Hier findet Ihr eine Sammlung von Tipps, Tricks, Materialien, Bauanleitungen u.s.w. rund um die Moba. Ich denke, hier ist für jeden ist hier was dabei.
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Stoppstelle für das Faller Car System |
| Veröffentlicht von Helmut (helmut) am 17.09.2008 |
| Tipps & Co >> Faller Car System |
Das Faller Car System ist eine recht einfache Angelegenheit. Ein/Aus-Schalter, Batterie, Motor mit angetriebener Hinterachse, Lenkachse mit Magnet befinden sich in den kleinen Autos. Der Magnet wird durch einen in der Straße versenkten Eisendraht sicher (naja, mehr oder weniger sicher) durch die Straßen gelenkt. Aber wie hält man das Fahrzeug an? Dazu hat Faller ein Reedkontakt in die Motorzuleitung eingebaut. Dieser eigentlich offene Reedkontakt wird durch einen kleinen, relativ schwachen Permanentmagneten geschlossen, so dass der Wagen fährt. Durchfährt man allerdings mit dem Reedkontakt ein externes, dem kleinen Permanentmagngeten entgegengerichtetes Magnetfeld, so öffnet sich der Kontakt und der Wagen bleibt stehen.
Prinzip der Stoppsteuerung eines Faller Car System Autos: links in Fahrt, rechts in Halteposition

Natürlich kann man die Originalstoppstellen einsetzen, aber der Eigenbau hat für mich einfach seinen Reiz. Dieses Anleitung habe ich von Dieter Ludwig vom FEC Fürth, die ich an einigen Stellen etwas modifiziert habe. Man benötigt dafür Kupferlackdraht (0,15 mm stark, ca. 200 m mit einem Widerstand von ca. 1 Ohm/m, z.B. von Conrad 607541), eine Maschinenschraube M10x30, 2 Pappringe (25 mm Außen- und 10 mm Innendurchmesser). Als Hilfsmittel benutze ich noch eine Holz- oder Metallstange, eine M10-Mutter und eine etwas längere Schraube (mit abgesägtem Kopf) als Schaft für den Akkubohrer.

Die Pappscheiben dienen zur Begrenzung der Spulenwicklung. Die erste Scheibe befindet sich direkt am Schraubenkopf. Bei dem zweiten Pappstück ragt die Schraube knapp Trassenbrettstärke hervor (dadurch wird das Magnetfeld bis unter den Fahrbahnanstrich herangeführt). Die recht scharfen Gewindegänge zwischen den Pappscheiben entschärfe ich mit Epoxidkleber. Das Arrangement wird in einen Akkuschrauber eingespannt.

Die Lackdrahtspule wird auf der Stange positioniert und das Ende des Drahtes (ca. 5-10 cm) mittels Klebeband am Kopf der Schraube befestigt. Anschließend kann man mit dem Umwickeln des Drahtes auf den Spulenkörper beginnen.

Fertig ist die Wicklung ...

... und an den Drahtenden werden die Anschlusslitzen angelötet. Das Ganze wird zum Schluss mit Isolierband fixiert.

Zur Montage klebt man das Schraubenende einfach in die Straße ein und verspachtelt das Bohrloch.

Zum Betrieb wird Gleichstrom benötigt. Ich verwende dazu eine gleichgerichtete 15V Wechselspannungsquelle (ca. 21 V =) Wenn der Lenkmagnet von der Spule unwiderstehlich angezogen wird, hilft das Umpolen der Versorgungsspannung. Zum Schluss möchte ich noch erwähnen, dass der Stromverbrauch mit etwas 100 mA pro aktiver Stoppstelle nicht unwesentlich ist. Der Trafo sollte daher bei mehreren Stoppstellen nicht zu klein bemessen sein.
Viel Spass beim Nachbauen.
Zuletzt geändert am: 17.09.2008 um 20:29
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