch was damit anfangen kann (diese Schaltung brauche ich nämlich auch bei meiner Anlage).
Insgesamt sammelt sich schon einiges an Dokus an, ich drucke mir das auch immer aus und hefte es ab, aber dann brauche ich bei der Anlage auch keinen Rechner...
Ich mache das übrigens inzwischen auch so für die Modellbauten und Details (z.B. Baumbau, Laternen, Bau von Ladegütern, Gleisbau,...), hilft mir, wenn ich sowas später nochmal brauche -- die Forenberichte sind dabei dann eine Art "Abfallprodukt"
Denn ich versuche oft bei neuen Ideen, wie ich das umsetzen kann, mache aber nicht gleich eine Serienfertigung; weil zu dem Zeitpunkt weiß ich ja noch garnicht, wieviel ich später brauchen werden (z.B. Gaslaterne, Peitschenleuchte, Buswartehäuschen, Box-Paletten, Wellgitterzaun, gelaserte Mauer zum BW, ...)
Das Wendegleis ist ein kombiniertes Beispiel aus Plan und Bau, das habe ich inzwischen umgesetzt. Aber zwischen Idee und Bau liegen Jahre
da war die Doku recht nützlich
Fazit: Doku bei der Modellbahn ist bei mir sehr umfangreich und "gehört dazu"
Viele Grüße
Michael
Ich bin da von der Arbeit her sowas gewöhnt:
- Beschreibung, da steht dann auch die Ausgangssituation, wofür das gut sein soll (Ziel) und wie man das erreichen will/was man braucht (Voraussetzungen)
- Grober Blockplan
- Detailplan/Schaltzeichnungen/Abläufe
- Schnittstellenbeschreibung
Als Beispiel habe ich hier die Abzweigung von Samms710 (erster Beitrag) so dokumentiert, dass ich auch später noch was damit anfangen kann (diese Schaltung brauche ich nämlich auch bei meiner Anlage).
Insgesamt sammelt sich schon einiges an Dokus an, ich drucke mir das auch immer aus und hefte es ab, aber dann brauche ich bei der Anlage auch keinen Rechner...
Ich mache das übrigens inzwischen auch so für die Modellbauten und Details (z.B. Baumbau, Laternen, Bau von Ladegütern, Gleisbau,...), hilft mir, wenn ich sowas später nochmal brauche -- die Forenberichte sind dabei dann eine Art "Abfallprodukt"
Das Wendegleis ist ein kombiniertes Beispiel aus Plan und Bau, das habe ich inzwischen umgesetzt. Aber zwischen Idee und Bau liegen Jahre
Fazit: Doku bei der Modellbahn ist bei mir sehr umfangreich und "gehört dazu"
Viele Grüße
Michael
Re: Dokumentation Verkabelung
Moin
Doku ist alles. Meine beiden kleinen Ergänzungsplatten zur Hauptanlage hab ich ohne ausreichende Doku gemacht und mir graut es davor nach dem PC Gau die Schnittstellen zu ermitteln, die ich jetzt analog bedienen muss. Ich war zu faul vernünftig zu dokumentieren.
Wie MHAG das macht ist optimal.Ich als betriebsfremder konnte mich in die Superdoku von ihm zur 2 gleisigen Abzweigstelle beim Sechsachser hinein denken und mit Samms zusammen entstören.
Natürlich hatte Samms das auch toll verdrahtet, so ging die Fehlersuche relativ schnell. Toll gemacht.
Freundlich grüßt mit einem Holsten und einem Helbing
Der arnold160
Doku ist alles. Meine beiden kleinen Ergänzungsplatten zur Hauptanlage hab ich ohne ausreichende Doku gemacht und mir graut es davor nach dem PC Gau die Schnittstellen zu ermitteln, die ich jetzt analog bedienen muss. Ich war zu faul vernünftig zu dokumentieren.
Wie MHAG das macht ist optimal.Ich als betriebsfremder konnte mich in die Superdoku von ihm zur 2 gleisigen Abzweigstelle beim Sechsachser hinein denken und mit Samms zusammen entstören.
Natürlich hatte Samms das auch toll verdrahtet, so ging die Fehlersuche relativ schnell. Toll gemacht.
Freundlich grüßt mit einem Holsten und einem Helbing
Der arnold160
Re: Dokumentation Verkabelung
Das kann ich nur bestätigen. Die Doku ist das A und O sowie die Planung. Das habe ich am eigenem Leibe zu spüren bekommen und das war auch ein Grund weshalb ich das Handtuch geschmissen habe. So long und viel Spaß 
LG
Peter
Peter
Re: Dokumentation Verkabelung
Hallo,
ich bin wohl auch eher der "chaotischen" Fraktion zuzuordnen
ABER: ich habe von Tag 1 (na ja, nicht ganz aber so ungefähr
) darauf geachtet, das die Weichen|Signale|Blöcke|Gleise in meinem Wintrack Gleisplan genauso benannt sind wie im TrainController Schema, und auch an allen Anschlüssen unter der Anlage und an den Decodern und Belegtmeldern finden sich diese "Namen" wieder. Damit reicht mir (bisher
) ein Blick auf den TC-Plan um zu wissen welche Weiche da gerade Ärger macht, und unter der Anlage finde ich die entsprechenden Anschlüsse und Kabel auch schnell wieder.
Dazu gibt es Ausdrucke aus TC mit der Adressbelegung für den SX-Bus, die Adressen sind auch auf den Decodern und Kabelanschlüssen notiert.
Fazit: keine umfangreiche Doku, aber genug damit ich im Fehlerfall (oder wenn z.B. ein Modul dazukommt) schnell weiter weiß. Klappt bisher ganz gut ...
Viele Grüße
Mike
PS: ach so ... natürlich unter minimaler Schädigung des weltweiten Baumbestandes, also wo immer möglich elektronische Listen usw. Als Digitalo habe ich immer den Rechner an der Anlage
ich bin wohl auch eher der "chaotischen" Fraktion zuzuordnen
ABER: ich habe von Tag 1 (na ja, nicht ganz aber so ungefähr
Dazu gibt es Ausdrucke aus TC mit der Adressbelegung für den SX-Bus, die Adressen sind auch auf den Decodern und Kabelanschlüssen notiert.
Fazit: keine umfangreiche Doku, aber genug damit ich im Fehlerfall (oder wenn z.B. ein Modul dazukommt) schnell weiter weiß. Klappt bisher ganz gut ...
Viele Grüße
Mike
PS: ach so ... natürlich unter minimaler Schädigung des weltweiten Baumbestandes, also wo immer möglich elektronische Listen usw. Als Digitalo habe ich immer den Rechner an der Anlage
5qm U im Bau, ca. 100m Gleislänge, MTX und Peco Code 80
Zentrale RMX7950usb; Steuerung TC11C2 Gold
Fahren SX1, SX2, DCC; Schalten & Melden SLX
Baubericht: viewtopic.php?t=296
Zentrale RMX7950usb; Steuerung TC11C2 Gold
Fahren SX1, SX2, DCC; Schalten & Melden SLX
Baubericht: viewtopic.php?t=296
Re: Dokumentation Verkabelung
Hallo,
vielen Dank für Eure Ideen und Anregungen.
Ich verwende ja Bausteine, die miteinander verkabelt werden: Arduino, Relaisleiste, mehrere Flüsterantriebe, Lötleisten und die SubD-Anschlüsse. Dazu kommen Taster und Schalter. Einen echten Schaltplan werde ich vermutlich nicht mit einem vernünftigen Aufwand erstellen können. Daher meine Überlegung jeder Schraubklemme Funktion und Zielklemme zu markieren.
Gruß aus KerpeN
Helmut
vielen Dank für Eure Ideen und Anregungen.
Ich verwende ja Bausteine, die miteinander verkabelt werden: Arduino, Relaisleiste, mehrere Flüsterantriebe, Lötleisten und die SubD-Anschlüsse. Dazu kommen Taster und Schalter. Einen echten Schaltplan werde ich vermutlich nicht mit einem vernünftigen Aufwand erstellen können. Daher meine Überlegung jeder Schraubklemme Funktion und Zielklemme zu markieren.
Gruß aus KerpeN
Helmut
Re: Dokumentation Verkabelung
Hallo Helmut,
da würde ich nach Lehrbuch vorgehen und "Black Boxes" beschreiben:
Wenn dann jede "Box" nach diesem Schema beschrieben wurde, hat man schon mal eine gute Grundlage.
Aus den einzelnen Boxen kann man dann weitere Doku als Blockbild aufbauen, was unter Umständen zu größeren "Black Boxes" führen kann. Die dokumentiert man wieder wie oben, usw.
Am Schluss hat man das Modul oder die Modellbahn komplett dokumentiert

Das ist der Weg von unten nach oben (bottom up), ergänzend dazu kann man vom Überblick zum Detail arbeiten (top down).
Mag vielleicht etwas übertrieben erscheinen, wäre aber nahe an "der reinen Lehre der hierarchischen Dokumentation"
Wenn man das so beginnt, stellt man bald die Vorteile fest; auch wenn's erst mühsam und überflüssig erscheint.
Viele Grüße
Michael
da würde ich nach Lehrbuch vorgehen und "Black Boxes" beschreiben:
- was macht das Ding (auch mit Logiktabellen)
- ein eindeutiger Name, der so in der gesamten Modellbahn verwendet wird
- sinnvoll ist ein schematisches Bild mit den Anschlüssen
- welche Verbindungen gibt es nach "draußen" und wofür
- womit ist die Box verbunden
- falls einfach machbar ein Schaltplan oder Schema
- evtl. noch Hersteller, technische Daten, usw.
- WICHTIG: Das aktuelle Datum bei Erstellung bzw. Änderungen samt deren Beschreibung
Wenn dann jede "Box" nach diesem Schema beschrieben wurde, hat man schon mal eine gute Grundlage.
Aus den einzelnen Boxen kann man dann weitere Doku als Blockbild aufbauen, was unter Umständen zu größeren "Black Boxes" führen kann. Die dokumentiert man wieder wie oben, usw.
Am Schluss hat man das Modul oder die Modellbahn komplett dokumentiert
Das ist der Weg von unten nach oben (bottom up), ergänzend dazu kann man vom Überblick zum Detail arbeiten (top down).
Mag vielleicht etwas übertrieben erscheinen, wäre aber nahe an "der reinen Lehre der hierarchischen Dokumentation"
Wenn man das so beginnt, stellt man bald die Vorteile fest; auch wenn's erst mühsam und überflüssig erscheint.
Viele Grüße
Michael