Meine neue Anlage

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
LAG-Isartalbahn
Beiträge: 479
Registriert: 19 Jan 2019, 18:05
Wohnort: München

Re: Meine neue Anlage (Segment Burgberg)

Beitrag von LAG-Isartalbahn »

Hallo Leute,

ich melde mich mal wieder, der Baufortschritt meiner Anlage ist minimal.

In meinem Eisenbahnraum wurden die Wände teilweise gestrichen.
Für den Hintergrund meiner Anlagen wurden "Abstandsbretter" an der Wand befestigt, auf diese soll dann später eine Sperrholzplatte mit der Kulisse befestigt werden. Zwischen Aussenwand und Kulisse kann die Luft zirkulieren und dadurch soll Schimmel vermieden werden (so die Idee).

Bild

Bei meinem Segment wurden eini kleiner Landschaftsbereiche gestaltet (noch nicht fertig).

Bild

Als Steuerungssystem steht jetzt der BiDiB-Bus fest.
Ich kann hiermit nicht nur den Fahrbetrieb mit Weichen und Signalen realisieren sondern auch diverse andere Aufgaben (Schranken, Drehbühne, Beleuchtung).

Jetzt ist die Dreh-/Schiebebühne für meinen Schmalspur-Schattenbahnhof dran zum bauen.

Zur Erläuterung dieses Bauvorhabens.
Der Schattenbahnhof ist unter dem "Burgberg" eingebaut. Er hat drei Abstellgleise für Züge und ein Umfahrungsgleis, das dazu dient um Lokomotiven an das in Fahrtrichtung vorne liegende Zugende zu rangieren.
Auf der dem Schatenbahnhof gegenüber liegenden Seite der Dreh-/Schiebebühne soll ein kurzes Abstellgleis für Lokomotiven sein.
In die Schiebebühne wird eine Drehbühne zum wenden der Lokomotiven eingebaut.
Die Steuerung der Schiebebühne wird mit einer Speziellen BiDiB Baugruppe ausgeführt.
Die Steuerung der Drehbühne wird mir einem Sevo ausgeführt, da diese nur um 180° gedreht wird und nachdem die Lokomotive die Drehbühne verlassen hat sich in die Ausgangslage zurückdreht.

Da ich jetzt an die Konstruktion (steht schon rein Gedanklich) der Bühne und deren Bau komme eine Frage an euch.

Würdet Ihr die Konstruktion nur aus Messing, nur aus Kunststoff oder aus einer gemischt Bauweise machen!

schöne Grüße
Eduard
MHAG
Beiträge: 2828
Registriert: 21 Jan 2019, 01:09

Re: Meine neue Anlage

Beitrag von MHAG »

Hallo Eduard!

Du hast einen Servo für mindestens 180° gefunden? Einen hatte ich mal, der knapp 200° geschafft hat, aber die aktuellen Servos in meinem Vorrat kommen max. bis 170° :| eher (deutlich) weniger :cry:
Der prinzipielle Aufbau der kombinierten Dreh- und Schiebebühne würde mich aus Neugier interessieren. Ich hätte allerdings die Drehbühne im Ausfahrgleis angeordnet, dann kann eine Lokomotive bei Bedarf direkt umgedreht werden. Und die Bühne müsste sich dann auch nicht zurückdrehen, denn bei jedem Wendevorgang hält die Lok auf der Bühne und wird dann gedreht -- egal ob die halbe Drehung im oder gegen den Uhrzeigersinn erfolgt. Beim Drehen ist die Lok stromlos, die Versorgung erfolgt durch Schleifer von den beiden angeschlossenen Gleisen. Ansonsten ist die Drehbühne ein normales Ausfahrgleis, wo die Lok einfach drüberfährt.
Das erscheint mir einfacher und weniger wartungsintensiv, auch die Positionierung der Drehbühne zum Drehen fällt weg (das stelle ich mir ziemlich kompliziert vor!). Allerdings braucht man da extra Platz für die Drehscheibe.
Deswegen interessiert mich Deine Konstruktion, vielleicht hast Du ja das Ei des Kolumbus gefunden ;)

Wegen der Bauweise: Bewegliche Elemente, die lange eine möglichst hohe Präzision erreichen sollen oder die sich abnützen können, würde ich aus Metall fertigen, ansonsten käme das zum Einsatz, das gerade passend vorhanden ist ;)

Neugierige Grüße 8-)
Michael
LAG-Isartalbahn
Beiträge: 479
Registriert: 19 Jan 2019, 18:05
Wohnort: München

Re: Meine neue Anlage (Dreh-/Schiebebühne)

Beitrag von LAG-Isartalbahn »

Hallo Michael,

die Drehbühne wird von einem Servo mit normalen 90° (üblicher Weise sind damit bis 120° möglich) bewegt. Auf das Servo kommt ein Zahnrad und auf die Welle der Drehbühne auch ein Zahnrad und ich versuche dadurch eine Übersetzung 1 zu 2 oder höher hinzubekommen.
Was dann statt 90° am Servo, 180° Grad an der Bühne bedeutet.
Die Drehbühne bekommt eine Hohlwelle durch die Drähte für die Anschlüsse, die sich auf den bewegenden Teil befinden, geführt wird. Die mechanische Belastung der Drähte dürfte dann ziemlich gering sein, da sie sich ja nur einmal links und dann wieder nach rechts drehen.

Die Drehbühne wird auf einem Schlitten der links und rechts auf Rundmaterial hin und her geschoben wird befestigt. Der Schlitten wird mit einer Gewindehülse ausgerüstet durch die eine Gewindestange führt die von einem Schrittmotor angetrieben wird.

Die Lagerung der sich bewegenden Teile wird mit Kugellagern ausgerüstet. Die Mechanisch beanspruchten Teile will ich in Messing ausführen den Rest in Kunststoff.

So soll der Aufbau grob Beschrieben aussehen.

schöne Grüße
Eduard
MHAG
Beiträge: 2828
Registriert: 21 Jan 2019, 01:09

Re: Meine neue Anlage

Beitrag von MHAG »

Hallo Eduard,

danke, sehr interessant! :D
Allerdings frage ich mich, ob es die beweglichen Drähte in der Hohlwelle wirklich braucht; denn dadurch kehrt sich ja auch die Fahrtrichtung um, was durch eine Extraverschaltung wieder kompensiert werden muss. Ich würde da zwei Kontakte bevorzugen, die gleichzeitig auch als Justieranschlag dienen könnten. Dadurch hätten die Bühnengleise beim Drehen keine Versorgung, erst beim "Anschlag" am Ende der Bewegung bekämen sie Kontakt zum Gleis der Anlage. Und zwar immer so, dass die Bühne als "Durchfahrt" benutzt werden könnte.
Bei Servo mit den 1:2-Getriebe kann es sein, dass das recht ruckelig wird. Auf jeden Fall brauchst Du eine Steuerung, die den Servo langsam bewegt; eine "normale" Steuerung versucht einen Servo möglichst schnell zur Zielposition zu bewegen. Ob da an der Bühne nicht eine große Seilscheibe besser ist und ein Motor mit einen kleinen Seilscheibe (da reicht vielleicht sogar die Motorachse)? Z.B. das Seil an der großen Seilscheibe befestigen, dann zweimal um die große Seilscheibe, zweimal um die kleine Seilscheibe, wieder zweimal um die große Seilscheibe und mit einer Zugfeder an der Seilscheibe befestigen. Das hätte bei den Anschlägen auch gleich noch den Vorteil einer Rutschkupplung. Es braucht dann halt noch zwei Endlagenschalter, aber dafür entfällt die Servoelektronik und -ansteuerung.
Ich will Dich jetzt nicht von Deinem wohlüberlegten Plan abbringen, mein Ansatz ist halt immer "so einfach wie möglich" ;) und "was nicht da ist, kann nicht kaputtgehen" :lol: Deswegen schildere ich, wie ich das angehen würde; denn ich sehe einige (lösbare) Widrigkeiten auf Dich zukommen (Servo: mechanisch und elektronisch, Bühnen-Umpolung).

Die Bewegung des Schlittens der Schiebebühne sollte jedenfalls wie von Dir geschildert gut funktionieren. Zur Geräuschminimierung habe ich für so einen Antrieb die Gewindestange mit einem Gummischlauch an der Motorwelle befestigt (erste "Lagerung"), die zweite Lagerung ist die Mutter auf der Gewindestange, die am zu verschiebenden Objekt befestigt ist. Man hört fast nichts! :)

Noch eine neugierige Frage: Wie willst Du die exakte Positionierung lösen? Ausser mit viel Elektronik habe ich dafür noch keine Lösung gefunden (bezüglich meiner Drehscheibe). Da Schiebebühne und Drehscheibe da ähnliche Anforderungen haben, könnte ich mir vielleicht was abschauen... :mrgreen:

Viele Grüße 8-)
Michael
Antworten