Moin Mobahner,
weiter gehts, nachdem ich tagelang nach einem Fehler gesucht habe.
Der Kabelstrang für die Weichen auf der linken Plattenseite ist verbaut. Ging schnell weil die Lötösenstreifen genug Platz für Lötkolben und dicke Finger lassen. Entgültig ausgebunden wird erst wenn fast fertig. Zum Einbinden des Kabels habe ich Schaltdraht genommen. Der hält die Litze gut in Form wie zu sehen.
Mehr Kummer bereiteten mir die Relais auf der Lochrasterstreifenkarte. Da gab es an 2 Kontakten kalte Lötstellen, die zu unglaublichen Fehlerbildern führten. Da ich selten mit Wechselstrom arbeite, war das völlig neu für mich. Ein Weichenantrieb schnarrte nur wenn er geschaltet wurde. Antrieb ausgebaut, geprüft, eingebaut, nichts tat sich mehr. Anderen Antrieb eingebaut, Funktion. Weiche mit neuem Antrieb angebaut, Supi , Funktion.
Das hat Nerven gekostet. Am nächsten Tag nochmal getestet, Antrieb schnarrt. Relais und Kontakte durchgemessen, alles in Ordnung. Eingeschaltet,
nichts tat sich mehr, Weiche schaltet garnicht.
Ich dicken Hals. Am nächsten tag alles abgelötet und Stück für Stück nach Methode Intercargo angeschlossen und geprüft. Als ich dann zur Relaiskarte kam viel mir auf, das an 2 Wechslern doch zu kleine Lötpunkte waren. Narürlich kann man auf solchen Karten mit den schmalen Abständen zwischen den Kupferstreifen keine großflächigen Lötpunkte machen. Als ich die Relais dann nachgelötet und die Kontaktstelle zwischen Relaispin und Kupferstreifen nochmal mit frischem Zinn nachgearbeitet hatte, war der Fehler weg.

Eine Sichtprüfung von noch nicht eingebauten Relais zeigte an den Lötpins Oxydation, was nicht bei allen Relais der Fall war.
Auch unter der Anlage wurde gearbeitet. Eine Weiche war mit einer anderen vertauscht. Ist früher auch aufgefallen, aber beim programmieren des PC wurden einfach die Ports getauscht. Hatte ich vergessen und natürlich das alte Fehlerblatt entsorgt.

Damit ich keine Nackenstarre bekomme, hab ich als Kopfstütze eine Kindersitzerhöhung vom Enkelchen und ein Reisekissen benutzt.
Jetzt gibt es auch auf dem Steuerpult eine grüne LED, die zeigt das Strom eingeschaltet ist. Es gibt immer ein unangenehmes kribbeln in den Fingern wenn man mit 230V in Berührung kommt. Schlimmer ist, daß das Werkzeug was man gerade in der Hand hat, unkontrolliert durch die Gegend fliegt......
Das ist die letzte Arbeit die ich in Angriff genommen hatte, bevor der PC abkackte.
Jürgen und Intercargo meinten, das Ausziehgleis wäre zu kurz. Wenn zwei versierte Mobahner das gleiche bemängeln, muß ich natürlich tätig werden, wie auf dem Foto zu sehen. Das soll eine Industriebrache darstellen, wo die Natur schon kräftig wuchert. Die Idee von Intercargo die Gleise im Tunnel enden zu lassen hab ich umgesetzt. Es zeigte mir, wie schön man ein Modul detalliert am Schreibtisch aufbauen kann. Ein Styrodurklotz mit Dunnelportalen aus der Restekiste und anderen Krams veredelt.

So weit der Stand der Dinge und schönes WE.
Freundlich und so... der arnold160