Hier findet Ihr eine Sammlung von Tipps, Tricks, Materialien, Bauanleitungen u.s.w. rund um die Moba. Ich denke, hier ist für jeden ist hier was dabei.
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Bau eines Rheinkahns |
| Veröffentlicht von Helmut (helmut) am 07.06.2009 |
| Tipps & Co >> Dies und das |
Eigentlich passt der Rheinkahn von Artitec nicht auf meine Epoche V Anlage, aber vielleicht machen ja meine Flussschiffer gerade eine Nostalgiefahrt. Nichts ist unmöglich!
Der Bausatz besteht aus Gießharzteilen (oder neudeutsch Resin). Im Gegensatz zum weit verbreiteten Spritzgießverfahren wird bei der Herstellung dieser Bausätzen durch Mischen von zwei Komponenten eine gießfähige Flüssigkeit hergestellt, mit der eine Form ausgegossen wird. Durch eine chemische Reaktion kommt es dann zur Aushärtung des Materials (absolut vergleichbar mit dem Aushärten von Zweikomponentenklebern). Dieses Verfahren mit all seinen Vor- und Nachteilen führt zu Produkten, die etwas anders behandelt werden müssen als die bekannten Polystyrolbausätze. Daher stelle ich hier mal den Zusammenbau des Rheinkahns und meine Erfahrungen damit zur Diskussion.
Nach dem Auspacken findet man nur wenige Bauteile aus Gießharz und eine Tüte mit ein paar Zubehörteilen. Die Bauteile zeigten verfahrensbedingt Häute, unterschiedliche Dicken und waren zum Teil verzogen.
Bausatzteile nach dem Auspacken

Als erstes mussten die lästigen Gießhäute entfernt und ggf- flächige Bauteile auf gleichmäßige Stärke gebracht werden. Dazu habe ich sie mit kreisenden Bewegungen über Sandpapier gerieben (die Körnung hängt von dem gewünschten Effekt ab, eher feiner als zu grob). Dabei sollte man auf eine häufige optische Kontrolle des Materialabtrags und ggf. eine Gewichtsverlagerung beim Schleifen achten. Nachdem alles dann passte und die Fensterrahmen mit Messer und Feile versäubert waren, wurde das Modell bemalt. Ich habe dazu wasserlösliche Acrylfarben (Aqua Color von Revell) passend gemischt und mit dem Pinsel aufgetragen. Entgegen meiner Erwartungen hat das sehr gut funktioniert. Die Farben haften gut auf dem Resin und die Deckkraft war bis auf wenige Ausnahmen schon bei einem Anstrich ausreichend.

Um das Modell etwas interessanter zu gestalten, habe ich die Positionslichter durch LEDs nachgebildet- An dieser Stelle möchte ich mich für die Hilfe aus dem N-Bahnforum bedanken. Ohne diese Hinweise hätte ich lange gebraucht, bis ich als Landratte gerafft hätte, wozu diese ominösen Kästen auf dem Kabinendach gut sind: darin befinden sich die seitlichen Positionslichter. Mit einem Skalpell habe ich die angegossenen Lampenimitationen entfernt und gegen eine rote und eine grüne SMD LED (0402 ) ersetzt. Zum Größenvergleich habe ich hier auf dem Bild eine leuchtende 0402 neben einer 1206 SMD LED gelegt.

Die Kupferlackdrähte habe ich durch die Kabine und den Rumpf unter das Boot geführt. Genauso wurde am Heck auf den Aufbauten sowie am Bugmast je eine weiße LED angebracht. Obwohl der Bugmast auf jedem Produktfoto abgebildet ist, lag er dem Bausatz natürlich nicht bei
. Ich habe ihn aus Messingdraht nachgebildet. Dabei habe ich an der Kreuzungsstelle beide Drähte zu 50% eingekerbt. Das Ruder darf natürlich nicht führerlos sein. Dabei musste das Preiserlein schon einen Teil seiner Beine lassen. Trotzdem wirkt es immer noch etwas groß. Wer da wohl nicht maßstäblich ist? Hinter den Scheiben fällt das nachher aber nicht mehr auf.
. Ich habe ihn aus Messingdraht nachgebildet. Dabei habe ich an der Kreuzungsstelle beide Drähte zu 50% eingekerbt. Das Ruder darf natürlich nicht führerlos sein. Dabei musste das Preiserlein schon einen Teil seiner Beine lassen. Trotzdem wirkt es immer noch etwas groß. Wer da wohl nicht maßstäblich ist? Hinter den Scheiben fällt das nachher aber nicht mehr auf.
Zum Abschluss wurden die Decals (die fehlten beim Bausatz natürlich auch) aufgebracht und das Schiff mit Pigmentfarben dezent gealtert. Dazu habe ich die Texte auf Expert-Choice-Decal-Folie für Laserdrucker (im Vertrieb der Fa. Air-Color-Technik) ausgedruckt und mit Klarlack aus der Dose fixiert. Das Aufbringen der Decals ging eigentlich nach Vorschrift völlig problemlos, auch das abgerundete "Köln" am Heck. Und fertig war mein erster Kahn für den noch zu bauenden Fluss oder Kanal (naja, die Brücken habe ich auch schon
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Der weiße Fleck vor dem Schild "Anna120T" ist übrigens das Hecklicht

Zuletzt geändert am: 08.12.2009 um 18:16
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