Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
arnold160
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Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von arnold160 »

Hallo Mobahner
Nun ist es nach gut 45 Jahren geschehen. Der alte Steuer PC ist abgeraucht. Anlage tot.

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Was tun. Aufhören? Das ganze Material ist Anfang der Achziger des vergangenen Jahrhunderts. Also auch abgefahren.
Viele Möglichkeiten hab ich nicht. Neu bauen oder entsorgen. Wenn neu bauen dann analog mit Diodenmatrix oder ähnlich.
Die beiden Anbauten hab ich analog erstellt. Und bei einem Neubau betrifft es auch nur die Steuerelektrik, weil Anlagenverdrahtung i.O. ist und Platten getrennt auf Sub D Stecker nach aussen geführt. Belegungsunterlagen gibt es auch. Material für Bau eines Stellpultes ist vorhanden. Problem ist der Schattenbahnhof mit seinen 2 Kehrschleifen und Wartegleis. Bisher lief das über Infrarot Dioden und PC Steuerung. Also auch kein soooo großes Problem. Und auf die Zug Steuerungsautomatik kann ich auch verzichten. Spiel ich einfach mal Fahrdienstleiter.
Die Frage ist bloß, hab ich Bock drauf die Steuerelektrik neu auf zubauen ? 8-)


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Es hat gebrannt. Man glaubt garnicht wie gut Tantalelkos brennen. Und wie lange.... :mrgreen:
Jetzt wird der ganze Kram entsorgt.
Und in der Zeit bis ich mir im klaren bin was ich mache, repariere ich erstmal die Loks vom Sechsachser. Komm ich auf andere Gedanken.
Also es bleibt spannend. Für mich. Die rein analogen Teile laufen ja noch. :D
Freundlich, aber mit einem dicken Hals, grüßt der Arnold160 :oops:
arnold160
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von arnold160 »

Hallo
mein Abriss ist natürlich nichts im Vergleich mit Womo. Ich hab mir seinen Abschiedsfilm auf You Tube angeschaut und ich ziehe den Hut vor der Entscheidung das Hobby dran zugeben. Respekt.
Grüße von Arnold160. Natürlich freundlich.
MHAG
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von MHAG »

Hallo,

sowas ist immer nicht besonders toll... :(
Die Frage ist bloß, hab ich Bock drauf die Steuerelektrik neu auf zubauen ?
Wenn der erste Ärger verfloge ist, hoffe ich doch sehr, dass Du die Energie zum Aufbau findest. Es wäre zu schade um die Anlage. Und Du scheinst ja immerhin eine Dokumentation zu haben, die dabei viel Analysezeit sparen kann.

Die Elektronik ist nicht mehr reparabel? Ok, könnte schwierig werden, solche Chips zu bekommen... Lässt sich die Logik vielleicht mit einem Arduino simulieren? Das geht manchmal schneller und viel billiger als "auf althergebrachte Weise".

Eine gute Entscheidung wünscht 8-)
Michael
arnold160
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von arnold160 »

Hallo Michael
Ich habe mir das auch schon mit den Microcontrollern überlegt. Habe mich aber aus folgenden Gründen dagegen entschieden:
1) Mein Alter. Und die Technik geht so schnell vorwärts ,da sind die Dinger in 10 Jahren veraltet und ich habe wieder das Problem, falls was kaputt geht, nochmal von vorne anzufangen. Falls ich dann noch dazu in der Lage bin. :mrgreen:
2) Die Reparaturfreundlichkeit. Ich habe jetzt beim Sechsachser gesehen wie leicht einfache Schaltungen, die von dir super entworfen und dokumentiert, zu entstören sind, und selbst als nicht Erbauer eine Chance hat, fremde Anlagen wieder ans laufen zu bringen aufgrund der *primitiv*
Technik.
3) Der Materialaufwand. Was ich brauche für Diodenmatrix ( falls ich das so mache ) und an Relais ist alles in meinem Fundus vorhanden.
Eng wird es bei Litze für Sub D Stecker und Buchsen, die dürfen ja nur einen bestimmten Durchmesser haben und gut Strom leiten können.
Und natürlich die billigen Chinataster, die Mobahner ja immer gern verwenden. Weiteres Baumaterial wie Holz u.s.w. hat ja jeder Mobahner im Vorrat.
4) Der finanzielle Aufwand hält sich in Grenzen, und das imaginäre eingesparte Geld kann ich dann in eine gut erhaltene Taigatrommel oder Ludmilla investieren :D
5) Ich bin Spielbahner und die Anlage muß möglichst immer sofort laufen, ohne das ich im Schattenbahnhof rumkrieche oder Fehler beseitige bevor überhaupt ein Zug fährt. Aber das ist ja auch von der Qualität und dem handwerlichen Geschick des Erbauers abhängig.
Den alten PC wollte ich auch nicht mehr reparieren, da wie du sagtest die IC nicht mehr verfügbar sind, die CPU`s in Maschinensprache programiert waren und ich keinen Eprommer und UV Löschgerät mehr habe. Ich schlechte Augen habe und die Verdrahtung der Europakarten mittels Fädelstift und hauchdünnem Lack isoliertem Kupferdraht ausgeführt war. Und darauf Fehler zu suchen muß ich jetzt nicht mehr haben. :mrgreen:
Also, trinken wir noch ein Eierlikörchen, das Leben muß ja irgendwie weitergehen. :lol:
Gruß an Alle
Der Arnold160 der...u.s.w.
MHAG
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von MHAG »

Hallo Arnold160!

Ich will Dich garantiert nicht zu den Arduinos überreden -- mit anderen Microcontrollern (PIC-Familie) habe ich das mit dem Voranschreiten der Technik auch schon erlebt... Bei den AVRs (die verstecken sich hinter den Arduinos) glaube ich allerdings nicht, dass die plötzlich inkompatibel werden. Egal, der geringste Aufwand mit maximalem Effekt ist gefragt ;)
Bei Samms710 gab es ja die genaue Spezifikation, was gewünscht ist, da kann man dann gut eine Abschätzung machen, wie man das am besten umsetzen kann. Ich habe damals auch schon mit einem Arduino überlegt, aber der Aufwand wäre sogar noch etwas größer geworden als nur mit Relais. Die Umsetzung hätte Samms710 aber bestimmt auch mit dem Arduino hinbekommen, so schlimm sind die Dingerchen nicht zu programmieren...
Bei meinem Bahnübergang habe ich mal beide Varianten verglichen, da hat der Arduino gewonnen, mit diskreter Elektronik und Relais wären die Kosten wahrscheinlich explodiert bei mehrfachem Platzbedarf.
Ich bin ja garnicht neugierig... :oops: ... aber mich würde schon interessieren, was die alte Steuerung gemacht hat bzw. was Du da jetzt wofür brauchst oder haben willst. Vielleicht kann ich (oder wer anders) da wieder Ideen klauen (oder beisteuern), die Schaltung von Samms710 hatte ich in vereinfachter Form schon mal für einen Kumpel skizziert -- und jetzt werde ich sie auch selber einsetzen, denn ich habe einen zweigleisigen Abzweig im Untergrund geplant. Da schon alles geplant und dokumentiert ist, brauche ich das nur noch nachzubauen :lol:
Vielleicht beschreibst Du nach dem Eierlikörchen :lol: mal, was Du da vor hast -- ich glaube, dass nicht nur ich neugierig bin :mrgreen:

Viele Grüße 8-)
Michael
arnold160
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von arnold160 »

Hallo Michael,
Durch Verwendung des PC hab ich mir den Bau eines Stellpults gespart. Es ist ein Zahlen und Buchstabenblock vorhanden. Zahlen 1 bis 0, Buchstaben A-F zur Programmierung der Maschinensprache binäres System. Der PC schaltete die Stromkreise, bezeichnet mit Zahl / Buchstabe auf Eingabe am Tastenblock.
Da ich keinen großen Schattenbahnhof wollte, gab es 3 Abstellmöglichkeiten . 2 Kehrschleifengleise und ein Parkgleis in eine Richtung. Es mussten für einen abwechselungsreichen Betrieb 3 Züge gefahren werden, die in unterschiedlicher Reihenfolge vom PC gesteuert wieder in den Bahnhof aus beiden Richtungen einfuhren. So verschwand nicht ein Zug im Loch und kam dann an anderer Stelle wieder raus, sondern ein völlig anderer. Der rein gefahren ist wurde in Kehrschleife oder Richtungsgleis geparkt, das vorher leer gefahren wurde. Gesteuert wurde der Ablauf vom PC mittels im Gleis verbauten Infrarot Lichtschranken. Die Relais der Kehrschleifen wurden nach Programierung und Gleiskontakt geschaltet. Für jede Fahrtrichtung gab es eine Kehrschleife .So war eine gewisse Automatik gegeben, die ich nach Bedarf durch Tasteneingabe steuern konnte. D.h. das Ablaufprogramm wurde gestoppt, ich nahm einen Zug raus, der neue wurde auf einem Übergabegleis dann dem PC wieder übergeben. Der jeweilige Programmablauf wurde regelmäßig vom PC unterbrochen und ich konnte über Tasteneingabe manuell rangieren und Fahrziele eingeben. Auf die 2 Bahnhofsgleise hatte nur der PC für seine Zugsteuerung über die Infrarot Lichtschranken Zugriff. Der PC steuerte also sämtliche Abstell und 2 Übergabegleise nach meiner Tasteneingabe.
Das waren 23 Weichen und über 30 Stromkreise, 5 Lichtschranken, 2 Kehrschleifen.
Ich hoffe ich habe das ungefähr und plausibel beschrieben.
Auf beleuchtete Signale hab ich verzichtet. Hätte den Aufwand zur Steuerung nur unnötig erhöht, und der Betrachter einer stationären Anlage achtet da eh nicht drauf sondern nur auf die fahrenden Züge.
Die Lichtschranken sollten noch alle funktionieren, die Stromversorgung und Steuerleitungen für Diode und Empfangstransistor sind auf Sub D nach aussen geführt, also noch verfügbar. Ebenso sind alle Netzteile für Relais und Lichtschranken noch vorhanden.
Aber erstmal muß ich die Reste des alten PC entkernen und entsorgen, bevor ich mich um die neue Planung kümmern kann.
Es geht immer weiter..... :lol:
Freundlich güßt der Arnold160
MHAG
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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

Beitrag von MHAG »

Hallo Arnold160,

Danke für Deine Beschreibung! :) Scheint ja recht sinnig gebaut worden zu sein, wenn ich das halbwegs richtig verstanden habe... ;)
Was mich noch sehr interessieren würde: Um wieviele Leitungen zwischen Steuerung und Anlage handelt es sich denn? Das sind ja nur, wenn ich das richtig interpretiert habe, die Leitungen von den Sensoren/Lichtschranken und zu den Relais; denn für die "Taster" ist ja der PC zuständig.
Ich frage nur deshalb, weil ich zur Zeit drüber nachdenke, wie ich meine (analoge) Steuerung aufbauen könnte. Und da ist erstmal jede Idee interessant ;)

Viele Grüße 8-)
Michael
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