Modullayout mit Timesaver

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MHAG
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Re: Modullayout mit Timesaver

Beitrag von MHAG »

Hallo Helmut!

Ok, Du hast da einen anderen Antritt als ich... 8-)
Nach meiner Erfahrung passen die Teile oft nur zu 80% zu meinen Anforderungen, also muss ich trotzdem irgendwie was anpassen. Dann kann ich das auch gleich komplett passend machen :mrgreen:

Aber zum Flüsterantrieb:
Es erscheint mir sinnvoll, zwischen dessen beiden Eingängen und dem Arduino die Relaisplatine einzusetzen und davon einen Wechsler zu nutzen; so brauchst Du nur einen Pin zur Ansteuerung der beiden Stellungen, der Antrieb ist galvanisch vom Arduino getrennt und Du hättest eine Grundstellung im Sinne von "Fail Safe". Ich kenne den Flüsterantrieb nicht so gut und weiß nicht, ob der Dauerversorgung am Eingang mag, könnte mir aber gut vorstellen, dass ihm das egal ist. Und durch den Wechsler könnte dann eben immer der eine oder andere Eingang an der Versorgung liegen.
Das spart bei den Weichen zumindest jeweils einen I/O-Pin. Kann bei Pin-Mangel wichtig sein, ob man 17 oder 34 I/O-Pins braucht für das gleiche Ergebnis... ;-)

Übrigens, das kommt mir bekannt vor:
Helmut hat geschrieben: 17 Apr 2026, 09:28ich war mal auf dem Trip, alles selber zu machen
Auf dem Trip war ich auch mal 8-) davon habe ich mich teilweise ebenfalls schon verabschiedet :mrgreen: Aber noch nicht ganz :roll: denn für einige meiner Ideen gibt´s nichts passendes zu kaufen :o Vielleicht sind auch meine Ideen zu verquer :P

Viele Grüße 8-)
Michael
Helmut
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Re: Modullayout mit Timesaver

Beitrag von Helmut »

Hallo Michael,
wenn etwas nicht erhältlich ist, dann bastele ich natürlich auch gerne und viel. Da die Eingangsspannung beim Flüsterantrieb mit > 9 V (egal ob Gleich- oder Wechselstrom, Dauerspannung oder Impuls) spezifiziert ist, hatte ich mir schon überlegt, wie ich die Arduinosignale verstärke. Umso positiver überrascht war ich, dass der direkte Anschluss der 5 V sauber funktioniert: keine Arbeit erforderlich :D .

Für eine achtfache Relaisplatine liege ich bei rund 10€, im Selbstbau wohl eher teurer. Wenn ich günstige Mikrocontroller nehme, die zum Arduino kompatibel sind, liege ich bei rund 20€ (mega 2560). Irgendwie erinnert mich das an meine Computerhistorie. Ich habe mit einem VC20 (5 kB Arbeitsspeicher) und dann einem Atari 800 XL (64 kB) angefangen. Da hat man jede Variable dreimal umgedreht und deren Speicherbedarf auf ein Minimum reduziert: ein Bit, ein Byte oder muss es ein word sein. Damit habe ich noch meine Diplomarbeit geschrieben. Dann ging es mit der Spirale los. Immer schneller, immer mehr Speicher. Und beim Programmieren hat sich doch keiner mehr (ich auch nicht) um eine effiziente Nutzung des Speicherplatzes gekümmert.

Momentan ist bei mir halt auch die Zeit das Problem und ich möchte auch allmählich was sehen :oops: .

Gruß aus KerpeN
Helmut
Helmut
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Re: Modullayout mit Timesaver

Beitrag von Helmut »

Hallo zusammen,
die elektrische Verbindung zwischen den Modulen (und dem Stellpult) finde ich immer noch etwas problematisch. Für die "Starkstrom"-Leitungen habe ich mein selbstgebautes Stecksystem, aber beim Timesaver brauche ich halt viel mehr Leitungen. Bisher habe ich viel mit D-Sub-Steckern probiert, was mich aber noch nicht so richtig überzeugt hat. Durch Zufall bin ich auf Platinen gestoßen, die Schraubklemmen mit D-Sub Buchsen und Steckern kombinieren. Dazu habe ich einen kleinen Halter gedruckt, damit die Lötstifte der Platine nicht ins Holz gepresst werden.

Bild

Mit 2 Schrauben befestigt ergibt das eine stabile Stecklösung. Langzeiterfahrungen habe ich aber noch nicht.

Gruß aus KerpeN
Helmut
Kai Eichstädt
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Re: Modullayout mit Timesaver

Beitrag von Kai Eichstädt »

Moin Helmut,

ich bin mehr ein Freund von den Centronics-Steckern, seit ich mal einen Haufen Druckerkabel für 0,50 DM gekauft habe.
Die Buchsen hole ich mir bei Reichelt, gerne in der Schneid-Klemm Technik. Ist einfacher und schneller als Löten, aber wie die Erfahrung zeigt: wehe, das Flachbandkabel liegt schräg...

Bild

Unter den Bahnhofsteilen sieht das dann so aus:

]Bild

Wenn die 36 Adern des Kabels nicht reichen (so im linken Bahnhofsteil)kommt noch ein weiteres Flachbandkabel dazu, D-Sub 25 polig oder eben noch ein Centronics-Teil.
Die Kabel gehen dann vom Stecker zu den Schaltern/Taster (Stellpult) oder Relais/Weichen/Signale/Trennstellen der Anlage.

Gruß
Kai
MHAG
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Re: Modullayout mit Timesaver

Beitrag von MHAG »

Hallo Kai,

ein vielfach vertrauter Anblick :lol:
In letzter Zeit geht mir als Analogi oft der Gedanke an eine Digitalisierung der Weichen samt Stellpult durch den Kopf... :roll:
Allerdings mit "richtigem" Stellpult, was also eine Encodierung aller Taster und Schalter erfordert. Da bin ich noch am Suchen. Jedenfalls finde ich die Verbindung "Stellpult zur Anlage" als "Bus" deutlich attraktiver als "armdicke Kabel" (bei ca. 70 Weichen sind das schon 140 Adern, dazu noch Entkuppler, abschaltbare Abschnitte, viele Lichter, andere zu steuernde Elemente,...). Sind erst mal unausgegorene Gedanken :|

Zu den Verbindungen:
Sowohl SubD als auch Centronics sollten die modellbahnüblichen Stromstärken verkraften, aber die konfektionierten Kabel könnten mit ihren dünnen Adern überfordert sein.
Insofern sind die Funde von Helmut interessant, da kann man dickere Adern verwenden. Ich löte allerdings auch schonmal dickere Litzen an die SubD-Kelche (meine bevorzugten Verbindungen bei mehr als Steuersignalen), bei den Schraubklemmen braucht man unbedingt Aderendhülsen für die Litzen.

Viele Grüße 8-)
Michael
Helmut
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Re: Modullayout mit Timesaver

Beitrag von Helmut »

Hallo,
ich habe gerade mal nach der Strombelastbarkeit von Flachbandkabeln gegoogelt: 0,5 - 1 A pro Ader. D (0,09 mm²), das sollte für die Modellbahn bei einer Lok ausreichen. Interessanter wird es bei Weichenantrieben mit Spulen. Das ist aber nicht viel schlechter als meine Standardmobalitze mit 0,14 mm². Ich finde gerade bei der Verkabelung von Modulübergängen die freie Leitungsführung, den einfachen Schraubanschluss, den variablen Leitungsquerschnitt und die Strombelastung der D Sub-Übergänge für mich interessant. Ich muss gleich mal googeln, welche Ströme die vorgefertigten Kabel vertragen.

Gruß aus KerpeN
Helmut
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