Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Antwort erstellen


Diese Frage dient dazu, das automatisierte Versenden von Formularen durch Spam-Bots zu verhindern.
Smileys
:D :) ;) :( :o :shock: :? 8-) :lol: :x :P :oops: :cry: :evil: :twisted: :roll: :!: :?: :idea: :arrow: :| :mrgreen: :geek: :ugeek:

BBCode ist eingeschaltet
[img] ist eingeschaltet
[url] ist eingeschaltet
Smileys sind eingeschaltet

Die letzten Beiträge des Themas
   

Ansicht erweitern Die letzten Beiträge des Themas: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 27 Jun 2026, 09:49

Guten Morgen!

Laminiertes würde ich nie bohren, dafür sind Lochstanzen eindeutig die bessere Wahl ;) Erst, wenn in der Oberfläche das Loch ist, kommen die scharfen Zentrumsbohrer zum Einsatz.
Da mir mal eine Revolverlochzange zerbrochen ist, habe ich mir die 6 Stanzeisen daraus gerettet (für kleine Durchmesser) und diese mit größeren bis 6mm ergänzt. Die sind immer wieder hilfreich (auch, um z.B. Straßenschilder schön rund zu bekommen).

Die Ergänzungen betreffen dann bei Dir aber eher zusätzliche Bedienelemente, weniger zusätzliche Gleise, oder? Sind Gleisveränderungen notwendig, ist die Klebebandmethode sicher geeigneter.
Übrigens ist es auch möglich, das Laminat nicht festzukleben, bei genügend Bedienelementen reichen auch diese als Befestigung (vielleicht noch ein paar Schrauben am Rand). Dann kann man mit Aufwand auch den Gleisplan austauschen.

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 27 Jun 2026, 07:29

Morgen,
Gute Ideen Michael. Dann müsste ich aber schon vorher alle Fahrstraßen und Fahrziele wissen. Ich bin aber eher ein Mensch der an der Aufgabe wächst und die Ideen kommen beim Bau des Pults, wo ich noch hinfahren könnte. Also muss ich unkompliziert Taster oder Schalter nachbauen können. Das ist ja das schöne an der Diodenmatrix, das ich durch um löten der Dioden Fahrziele und Fahrstraßen ändern kann.
Das geht schneller als das umprogrammieren eines digitalen Bausteins. Sicherlich gibt es eine Grund Bestückung mit Tastern und Schalter die ich so wie du schreibst ins Pult einbauen kann. Und die Idee mit den 5mm Klebestreifen hat was ;) Laminieren ist auch nicht schlecht, da brauche ich aber scharfe Bohrer beim nachbestücken :mrgreen:
Grüße vom arnold160

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 26 Jun 2026, 23:29

Hallo Arnold160!

Sehr interessant! Du recycelt wohl auch alles, was nicht schnell genug wegläuft? :lol:
Ach ja, ich vergaß, wie bekomme ich das Gleisbild am besten 1:1 auf die Steuerplatte übertragen?
Die beiden DinA4-Ausdrucke auf ein DinA3-Blatt kopieren (lassen), dann laminieren (lassen). Bieten manche Copy-Shops preisgünstig an. Dabei aufpassen, dass das Material nicht gilbend ist.
In das Laminat stanzt Du dann die Löcher für die Taster, Schalter und Anzeigeleuchten rein. Danach auf die Platte legen und abnehmbar fixieren, alle Löcher übertragen, Laminat wieder abnehmen und alle Löcher in die Platte bohren. Versäubern nicht vergessen!
Das gelochte Laminat klebst Du dann passgenau auf die Lochplatte mit Kontaktkleber. Die Schalter fixieren nach dem Einbau das Laminat zusätzlich.
Ist stabil und dauerhaft.
Etwas anders geht's mit Löcher übertragen (Kopie durchstechen) auf die Platte, bohren und versäubern. Dann alles weiß lackieren und die Gleislinien mit 5mm-Klebeband aufkleben. Danach nochmal alles mit Klarlack fixieren und die Bedienelemente montieren.

Bei beiden Methoden habe ich schon mitgebastelt, wüsste jetzt nicht, welche ich bevorzugen würde... Deine Entscheidung :mrgreen:
Bin jedenfalls gespannt, wie's weiter geht 8-)

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 26 Jun 2026, 22:13

Hallo @ all
Samms710, auch Sechsachser genannt, meinte ich sollte doch den weiteren Werdegang zur Wiederauferstehung der alten Anlage hier im Forum dokumentieren.

Bild

Das ist der alte vor über 40 Jahren erstellte Plan.
Eingezeichnet sind Fahrtziel ( Fahrstraßen ) Stromkreise, Einspeisung Punkte, Gleiskontakte mit den dazugehörigen Bytes.

Bild

Hier ist er durch Paint von der Beschriftung befreit und liegt auch schon auf der Platte des neuen Steuerpultes . Die Platte ist eine Hartfaserschrankrückwand, das Gestell aus Fensterprofilen vom freundlichen Fensterbauer, und die Schrauben sind aus alten Schwarzweiß Fernseher, die ich vor ca. 55 Jahren ausgeschlachtet habe. Waren noch gut, warum wegschmeißen. Die schwarzen Eckschoner werden samt Platte durchbohrt. Da kommen Gewindestangen mit Hutmuttern durch, da die noch einzubauende Elektronik unter der Platte montiert wird. Das Ganze wird dann auf den Kopf gedreht, und damit Schalter und Taster beim verdrahten nicht beschädigt werden, kurze Gewindestangen mit Hutmuttern als Abstandshalter.
Der Einbau der Diodenmatrix braucht natürlich Platz,
Deswegen etwas größer das Ganze.

Bild

Die Rückseite des alten PC wurde wieder verwendet.
Mit den Aussparungen für die Sub D Buchsen komme ich aus.

Bild

Ich hoffe der werte Leser kann nachvollziehen was ich vorhabe. Da ich keine Anlage verdrahten muss, bin ich wohl Weihnachten fertig :lol: :mrgreen:
Ach ja, ich vergaß, wie bekomme ich das Gleisbild am besten 1:1 auf die Steuerplatte übertragen?
Freundlich grüßt der 160'er Arnold

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 17 Jun 2026, 10:17

Guten Morgen
Super MHAG das du dich so in die Digitalisierung rein arbeitest. Da ich das achte Lebensjahrzehnt begonnen habe und die Hirnleistung auf Grund des intensiven Genußes der Produkte des hiesigen Wein- und Getreideanbaus ( Riesling bevorzugt ) auch nicht mehr die beste ist, will ich alles ganz einfach haben.
Ich habe bei Samms710 gesehen wie schnell und einfach ein Relaiswechsel abläuft, wenn da ein Fehler vermutet wird. Relais aus der Fassung, neues rein, weitergehts. Bei Digitaltechnik ist das aufwändiger, wie ich bei der alten Anlage feststellen musste.
Ausserdem ist für meine Entscheidung die Bauform der Anlage auch entscheidend. Ein Modul legste auf den Küchentisch und kannst arbeiten sagt Intercargo immer. Über Kopf mit Schutzbrille unter der Anlage liegen weil stationär, und dann Sachen verdrahten, ist nicht so prickelnd aus vielerlei Gründen.
Unten als Beispiel wie ich mir das vorstelle:

Bild

Stellpult primitiv aber alles da was ich brauche, Drucktasten für Stromkreise, gegenseitig auslösend.

Bild

Zu steuernder Anlagenteil.

Bild

Verdrahtung zum Anlagenteil

Bild

Unterm Stellpult die Relais und Diodenmatrix. Programmieren durch schnelles Umlöten der Dioden.
Der Verdrahtungsaufwand wird m.E. bei Einsatz von Digitalkomponenten nicht wesentlich geringer, es sei denn Modulbauweise.

Wie immer freundlich grüßend der Arnold160

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von Samms710 » 16 Jun 2026, 19:14

Hallo arnold160,

gute Entscheidung deine Anlage nach dem Super Gau wieder ans laufen zu bekommen.

Du hast eine Frage nach Gleisplanzeichnung gestellt.
Welches Programm nutzt ihr um Gleispläne zu zeichnen?
Meine Gleispläne erstelle ich mit „excel“
Die fertige Gleisplan Zeichnung übertrage ich dann auf die Stellwerksplatte indem ich den Gleisplan auflege
und mit einer Nadel die Gleiseckpunkte auf die Stellwerksplatte markiere.
Danach werden die Gleise mit einem dicken schwarzen Edding von den Eckpunkten nachgezogen.
Ich sende dir mal als Beispiel meine Datei vom Stellpult Modul 3 (Monsterwende).

Freundliche Grüße aus KEU, Samms710

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 16 Jun 2026, 16:31

Hallo Arnold160!

Danke für die Info, sehr interessant! :-)
Ich hatte mich etwas missverständlich ausgedrückt :oops: denn ich habe Deinen Text so interpretiert, dass Du zwischen PC und Weiche die Relais hast. Ok, Du hast statt dessen die Transistoren drin (für die Kondensatorschaltung jedenfalls besser). Aber die Weichen hängen nicht direkt am PC... das ist wahrscheinlich auch viel gesünder für den PC :mrgreen:
Aber da kommt ja ganz schön was zusammen:
48+2 Leitungen für die Weichen
24+1 Leitungen für die Relais
5+1 Leitungen für die Kehrschleifen
Sind 77 Steuerleitungen, die der PC ansteuern muss! Das ist schon eine Hausnummer :o
Die Sensorleitungen hin zum PC sind da noch nicht dabei...
Da bräuchte man beim Arduino eigene I/O-Bausteine, soviele Pins "nach draussen" hat der meines Wissens nicht.
Also ist Deine Idee mit der Diodenmatrix vielleicht günstiger.

Weshalb ich da so genau nachfrage:
Ich bin auf die Idee gekommen, mit Standard-Digitalbausteinen die Steuerung meiner Anlage aufzubauen, also ein selbstgebautes Gleisbild-Stellpult mit den "China-Tastern", dann Encoder, um die Taster-Info in eine Zentrale zu bekommen, aus der Zentrale geht dann ein Bussystem, das zu Decodern bei den Weichen oder Schaltrelais führt. Auch auf der Anlage kann es Encoder geben (für Sensoren etc. -- evtl. ein Rückmeldebus?), die ihre Info per Bussystem an die Zentrale schicken, und von dort werden Anzeigen-Dekoder im Stellpult gesteuert. Ob das ein sinnvolles Konzept ist, weiß ich noch nicht. Aber es würde viele Leitungen zwischen Steuerpult und Anlage einsparen.
Dein System hat einige Elemente (z.B. die Relais) ähnlich umgesetzt, nur halt noch ohne Bus, aber mit einer zentralen Steuerung durch den PC. Also scheinen zumindest Teile meiner Idee machbar...

Nachdenkliche Grüße 8-)
Michael

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 16 Jun 2026, 12:35

Hallo MHAG
Leider hast du die Weichen vergessen. Es gehen allein 50 Kabel für 24 Weichen und Weichenmasse unter die 2 Platten. Die Platten kann man zum Transport in der Mitte trennen. ( Mit der Flex :D ) Die restlichen Kabel verteilen sich auf Stromkreise und Zuleitungen zu den Lichtschranken, also ca.70..... :oops:
Unten ein Foto, von links nach rechts die Kleinleistungstransistoren zur Weichenschaltung, was ich jetzt mit Relais machen möchte.
dann die Kehrschleifenrelais, daneben die Stromkreisrelais. Alles vom Pc gesteuert.
Die Weichen wurden mit Kondensatorentladung gesteuert, insgesamt 4X 4700 müF. Zeitfolge von einer Sekunde für erneute Aufladung.
Vorteil Durchbrennschutz der Antriebe, wenn entladen dann nix Strom mehr durch die Spule, das hat die ganzen Jahre gut funktioniert.
Wenn ich die Transistoren der Weichensteuerung wieder über Diodenmatrix und Taster ansteuern könnte, hätte ich Platz und Relais gespart.

Bild

Welches Programm nutzt ihr um Gleispläne zu zeichnen? Ich hab das alles nur auf Papier, und das ist ziemlich vergilbt :mrgreen:
m.f.G. Arnold160

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 16 Jun 2026, 00:07

Hallo Arnold160,

Danke für Deine Beschreibung! :) Scheint ja recht sinnig gebaut worden zu sein, wenn ich das halbwegs richtig verstanden habe... ;)
Was mich noch sehr interessieren würde: Um wieviele Leitungen zwischen Steuerung und Anlage handelt es sich denn? Das sind ja nur, wenn ich das richtig interpretiert habe, die Leitungen von den Sensoren/Lichtschranken und zu den Relais; denn für die "Taster" ist ja der PC zuständig.
Ich frage nur deshalb, weil ich zur Zeit drüber nachdenke, wie ich meine (analoge) Steuerung aufbauen könnte. Und da ist erstmal jede Idee interessant ;)

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 15 Jun 2026, 21:10

Hallo Michael,
Durch Verwendung des PC hab ich mir den Bau eines Stellpults gespart. Es ist ein Zahlen und Buchstabenblock vorhanden. Zahlen 1 bis 0, Buchstaben A-F zur Programmierung der Maschinensprache binäres System. Der PC schaltete die Stromkreise, bezeichnet mit Zahl / Buchstabe auf Eingabe am Tastenblock.
Da ich keinen großen Schattenbahnhof wollte, gab es 3 Abstellmöglichkeiten . 2 Kehrschleifengleise und ein Parkgleis in eine Richtung. Es mussten für einen abwechselungsreichen Betrieb 3 Züge gefahren werden, die in unterschiedlicher Reihenfolge vom PC gesteuert wieder in den Bahnhof aus beiden Richtungen einfuhren. So verschwand nicht ein Zug im Loch und kam dann an anderer Stelle wieder raus, sondern ein völlig anderer. Der rein gefahren ist wurde in Kehrschleife oder Richtungsgleis geparkt, das vorher leer gefahren wurde. Gesteuert wurde der Ablauf vom PC mittels im Gleis verbauten Infrarot Lichtschranken. Die Relais der Kehrschleifen wurden nach Programierung und Gleiskontakt geschaltet. Für jede Fahrtrichtung gab es eine Kehrschleife .So war eine gewisse Automatik gegeben, die ich nach Bedarf durch Tasteneingabe steuern konnte. D.h. das Ablaufprogramm wurde gestoppt, ich nahm einen Zug raus, der neue wurde auf einem Übergabegleis dann dem PC wieder übergeben. Der jeweilige Programmablauf wurde regelmäßig vom PC unterbrochen und ich konnte über Tasteneingabe manuell rangieren und Fahrziele eingeben. Auf die 2 Bahnhofsgleise hatte nur der PC für seine Zugsteuerung über die Infrarot Lichtschranken Zugriff. Der PC steuerte also sämtliche Abstell und 2 Übergabegleise nach meiner Tasteneingabe.
Das waren 23 Weichen und über 30 Stromkreise, 5 Lichtschranken, 2 Kehrschleifen.
Ich hoffe ich habe das ungefähr und plausibel beschrieben.
Auf beleuchtete Signale hab ich verzichtet. Hätte den Aufwand zur Steuerung nur unnötig erhöht, und der Betrachter einer stationären Anlage achtet da eh nicht drauf sondern nur auf die fahrenden Züge.
Die Lichtschranken sollten noch alle funktionieren, die Stromversorgung und Steuerleitungen für Diode und Empfangstransistor sind auf Sub D nach aussen geführt, also noch verfügbar. Ebenso sind alle Netzteile für Relais und Lichtschranken noch vorhanden.
Aber erstmal muß ich die Reste des alten PC entkernen und entsorgen, bevor ich mich um die neue Planung kümmern kann.
Es geht immer weiter..... :lol:
Freundlich güßt der Arnold160

Nach oben