Hier findet Ihr eine Sammlung von Tipps, Tricks, Materialien, Bauanleitungen u.s.w. rund um die Moba. Ich denke, hier ist für jeden ist hier was dabei.
Um die Auswahl etwas leichter zu machen, könnt ihr Euch auch nur auf die Untergruppen beschränken:
Alle Materialien und Techniken Vegetation Digitales Gebäudebau FallerCar System Dies und Das
(Weitere Beiträge sind noch auf meinen alten Seiten unter Materialien und Baubeschreibungen zu finden.)
Im
Chat hatte ich in den vergangenen Wochen schon mal den Baufortschritt meines Sonnenblumenfeldes gezeigt. Prompt bin ich aber auf die Pappeln im Hintergrund angesprochen worden, die noch als Stellprobe windschief in ihren Löchern standen. Hier kommt also die Auflösung zur Fabrikation dieser Bäume. Dieser Anleitung liegt die Veröffentlichung "Landschaftsbau Schritt für Schritt" (Eisenbahn Journal Anlagenbau &Planung 4/2006) von
Cornelia und Wolfgang Langmesser zugrunde. Sie wurde allerdings nach eigenen Erfahrungen modifiziert und für Spur N angepasst.
Materialien:
Messingdraht 0,3 oder 0,4 mm,
Lötpistole (mind. 75 W),
kl. Schraubstock,
Latte mit 2 Nägeln,
Lötzinn,
Sprühkleber, Alleskleber,
Acrylfarben: schiefergrau, moos und weiß (matt),
Sprühlack braun (matt),
getrocknete und fein gesiebte Erde,
Flockage (z.B. Mininatur Pappel + Birke, Sommer, N/Z oder auch Hekiflor).
Herstellung der Drahtrohlinge
Die Drahtrohlinge lassen sich aus Messing- oder Kupferdraht fertigen. Messing hat den Vorteil, dass es wesentlich stabiler ist. Dafür lässt es sich schwerer verarbeiten. Bäume aus weicherem Kupferdraht werden später auf der Anlage leicht umgebogen. Drahtstärken bis zu 0,4 mm sind geeignet, da die Nachbildung der feinen Verästelung nicht erforderlich ist. Am besten wickelt man den Draht rund zehnmal um zwei Nägel im Abstand von 20-25 cm. Das eine Ende wird mit etwas Lötzinn fixiert. Nach Aufschneiden erhält man ein Bündel von 20 Einzeldrähten. Bei kleinen Bäumen kann man weniger Wicklungen nehmen, große bedürfen dagegen ein paar mehr.

Für den Weiterbau wird das fixierte Ende in einen Schraubstock gespannt und mit einer Zange von unten nach oben verdrillt und verlötet. Dabei wird durch Herausführen von Drähten aus dem Hauptstamm das Astwerk gebildet. Hier muss man für die verschiedenen Baumarten unterschiedliche Wege gehen. Ein Tipp am Rande: wenn man zu wenig Draht aufgewickelt hat, kann man durch Einflechten von weiteren Drahtstücken den Rohling noch retten.
Bau einer Pappel
Bei einer Pappelnachbildung führe ich unten auf gleicher Höhe vier einzelne Drähte im 90° Winkel heraus (dadurch wird der untere Laubabschluss ausreichend dicht). Darüber reichen dann je zwei Drähte im Winkel von 180° aus.
Übereinanderliegende Drahtpaare sollten auf Lücke angeordnet sein. Die obersten vier Drähte werden paarweise zu zwei Y-Stücken verdrillt. Nach Einfärben dieses Rohlings mit braunem Sprühlack als Grundierung wird er mit Spühlack versehen und mit gesiebter Gartenerde bestäubt. Dadurch werden die restlichen Drahtstrukturen kaschiert und der Baum erhält eine sehr matte Oberfläche. Das Blattwerk (hier Mininatur Pappel) wird in dünne Streifen geschnitten, wobei ich mich an der Faserrichtung der Matte orientiere.
Beim Beflocken arbeitet man sich von unten nach oben vor. Aus den beiden Y-Drähten wird zusammen mit kleinen Blattwerkstücken die Spitze geformt. Anschließend biegt man Draht für Draht nach oben und klebt mit Alleskleber ein entsprechend langen Streifen auf.
Für Spur N ergibt das eine vollkommen ausreichende Blattdichte, wie das Foto gegen den hellen Hintergrund zeigt. Das Aufbringen von zwei Blattstreifen - wie für H0 empfohlen - ist in N zu viel des Guten.
Zum Schluss noch ein Bild des fertigen Baumes:
Bau einer Birke
Bei einer Birke muss - wie bei den meisten Laubbäumen - das Astwerk stärker ausgebildet werden. Dazu führt man aus dem Hauptstamm zwei Drähte heraus und formt damit zwei Schleifen.
Die beiden Schleifen verdrillt und verlötet man zuerst miteinander und danach einzeln weiter. Eine einfache, aber effektive Art die Verästelungen nachzubilden.
Dieses Art der Verästelung wird bis zur Spitze fortgesetzt. Anschließend folgt die schon beschriebene Behandlung mit Gartenerde. Der Rohling wird anschließend mit weißer Acrylfarbe angestrichen. Nach dem Trocknen strukturiert man den Baumrohling mit waagerechten kurzen Strichen in den Farben Moos und Schiefergrau. Das Blattwerk (Mininatur Birke Sommer N/Z) wird in dreieckige Stücke geschnitten.
Das Beflockungsmaterial wird nun von unten nach oben an die etwas heruntergebogenen Astenden geklebt.
Als fertiger Baum sieht er dann so aus:
Viel Spaß beim Nachbauen, so schwierig ist es gar nicht.
Zuletzt geändert am: 02.01.2008 um 23:03
Zurück
Kommentare
Kommentar hinzufügen