Exitus, Super Gau. Anlage tot.

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Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 23 Jul 2026, 09:23

Hallo,

wollte auch gerade schreiben, dass das vom Anwendungsfall abhängt, ob Lochraster, Streifenraster oder "Inselraster" (z.B. drei Löcher verbunden) besser ist. Man darf nur nicht vergessen entweder Verbindungen zu trennen oder aufzubauen :mrgreen:
Ich kann mich übrigens erinnern, dass mal jemand eine "Matrix-Platine" hatte:
Da waren die Streifen auf Vorder- und Rückseite um 90° gedreht und auf einer Seite waren die geätzten Löcher größer als die gebohrten (damit kein Kontakt zwischen der Leiterbahn und dem durchgesteckten Draht entstehen konnte. Die Dioden wurden zu einem J gebogen, das lange Ende durchgesteckt und unten verlötet, das kurze Ende (auf der Seite mit dem Diodenkörper) auf der Oberseite verlötet. Fand ich damals recht schick, aber aufwändig in der Herstellung. Evtl. waren das auch zwei "normale" einseitige Streifenrasterplatinen, nur gegeneinander verklebt -- das weiß ich leider nicht mehr :(

Einen schönen und erholsamen Urlaub an Arnold 160! :D

Viele Grüße 8-)
Michael

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 23 Jul 2026, 09:05

Moin,
Danke Helmut, so hätte ich das auch gerne als Erklärung geschrieben. Und wenn die Karte fertig ist stelle ich hier natürlich ein Foto ein. Jeder Interessierte wird dann in diesem Fall den Vorteil des Lochstreifenrasters erkennen.
Und namenlos bin ich doch nicht. Arnold160 ist genauso gut wie Hubert, Manfred, Karl...etc. Namen sind eh Schall und Rauch.
Bin jetzt erstmal 3 Wochen entspannen. Bis dahin allen eine gute Zeit. :D
Arnold160

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von Helmut » 22 Jul 2026, 09:25

Hallo zusammen,
Roland hat geschrieben: 19 Jul 2026, 09:43
Die Unterbrechungen auf der Platine mache ich mit einer kleinen Kugelfräse.
mit einer Lochrasterplatine hättest Du das erspart.
interessanterweise hätte ich es eher wie Arnold160 gemacht und eine Streifenrasterplatine genommen, wenn ich die Platine nicht ätzen will. Mein Argument wäre, dass dann in einer Richtung schon die elektrische Verbindung da ist. Mit Drähten zu kontaktieren ist nicht so mein Ding. Aber das kann und sollte jeder machen, wie es für ihn am günstigsten ist.

Gruß aus KerpeN
Helmut

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 22 Jul 2026, 09:20

Moin,
Die Stoppweichen Funktion ist mir zu unsicher. Die tuts gut bei neuen Weichen. Da ich aber alten Kram habe, verdreckt der Schaltkontakt in der Weiche mit der Zeit. Meine Weichen sind eingeschottert mit feinem Sand. Da läuft schon mal das Bindemittel in die Weiche, oder der Kupferkontakt oxydiert durch die Feuchtigkeit. Alles Erfahrungswerte, die sich auf mühsamen Ausbau der Weiche und Reinigung der selben von innen beziehen.
Wenn die Weichen oft betätigt werden, tritt das Problem kaum auf, die Kontaktplatten in der Weiche bleiben dann blank.
Gruß arnold160

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von 8erberg » 21 Jul 2026, 17:16

Hallo,

reicht nicht die Stoppweichenfunktion der Arnoldweichen aus?

Peter

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von Roland » 19 Jul 2026, 09:43

Hallo Namenloser,
Die Unterbrechungen auf der Platine mache ich mit einer kleinen Kugelfräse.
mit einer Lochrasterplatine hättest Du das erspart.

Gruß, Roland

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 18 Jul 2026, 17:56

Hallo zusammen,
mach dir keinen Kopp Samms710, Hilfe naht wenn nötig.
48 Relais auf Lochraster sehen so aus:

Bild

Die verlötete Seite,

Bild

Das Ganze wie es wohl eingebaut wird,

Bild

Und die Relaisseite. Da die Platine ziemlich instabil ist, musste eine Gewindestange zur Versteifung herhalten.
Die Relais haben 2 Wechsler, da ich aber nur einen Schließer pro Relais brauche, werde ich die beiden Wechsler parallel schalten. So teilt sich der Strom auf 2 Kontakte auf.
Jetzt bin ich nur mal gespannt ob das alles auch so klappt wie ich mir das denke..... :roll: :D
Aber wird schon. Die Unterbrechungen auf der Platine mache ich mit einer kleinen Kugelfräse.
Schönes ruhiges Restwochenende an alle wünscht arnold160

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von Samms710 » 17 Jul 2026, 20:02

Hallo Arnold160, hallo zusammeN,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung. 👍
Das hast du verständlich rübergebracht, nur für die erforderlichen Maßeinheiten der Ströme,
Widerstände, und Stromstärken (Ampere) u.s.w. fehlt mir das Verständnis. :?
Da ist deine berufliche Vorbelastung bestimmt von Vorteil.

Jetzt verstehe ich die Kippschalter, das ist so ähnlich wie bei mir mit den Halteabschnitten,
um Züge/Lokomotiven anzuhalten oder abzustellen.
Zusätzlich werden bei mir noch Duo-LED rot/grün gleichzeitig geschaltet.

Hoffentlich konnte der qualmende Kopf mit dem Grappa gelöscht werden. :roll:

Dankbar grüßend, Samms710

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von arnold160 » 17 Jul 2026, 14:51

Hallo Forianer
Es ist schwierig für mich die Gedanken in Worte zu fassen, die die Kiste entstehen lassen. :lol:
An erster Stelle steht möglichst wenig Aufwand, Entstörbarkeit auch für Kurzsichtige, die mit dem Kopf in die Kiste tauchen müssem um was scharf zu sehen. :geek:
Dann muß ich vorweg schicken, das ich elektrisch ein bißchen vorbelastet bin. Ich baue schon genauso lange Röhrenverstärker, wie ich Mobahner bin.
Also HiFi Gedöns. Deswegen verfüge ich vielleicht über mehr Material zum Anlagenbau als der normale Mobahner.
Lieber Sechsachser, ich muß gestehen das ich meine Kenntnisse bezüglich Machbarkeit einer Diodenmatrix auch aus dem Netz der Netzte aufgefrischt habe. Bei sowas kann die KI hilfreich sein. Es gab 2 Möglichkeiten, Relais einzusparen und eine Unmenge Dioden einzubauen, oder halt mehr Relais zu verplanen und etwas weniger Dioden. Für mich wichtig ist die Betriebssicherheit der Elektrik. Dabei darf man die zu schaltenden Ströme der Weichenantriebe nicht aus den Augen verlieren. Bei mir hat jede Spule einen Widerstand von ca.25 Ohm. Bei einer anliegenden Wechselspannung von 16V bei betätigen eines Weichentasters fließen kurzzeitig 0,4 A, was nicht wenig ist. Den Blindwiderstand der Spule weil Wechselstrom hab ich nicht berücksichtig. Ich habe nicht viel Vertrauen in die Schinataster, deswegen versuche ich die Strombelastung in Grenzen zu halten. Wenn 3 Weichen gleichzeitig schalten fließen schon 1,2A. Das gilt natürlich nur für die von mir verwendeten alten Weichenantriebe von Arnold. Deswegen lasse ich Relais die Weichen schalten. Da die Relaisspulen hochohmiger sind fließt nicht soviel Strom auf einmal. Ein weiterer Punkt ist der entstehende Abreißfunken beim öffnen des betätigten Kontaktes. Durch den Lichtbogen verbrennt der Kontakt und irgendwann ist Schluß mit lustig. Dem kann ich natürlich bei Gleichspannung mit Freilaufdioden entgegen wirken, die die entstehende gegenpolige Spannung kurzschließen. Da würde ich bei meinen Weichenantrieben allein schon 50 Freilaufdioden bei den Antrieben benötigen. Dann kommen noch die für die Relaisspulen hinzu. Für die gilt das gleiche. Bei Wechselstrom Speisung der Antriebe fällt der Abreißfunke nicht so sehr ins Gewicht, weil bei den Nulldurchgängen der Wechselspannung kein Strom fließt. Und da gibt es bei 50 Hz pro sec einige.... :idea: Wenn dann zufällig abgeschaltet wird......nix Funke. Die Gleichstromspeisung erfordert auch stromstarke Gleichrichter und Trafos, es sei denn man setzt auf Schaltnetzteile, aber die kosten...Wenn nicht andere elektronische
Geräte gestört werden sollen..
Puuuh, hoffentlich ist das verständlich rüber gekommen.
Nun zur Frage, bis jetzt hab ich ja nur Weichen geschaltet, aber wie kommt der Strom in die Gleise? Genau, jeder Gleisabschnitt wird händisch ein und aus geschaltet, deswegen die Schalter. Da muß ich mich ja nach der schon vorhandenen Verdrahtung der Anlage richten, die auf die PC Steuerung zugeschnitten ist. Aber das ist kein Problem, ich kann ja auch Abschnitte zusammen schalten.
Boah ey, jetzt brauch ich erstmal einen Espresso und einen Grappa
Freundlich und mit qualmendem Kopf grüßt der arnold160 8-)

Re: Exitus, Super Gau. Anlage tot.

von MHAG » 17 Jul 2026, 11:40

Hallo,

ich finde es auch sehr interessant, wie sich das so Stück für Stück entwickelt.
Interessante Idee mit den Diodenplatinen direkt an den Tastern :) Könnte später einiges an Arbeit und Verrenkungen :lol: oder Brandblasen an den Fingerkuppen :roll: sparen.

Viele Grüße 8-)
Michael

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