Baubericht: mein Pfefferland

Hier dreht sich alles um die Modellbahn
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Nobby1965
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Re: Baubericht: mein Pfefferland

Beitrag von Nobby1965 »

Hallo Mike,

Und schon gibt das alles ein ganz anderes Bild, wenn Bewegung in den Städte- und Landschaftsbau kommt. Schöne erste Ideen und ich denke mal mit den vielen Tipps wirst du das sicher noch verfeinern. Ich denke das kommt auch beim Stellen und Anschauen, Wirken lassen...
MHAG hat geschrieben: 11 Jan 2026, 02:27 ... Es muss da ja nicht gleich ein Rotlichtviertel sein :lol: , ...
Wieso??? :lol: :lol: :lol:
Viele Grüße,
Norbert
scabaNga
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Re: Baubericht: mein Pfefferland

Beitrag von scabaNga »

Hallo,

klar habt Ihr alle Recht mit der Kritik bzgl. wenig Platz am Bahnhof und auch die Häuserwahl kann man kritisieren.

Aber: ich muss leider :shock: auch die reale Welt ;) meiner Anlage berücksichtigen:
  • die Anlage ist schmal. Da wo der Bahnhof steht sind es ca. 80cm, nach hinten verjüngt es sich auf ca. 70cm. Von den 80cm beanspruchen die Gleise über 20cm, außerdem verläuft ca. 20cm vor der Wand die Rampe runter zum Schattenbahnhof, sprich da ist der "Boden" höher. Es bleiben also ca. 35cm flaches "Gelände" für das Bahnhofsgebäude (das für die Anlage eigentlich zu groß ist, aber ich hab's nun mal ;) ) plus Strasse und i'welche Gebäude
  • bei den Häusern ist es wie beim Bahnhof - ich hab sie nun mal :o , und i'wo/i'wie werden die genutzt. Vielleicht werden sie viel später mal durch was Anderes ersetzt, aber derzeit ... wobei mir Michael's Anregung mit der höheren Fläche rechts vom Bahnhof zusagt, dass werde ich mal ausprobieren. Dafür muss ich aber erstmal die "Bodenplatten" sägen (am Sonntag ungünstig :P ) und einpassen
  • auch das Reiterstellwerk im Hintergrund ist natürlich zu groß für die paar Bahnanlagen. Aber ich hab es nun mal :D und außerdem gefällt es mir
  • und überhaupt: das ist eine allererste Stellprobe, vielleicht noch nicht einmal eine Stellprobe. Ich hab halt mal was hingestellt um einen 1. Eindruck zu haben. Wenn die anderen "Bodenplatten" eingepasst sind wird noch vieles hin- und hergestellt bzw. geschoben
Michael, zu den Bahnhöfen außerhalb der Altstädte ... hmmm... ich denke da mal an Köln, München, Stuttgart, Hamburg, es gibt sicher noch mehr Beispiele. Das um die heutigen Bahnhöfe herum kaum mehr alte Gebäude stehen liegt ja nicht zuletzt an den Jahren 39-45.

Vlt. waren die Bahnhöfe gaaanz früher außerhalb, aber auf meiner Anlage fahren in erster Linie Ep V und VI Fahrzeuge, ein bisschen Ep IV gibt es auch und damit steht der Bahnhof mitten in der Stadt. Das Empfangsgebäude in Bonn (ist ja die "Vorlage" meines Bahnhofs, ich habe allerdings die kleine Ausführung "Mittelstadt") entstand 1883-85, von der Zeit her passt das also einigermaßen.

Egal, das soll hier nicht in eine Rechtfertigungsorgie ausarten (für die eigene Moba braucht man sich nicht rechtfertigen! 8-) ), ich versuche Euch nur die Zwänge und Realitäten meines Pfefferlandes darzulegen.

Danke für Eure Anregungen, sie fließen auf jeden Fall in meine Überlegungen ein!

Viele Grüße
Mike

PS: und während meiner verbalen Diarrhoe kam noch Norbert's Beitrag: genau so ist es! Und die Frage "wieso?" ist vollkommen berechtigt :lol:
Zuletzt geändert von scabaNga am 11 Jan 2026, 12:28, insgesamt 1-mal geändert.
5qm U im Bau, ca. 100m Gleislänge, MTX und Peco Code 80
Zentrale RMX7950usb; Steuerung TC10B3 Gold
Fahren SX1, SX2, DCC; Schalten & Melden SLX
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Helmut
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Re: Baubericht: mein Pfefferland

Beitrag von Helmut »

Hallo,
Mike, Du siehst das genau richtig. Unsere Kritik sind eigentlich Anregungen, die Du berücksichtigen kannst oder nicht. Es ist Deine Anlage und Du entscheidest.

Bei Städten ist meines Erachtens der Hauptbahnhof zentral gelegen. Bei Dörfern ist der Bahnhof häufig außerhalb, hauptsächlich weil die Trasse nicht durch das Dorf führte, sondern an ihm vorbei. Beispiel: Aachen und Köln sind zentral miteinander verbunden, Kerpen (Zusammenschluss früherer Einzelgemeinden) hat seinen Bahnhof in Kerpen-Horrem, also eher am Rand des Stadtgebietes. Aber auch da findet man schon einen üppigen Bahnhofsvorplatz mit Taxis und Busbahnhof. Wenn man so eine Stadtszene darstellen will, wird man nie genug Platz haben oder man arbeitet vielleicht im Miwula (aber auch da ist einiges stark verkürzt). Gerade bei Modulbahnen hat man kaum Tiefe, ich stelle mir daher die Fläche als Ausschnitt, als Spatenstich aus der Landschaft. Die Bebauung geht auch außerhalb des Moduls weiter. Im Extremfall wären die Häuser nur auf der Hintergrundfläche gemalt oder Halbreliefgebäude. Du hast ja noch nichts fest fixiert, mach doch einfach mal eine Stellprobe.

Aber wie gesagt: es sind nur Anregungen.

Gruß aus KerpeN
Helmut
TheCircle
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Re: Baubericht: mein Pfefferland

Beitrag von TheCircle »

Hallo Mike,

ja das mit dem vorhandenen Platz ist immer so eine Sache.
Bei meinem Neuaufbau der beiden Anlagen Alt-Schüven und Industriegebiet habe ich zwar stattliche 12,80 Meter Länge, jedoch nur eine Breite von 60cm. Da müssen auch viele Kompromisse her. In Bezug auf eine Kleinstadt mit historischem Stadtkern konntest du meiner Meinung nach ruhig die barocken Häuser nutzen. Eventuell kann man die Häuserzeile genau vor dem Bahnhof unterbrechen um den Raum davor für einen Platz wie für einen Busbahnhof nutzen.

Gruß Andreas
MHAG
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Re: Baubericht: mein Pfefferland

Beitrag von MHAG »

Hallo Mike,

die vorhandenen Häuser werden für den Altstadtkern dringend benötigt, aber eben nicht in direkter Bahnhofsnähe. Die Bahnhöfe sind ja etwa ab 1860 geplant worden, das hat man eher im freien Gelände neben einer bestehenden Altstadt gebaut. Im Umfeld dazu wurden dann "neue" Wohn- und Geschäftsviertel und von der Bahn abhängige Betriebe errichtet, deswegen ist das bis heute ein entsprechender Baustil (durchsetzt von Neubauten). "Mittelalterliche" Bauten sind da praktisch kaum zu finden. Gute Beispiele sind da München und Regensburg, da liegen die Bahnhöfe vor der Altstadt. Und obwohl Karlsruhe noch nicht so alt (gegründet 1715 als Planstadt) ist, lag schon der alte Bahnhof vor dem "Fächer" (die geplante "Altstadt"), der neue liegt jetzt noch weiter davon weg.
Hinter Deinem Bahnhof (ich finde den jetzt nicht zu groß, das Reiterstellwerk gefällt mir da auch) ist doch genug Platz, wenn man das Gelände ansteigen lässt, auch kurz vor und auf der Hintergrund-Kulisse. Hausfassaden lassen sich auch gut selber bauen, ist garnicht mal so schwer. Du hast da auch den Vorteil, dass man wegen der Schränke darüber nicht gut hinter diese Häuser schauen kann und alles wie Theaterkulissen aufbaubar ist. Unter den Hängeschränken sind wahrscheinlich ein bis zwei aufklebbaren LED-Bänder als Beleuchtung sinnvoll.
Mit den vorhandenen barocken Häusern sollte sich eine gediegene Altstadt mit Marktplatz gut aufbauen lassen, vielleicht sogar noch mit Resten einer Stadtmauer, alles auf einer Anhöhe. Ist dann quasi das "Aushängeschild für Besuche" und der erste Eindruck (bei mir ist das die Burg, um die man erstmal herumlaufen muss, bevor man die Anlage sehen können wird ;) ). Von da geht's dann in die Neustadt mit dem Bahnhof und Bahnhofsviertel. Noch weiter in die Zimmerecke, da könnte noch alte Industrie zu finden sein, vielleicht schon umgebaut zu modernen "Erlebnis-Centern".
Du brauchst also nicht nur die vorhandenen Häuser, es werden noch viele weitere benötigt... Für so eine große Stadt ist dann der Bahnhof genau passend und alles stimmig.
Kennst Du die Videos zu "Chandwell" von Michael Scott? Der baut seine Häuser aus Papier und Karton, auf sehr schmaler Fläche vor dem Hintergrund. Passt vom Stil zwar nicht nach Deutschland, aber die Überlegungen zur Anordnung und Umsetzung sind interessant und sehenswert:
https://m.youtube.com/@Chandwell/videos
Vielleicht gefällt Dir das auch so wie mir, auch wenn ich manches anders bauen würde. Aber die Gedanken dazu finde ich sehr inspirierend.

Wieder viele Gedanken :ugeek: und Ideen :idea: , ich hoffe, Du findest was brauchbares...

Viele Grüße 8-)
Michael
scabaNga
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Re: Baubericht: mein Pfefferland

Beitrag von scabaNga »

Hallo,

nein, ich lasse mich nicht entmutigen! :lol:

Auf den vorherigen Bildern hatte ich die Gebäude wirklich nur mal hingestellt, ohne über die Wirkung nachzudenken. Seitdem habe ich aber nachgedacht (ja, manchmal tue ich das :P ) und jetzt umgestellt, siehe Bilder unten. Es ist (für mich zumindest :roll: ) erstaunlich welch andere Wirkung das bringt.

Bild

Bild

Die Gebäude hinten in der Reihe stehen jetzt an der Kante der Stufe nach oben, weiter nach hinten geht's also nicht. Zwischen Bahnhof und den Gebäuden gegenüber sind ca. 18cm Platz, da könnte ich dann einen "Bahnhofsplatz" unterbringen, vlt. mit 1-2 Bäumen oder einem Brunnen. Der Platz wäre Fußgängerzone, wir sind schließlich in der Neuzeit ;)

Die (wenigen ;) ) Parkplätze für den Bahnhof "sehe" ich derzeit links vom Bahnhof, die Fahrgäste in Michistadt fahren eh lieber U-Bahn als mit dem Auto :lol:

Das mal als Zwischenstand. Das mit der Stadt auf der Fläche oben (wie von Michael angeregt) kann ich hoffentlich morgen mal stellen. Im Moment ist es hier so warm das ich erst nach 16:30 oder so mich zum Sägen raustraue, und im MoBa-Keller hat's auch 28°C

Viele Grüße
Mike

PS: und i'wie höre ich schon den Aufschrei wg. dem Martinstor :lol:
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scabaNga
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Re: Baubericht: mein Pfefferland

Beitrag von scabaNga »

Hallo nochmal,

ich weiß, auf den eigenen Post antworten geht gar nicht :oops:

Aber folgendes wollte ich noch einbringen um meine "Grundidee" des Pfefferlands zu erklären: mir geht es nicht um absolute (schon gar nicht) oder auch nur angenäherte Realität. Ich bewundere die MoBahner die dies tun und umsetzen und finde das wirklich toll. Was Michael mit seinem Friedhof, Samms710 mit Holleschitz und anderen Modulen, Helmut mit seinen Modulen oder Andreas mit seinen Modellen usw. usf. macht ist hammermäßig!

Beim Pfefferland ist das nicht das (oder mein) Ziel.

Mir (und vielleicht meiner "besseren Hälfte" :P ) muss es gefallen. Und wenn das nicht der Realität entspricht dann ist das eben so :)

Nix für ungut, liebe Grüße
Mike

PS: das musste natürlich "Andreas" mit seinen Modellen heissen :oops: ich hab's korrigiert.
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MHAG
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Re: Baubericht: mein Pfefferland

Beitrag von MHAG »

Hallo Mike,

dass die Anlage in erster Linie Dir/Euch gefallen muss, steht ausser Frage! Und dass Du der Entscheider bist, auch.
Meine Tipps sollen in erster Linie dazu dienen, mit dem vorhandenen Material etwas möglichst vorbildnah aufzubauen. Da gibt es bestimmt viele Wege, meine Anregung ist halt aus meiner Sicht und Beschäftigung mit dem Thema.Vor allem ist mir schon oft aufgefallen, dass ein wilder Baustilmix "befremdlich" wirken kann. Auch sehen niedrigere Häuser (Erdgeschoß mit Ober-und Dachgeschoß) eher nach beschaulicher Kleinstadt aus als nach einer quirligen Stadt für einen größeren Bahnhof. Gibt es beim Vorbild wahrscheinlich auch, genauso wie es Fachwerkhäuser in einer Bahnhofsumgebung gibt, aber dann sind die Bahnhöfe eher nicht so groß und haben mehr Dorfcharakter.
Aber generell gilt bei meinen Anregungen: Raussuchen, was gefällt, den Rest entsorgen :mrgreen:

Übrigens wirkt die Umstellung der Häuser mit dem Platz (und auch dem Martinstor) deutlich besser als die erste Anordnung. Das Tor (nur den Turm!) würde ich übrigens auf einen etwa 1cm dicken Mauersockel setzen, damit die Durchfahrtshöhe besser passt und eine beherrschendere Wirkung entsteht. Als Historie könnte eine "ganz alten Stadt" mit einer ehemaligen Stadtmauer mit Stadttor herhalten, vor der eine "aufgeklärte Stadt" entstand, wobei die Stadtmauer "damals" abgetragen wurde und als Baumaterial für die Häuser an dieser Stelle diente... Der Turm hat immer noch seinen Nutzen als Brandwachturm, nachdem er die Torfunktion verloren hat.
Für meinen Geschmack finde ich aber nach wie vor eine etwas abseits gelegene Altstadt "stimmiger", direkt beim Bahnhof passen die Ex-Pola-Häuser irgendwie besser. Oder eben dann Nachkriegsbauten aus den 50er bis 80er Jahren, aber da gibt es leider nicht so viele... Selbstbau? :mrgreen:

Wie oben geschrieben: Raussuchen, was gefällt, den Rest entsorgen :lol:

Viele Grüße 8-)
Michael
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